Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Mit königlicher Schlafmusik
Lokales Teltow-Fläming Mit königlicher Schlafmusik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 26.05.2015
Mitglieder der Kirchengemeinde der Region Trebbin und Ludwigsfelde besuchten Gotteshäuser im benachbarten Kirchenkreis. Quelle: Krischan Orth
Anzeige
Ludwigsfelde

Sonderfahrt durch die „Nacht der offenen Kirchen“: Am Pfingstsonntag reiste die evangelische Kirchengemeinde der Region Trebbin und Ludwigsfelde nach Saarmund und nach Nudow. „Wir blicken über den eigenen Rand“, sagte Pfarrer Hans-Christoph Rieth.

In der Dorfkirche Saarmund griff Hannes Immelmann zur Traversflöte. Er gehört zum Quartett „Capella Regina“ aus Potsdam und führte die Nachtschwärmer mit Werken von Leclair, Couperin und Telemann in das 18. Jahrhundert. François Couperin war Hofkomponist. „Er hat auch Schlaf- und Umkleidemusik für den französischen König geschrieben“, erklärte Immelmann. Die Gruppe spielte vor der Königsloge. Denn der preußische König Friedrich Wilhelm IV. hatte die Kirche in Saarmund 1848 eingeweiht. Die Orgel zieren vier vergoldete Gipsabgüsse des Bildhauers Christian Daniel Rauch.

Zurück im Bus konnten die pilgernden Nachtschwärmer auch einiges über das historische Nuthetal erfahren. Geschichtlich bewandert ist Pfarrer Rieth. Er erzählte, dass es nahe Nudow einen wichtigen Übergang über den Fluss gegeben habe. Damals war Nudow gegenüber Saarmund lehnspflichtig. Hier haben sich auch die vier Nutheburgen befunden. Urkundlich erwähnt wurden die beiden Ortschaften erstmal im 13. Jahrhundert. Bereits der Schriftsteller Theodor Fontane hatte sich auf den Weg gemacht, die Nutheburgen zu suchen, über sie herausgefunden hat er allerdings nichts. „Wenn sie etwas von den Nutheburgen hören, dann können sie sicher sein: es ist gut erfunden“, so Rieth.

Auch in Nudow sind Spuren der preußischen Herrschaft zu finden, die Königskrone ziert das Gotteshaus. „Die Kirche in Nudow ist eine Kronkirche“, erläutert Thomas Engelhardt, Vorsitzender der hiesigen Kirchengemeinde. Seit zehn Jahren werde für die Renovierung gesammelt, bei der alte Holzbretter entdeckt wurden. Sie dokumentieren einen Totenkronenkult. Dabei handelt es sich um einen regionalen Kult, der besonders im 19. Jahrhundert gepflegt wurde. Eine Holzkrone ziert dabei die Holztafel desjenigen, der unverheiratet und früh verstorben ist. Zur 650-Jahr-Feier 2009 habe man einige Kuriositäten in den alten Kirchenbüchern entdeckt. Über die Trinkfestigkeit der Pfarrer im 19. Jahrhundert oder die Beschwerden des Dorfschullehrers, der 1857 über seine Amtswohnung schrieb: „Wenn man eine Türe öffnet, so öffnen sich alle zugleich.“

In der Ludwigsfelder Kirche St. Michael wurden unterdes die Kerzen entzündet. Hier schloss sich der Kreis mit dem traditionellen Singen bei Kerzenschein. Um Mitternacht öffneten sich zum letzten Mal die Pforten. Die Gäste wanderten im Mondschein nach Hause. Regina Müller-Bahr hat besonders der ökumenische Ansatz der Veranstaltung gefallen. „Das trägt zur Verständigung der Glaubensgemeinschaften bei“, sagte sie. Denn neben dem neuapostolischen Chor in der Kirche waren auch katholische Gäste dabei. Wie Doris Schliffke. Sie empfindet Pfingsten „als eine ruhige Phase zum Nachdenken“.

Von Krischan Orth

Teltow-Fläming Bilder aus 20 Jahren im ältesten Museum des Kreises - Hartmut Fischer stellt in Dahme aus

Seit mehreren Jahrzehnten ist Hartmut Fischer Hobbykünstler, seit seiner Pensionierung vor zwei Jahren hat sich der ehemalige Grundschullehrer dieser Leidenschaft intensiver gewidmet. Jetzt stellt er Bilder aus den vergangenen 20 Jahren im Dahmer Heimatmuseum aus.

26.05.2015
Teltow-Fläming Fest zum 140-jährigen Bestehen der Luckenwalder Feuerwehr - Jubelnd dröhnt das Martinshorn

Die Freiwillige Feuerwehr Luckenwalde besteht seit 140 Jahren. Das wurde am 23. Mai mit einem großen Fest gefeiert. Zum Auftakt führte ein Umzug durch die Kreisstadt von Teltow-Fläming. Es folgte Technikschau, Ehrungen und eine Party bis tief in die Nacht.

26.05.2015
Teltow-Fläming Mit Mr. President in Niedergörsdorf in den Frühling - Beim Holi-Festival fliegen die Farbbeutel

Mit tausenden Farbpuderbeuteln bestäuben sich hunderte Feierwütige jeden Alters beim aus Indien importierten Holi-Festival auf dem Militärflugplatz „Altes Lager“ in Niedergörsdorf. Während dazu DJs aktuelle Musik auflegen, singt Mr. President am selben Ort seine großen Hits der 90er-Jahre wie „Coco Jambo“.

26.05.2015
Anzeige