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Mittelalterliches Flair im Dorf

Lindenbrück Mittelalterliches Flair im Dorf

Das Mittelalter war das Motto am Sonnabend beim Lindenblütenfest in Lindenbrück. Eingeladen hatte der Verein „Am Mühlenfließ“. Zu sehen gab es unter anderem einen Schmied. Dazu präsentierten die Vereinsmitglieder das Modell eines Steinkatapults.

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Vereinsvorsitzender Rainer Krawczyk, Burgfrau Roswitha Nachtigall und Robin Lewinsohn mit dem Modell einer Steinschleuder.

Lindenbrück. Als Thema für ihr 9. Lindenblütenfest wählten die Mitglieder des Vereins „Am Mühlenfließ“ in diesem Jahr das Mittelalter. Sie hatten am Sonnabend ins idyllische Lindenbrück eingeladen, und viele Besucher nutzten das Angebot und ließen sich mit Spielen und Kulinarischem in eine vergangene Welt versetzen.

Robin Lewinsohn, Mitglied des Festkomitees und seit diesem Jahr im Vorstand des Vereins, zauberte in seiner Alchimistenbude hintergründig lächelnd Gold zu Blei. Auf der anderen Straßenseite übten sich Kinder im Parcours mit historischen Schubkarren und im Weitwurf mit Spielzeugäxten. Mini-Ritter erwiesen sich als treffsichere Helden beim Armbrustschießen, während die Erwachsenen unter den Besuchern dem Hufbeschlag- und Wagenschmied Rudolf Bahlke am Amboss beim Dengeln über die Schulter schauten.

Schmiede waren hoch angehesen

Der Beruf des Schmiedes war im Mittelalter hoch angesehen. Ob Helm- oder Waffenschmied, ob Kult- oder Statussymbole gebraucht wurden oder Nägel, Zangen und Sicheln, zu einem tüchtigen Schmied gehörte damals wie heute eine solide Ausbildung, erzählte der graubärtige kräftige Mann aus Zesch am See zwischen den Hammerschlägen am Schmiedefeuer, die übertönt wurden von einer virtuos groovenden Akustikgitarre.

Kerstin Blodig, norwegische Musikerin mit einer Stimme so klar wie Fjordwasser, stand auf einer Bühne und gab mit keltischer Weltmusik dem Fest einen melodischen Rahmen. Gestandene Burgfrauen boten leckeren Kuchen von Torte mit dem Lindenbrücker Wappen bis hin zu Petit Fours, die das Vereinswappen zierten. Mit eisgekühltem Meet konnte sich, wer wollte, beim Zossener Imker erfrischen. Einen guten Tropfen verkauften Mitglieder des Vereins zur Förderung des historischen Weinbaus. Der Zescher Weinberg wurde 1595 erstmals schriftlich erwähnt. Der Verein produziert zwei Weißwein- und eine Rotweinsorte. Eine „Märkische Traube“ ist auch das Gasthaus von Yvonne Heilmann in Zesch am See. Ehemann Andreas Pflugmacher servierte einen Fischtopf mit edlen Zutaten.

Fest wird jedes Jahr größer

„Jedes Jahr wird unser Fest ein bisschen größer, ein bisschen bunter“, freute sich der Vereinsvorsitzende Rainer Krawczyk, der als Musketier daherkam. 60 Mitglieder zählt der 2007 gegründete Verein, der übers Jahr viele Veranstaltungen stemmt. Das ist eine stolze Zahl für die drei kleinen Orte Zech am See, Lindenbrück und Funkenmühle. Brigitte Krawczyk, Ortsvorsteherin von Lindenbrück und Geschäftsführerin des Vereins, sagte: „So ein Fest führt uns zusammen. Und darauf kommt es an.“

Von Gudrun Ott

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