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Teltow-Fläming Mobbing-Prävention an der Lindenschule
Lokales Teltow-Fläming Mobbing-Prävention an der Lindenschule
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04:35 12.10.2016
Das Theater „Eukitea“ in der Lindenschul-Sporthalle. Quelle: Iris Krüger
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Jüterbog

Rund ums Thema Mobbing drehte sich ein Theater-Projekttag am Dienstag in der Lindenschule Jüterbog. Zu Gast war das Theater „Eukitea“ mit dem Präventionsstück „Raus bist Du!“ mit Szenen, die sich auch so im Schulalttag der Kinder der Klassen 4 bis 6 ereignen könnten.

Lebensnahe Beispiele im Theaterstück

Sabrina geht nicht mehr gern zur Schule weil ihr ein Mädchen namens Daniela das Leben zur Hölle macht. Es vergeht kein Tag, an dem sie Sabrina nicht aufzieht oder sie vor allen bloßstellt. Die anderen machen eifrig mit oder stehen daneben und tun nichts. Sabrina fühlt sich einsam und ausgeschlossen. Nur Johannes würde ihr gern helfen, aber er hat Angst, selbst in die Schusslinie zu geraten und hält er lieber den Mund.

Das Theater in der Schulsporthalle. Quelle: Iris Krüger

„Mobbing passiert an allen Schulen, vor allem im Verborgenen“, sagte Schulleiterin Jana Simon, „ich finde es wichtig, zu zeigen, wie schnell so etwas gehen kann. Nicht nur den Schülern, sondern auch den Erwachsenen“. Daher fand bereits am Montagabend eine Vorstellung für die Eltern statt, zu der mehr als 70 Interessenten erschienen waren. Im Anschluss fand eine anregende Diskussion zu diesem Thema statt.

Mobbing-Lösung ohne Schuldzuweisung

Am Dienstag waren es 120 Schüler, die gemeinsam mit der Darstellerin der Sabrina bangten und sich letztlich über ein gelungenes Ende der Geschichte freuten. Dieses war sowohl positiv wie auch beispielgebend: Bei der Beseitigung des Problems Mobbing wurde auf Schulzuweisungen und Bestrafungen gegenüber den Akteuren verzichtet. Vielmehr wurden sie als „Helferexperten“ angesprochen und so aktiv in den Lösungsprozess eingebunden.

Das Theaterprojekt „Raus bist Du!“ soll allen Beteiligten Mut machen, hinzuschauen und zu handeln. „Wir wollen den Opfern von Mobbing zeigen, dass sie nicht allein sind. Und den Tätern soll geholfen werden, sich von ihrer Rolle als Hauptakteure zu verabschieden“, sagte Projektleiterin Ruth Weyand, die gemeinsam mit Homa Faghiri und Ludwig Drengk auf der Bühne stand.

Von Iris Krüger

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