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Teltow-Fläming Mongolei-Tour: Beitrag zur Völkerverständigung
Lokales Teltow-Fläming Mongolei-Tour: Beitrag zur Völkerverständigung
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12:57 29.07.2016
Der Provinz-Gouverneur empfing Baruths Bürgermeister und Touren-Leiter Peter Ilk in Darkhan. Quelle: privat
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Murun

Nach 9000 Kilometern Fahrt sind die drei Rettungsfahrzeuge aus Baruth für die mongolische Partnerstadt Murun am Ziel angekommen. Das sechsköpfige Überführungsteam um Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) wurde vom Gouverneur der Provinz Darkhan-Uul und von Muruns Bürgermeister empfangen – auf den letzten Kilometern wurde der Konvoi sogar eskortiert.

Die Baruther Delegation und ihrer mongolischen Partner. Quelle: privat
Auszeuchnung für Peter Ilk. Quelle: privat

Tausende Kilometer über russische Pisten – können Sie noch gut sitzen?

Peter Ilk: Ja, erstaunlicherweise haben wir damit keine Schwierigkeiten. Die Fahrt habe ich mir insgesamt anstrengender vorgestellt. Letzten Endes hat sich der Körper auf den Fahrt-Rhythmus eingestellt und wir sind alle topfit.

Und wie haben es die drei Rettungswagen überstanden?


Ilk: Den Autos geht es den Umständen einer so langen Reise entsprechend gut, wir haben zum Glück nur zwei minimale Pannen gehabt, ansonsten haben die Fahrzeuge gut durchgehalten. Sie sind halt nur nach 9000 Kilometern ziemlich dreckig, aber das kann man wieder abwaschen.

Glück, Erleichterung, Stolz? Beschreiben Sie bitte Ihre Gefühle, als Sie in Murun ankamen.


Ilk: Ja, selbstverständlich empfinden wir Glück dabei, dass wir unseren Muruner Kollegen die Autos jetzt in gutem Zustand übergeben können. Ich bin mir sicher, dass die Autos hier einen guten Dienst leisten werden

Wie wurden Sie von Ihren Städtepartnern in Empfang genommen?


Ilk: Wir wurden wie immer sehr, sehr herzlich empfangen. Am Mittwoch erreichten wir die Provinzhauptstadt Darkhan. Kurz vor der Stadtgrenze erwartete uns bereits eine Delegation, die uns in die Stadt eskortierte. Wir nannten unsere Expedition „Mit Blaulicht in die Mongolei“ und genau so fuhren wir zum Governeurs-Palast, wo uns der Governeur der Provinz Nasanbat herzlich willkommen hieß. Auf dem Weg am Donnerstag nach Murun gab es auch viele neugierige Leute, die am Straßenrand standen und auf uns gewartet haben.

Hintergrund

Seit 2011 bestehen enge Kontakte zwischen Baruth und Murun. Gemeinsam haben die Städte, dass Holz zentraler Rohstoff für die örtliche Wirtschaft ist.

Baruth unterstützt Murun unter anderem bei Fragen der kommunalen Wasser- und Abwasserwirtschaft.

Die Drei-Rettungswagen-Tour startete am 16. Juli.

In dieser Tour-Serie erschienen:

Rettungswagen unterwegs in die Mongolei

Überholmanöver und Überraschungsmomente

Tag 3: Ankunft in Moskau

Tag 4: Konvoi in Richtung Kontinentalgrenze

Tag 5: Immer weiter in Richtung Ural

Tag 9: 6000 Kilometer sind geschafft

Tag 10: Motor streikt vor der längsten Etappe

Finale: Ankunft in Murun

Was genau passiert nun mit den Rettungsfahrzeugen und mit den Hilfsgütern?

Ilk: Zwei dieser Rettungswagen gehen an das Provinzkrankenhaus und unterstützen dort die Arbeit einer medizinischen Abteilung. Ein Auto geht in ein Jurtenviertel. Dort gibt es Praxen, die das Fahrzeug gut gebrauchen können.

Müssen Sie und Ihr Team nun ein langwieriges Protokoll absolvieren, oder können Sie jetzt erst einmal ausspannen?


Ilk: Es wird sicherlich noch einen Empfang beim Bürgermeister geben. Danach werden wir für einen Tag ausspannen können und fahren zum Huvsghul-See.

Über die Tagesberichte im Internet konnte man die Strapazen der Reise erahnen. Was war am Anstrengendsten? Welche brenzligen Situationen haben Sie während der Tour erlebt?


Ilk: Das Anstrengendste auf dieser Tour war bestimmt die Fahrt durch die russische Hauptstadt Moskau und insbesondere durch den Ural. Brenzlige Situation erlebten wir ein- bis zweimal bei Überholmanövern, um an den vielen Lkw vorbeizukommen. Denn ein Rettungswagen ist eben kein Rennwagen.

Ihr Blaulicht-Konvoi wurde des Öfteren von der Polizei angehalten. Was war das Problem und wie kamen Sie da wieder raus?

Ilk: Wir haben insgesamt acht- oder neunmal eine Polizeikontrolle erlebt, wobei ich sagen muss, dass die Polizisten eher neugierig waren. Sie haben uns meist höflich gefragt, wo wir herkommen und wo wir hin wollen. Die meisten haben auch einen Blick in die Rettungswagen geworfen. Alles in allem gab es keine Probleme mit der Polizei.

Drei deutsche Rettungswagen müssen doch aufgefallen sein wie bunte Hunde. Wie oft wurden Sie angesprochen?

Ilk: Wir haben unterwegs in der Tat bei jedem Stopp – egal ob beim Tanken oder beim Essen – nette Kontakte gehabt. Wir wurden oft angesprochen von den Leuten, die natürlich ebenfalls sehr neugierig waren und Details zu unserer Mission erfragt haben.

Sechs Männer hocken so weit entfernt, so lange und so eng aufeinander. Gab es dabei Probleme?

Ilk: Die Stimmung war durchweg gut. Ein Geheimrezept dafür ist zum Beispiel, dass diese Männer fast jeden Tag die Autos gewechselt haben, also nicht immer ein Team die ganze Zeit in einem Fahrzeug durchgefahren ist.

War die Tour Motivation genug, dass Sie so etwas erneut durchziehen würden?


Ilk: Die Motivation, solch eine Tour zu machen, ist immer noch da. Und vielleicht gibt’s ja auch noch in einigen Jahren eine Folgetour mit anderen Fahrzeugen. Auf jeden Fall besteht bei uns weiterhin großes Interesse, unsere Kollegen in Murun zu unterstützen.

Was haben Sie bei der Expedition gelernt?

Ilk: Gelernt haben wir aus dieser Tour, dass man sich noch so gut vorbereiten kann – am Ende fehlten doch wieder einige Unterlagen beziehungsweise Papiere und es musste improvisiert werden.

Wann werden Sie zurück in Baruth sein?

Ilk: Wir sind am 3. August wieder im Büro zurück mit vielen Eindrücken und der Gewissheit, dass wir einen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet haben.

Impression aus der Mongolei. Quelle: privat

Von Alexander Engels

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