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Teltow-Fläming Monte Cristo: Musiker mit Leib und Seele
Lokales Teltow-Fläming Monte Cristo: Musiker mit Leib und Seele
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14:10 21.07.2016
Gitarrist Thomas Dahms (l.) und Drummer Andreas Spranger. Quelle: Margrit Hahn
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Hennickendorf

Die Trebbiner Band Monte Cristo feiert am Sonnabend in „Kuckuk’s Scheune“ in Hennickendorf ihr Bühnenjubiläum. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten die Musiker 1986 in der Gaststätte Schmädicke in Blankensee. Die Gründungsmitglieder vor 30 Jahren waren Andreas Spranger, Thomas Dahms und Michael Kliesener. Alle drei verband die Liebe zur Musik.

Eigene Songs „Trabbi-Blues“ und „Sputnikfahrt“

Michael Kliesener und Thomas Dahms lernten Garten- und Landschaftsbau und musizierten während der Lehre. Thomas Dahms spielte Gitarre, Michael Kliesener Keyboard. Mit Andreas Spranger am Schlagzeug war das Ur-Trio komplett. Gemeinsam bastelten sie an eigenen Songs wie „Trabbi-Blues“ oder „Sputnikfahrt“.

Die nächsten Auftritte

Unter dem Motto „30 Jahre Rock vom Feinsten“ feiern „Tommy“ und „Andi“ das Bühnenjubiläum von Monte Cristo.

Gefeiert wird am 23. Juli ab 19 Uhr in „Kuckuk’s Scheune“ in Hennickendorf.

Zehn Bands treten auf. Dazu gehören „Rock Fire“, „Big Wheelz“, „Muckefuck“ und „Nutbush City“ aus Berlin sowie „Leifhaus“, „Andi und Friends“ und „Sixty Beats“ aus Potsdam und der Region.

Zu erleben sind auch Monte Cristo Pop mit Sängerin Juliane Strauß und Monte Cristo Rock mit Gunnar Lemcke.

Nach drei Jahren kam Gunnar Lemcke dazu, bei dem Michael Kliesener Keybordspielen gelernt hatte. Ursprünglich hatte er ja einen anderen Lehrer, doch der war so streng und bestand aufs Notenlernen, dass Michael Kliesener zu Gunnar Lemcke wechselte, der bei ihm mit Titeln von den Beatles wieder die Freunde an der Musik weckte.

1986 für Spielerlaubnis angemeldet

1986 meldeten sie sich an, um ihre Spielerlaubnis zu bekommen. Dafür mussten sie nach Luckenwalde ins Kreiskabinett für Kultur fahren. Als Kapellenleiter musste Andreas Spranger vorsprechen. Als erstes wurde er gefragt, wie die Band hieße. Erstaunlich: Darüber hatten sich die jungen Musiker noch keine Gedanken gemacht.

Spielerlaubnis von Andreas Spranger. Quelle: Margrit Hahn

„Ich bin dann raus zu den anderen und habe gefragt, wie wir uns nennen wollen“, erinnert er sich. Eine zündende Idee hatte keiner. Plötzlich fiel der Blick auf eine Zigarettenschachtel, auf der stand: Monte Cristo. „Wir fanden, der Name hat was“, sagt Thomas Dahms. So war die Band geboren. Im Laufe der Jahre wurden sie oft auf den Namen angesprochen. Viele vermuteten einen Bezug zum Roman „Der Graf von Monte Christo“.

Gemeinsame Zeit als Musiker und als Trucker

Thomas „Tommy“ Dahms und Andreas „Andi“ Spranger verbindet mehr als die Musik. Die beiden waren jahrelang als Trucker in der Welt unterwegs. Sie finden, dass sie wie ein altes Ehepaar sind: Einer kann sich auf den anderen verlassen und sie wissen genau, wie der andere tickt. Zum Bühnenjubiläum haben die Freunde jetzt alle alten Fotos und Unterlagen herausgekramt und werden die Sammlung am Sonnabend in Hennickendorf ausstellen.

Beim Betrachten der alten Bilder werden bei ihnen Erinnerungen wach. So fiel Andreas Spranger wieder ein, wie es bei seinem allerersten Auftritt war. „Damals wurde nach drei Titel immer eine Pause gemacht und das hieß: ein Bier und ein Schnaps für jeden Musiker. Ich war grade 14 Jahre alt und wollte natürlich mithalten. Am Ende war ich dann so besoffen, dass mich meine Mutter abholen musste.“

Auftritte mit den Puhdys und der Münchener Freiheit

Heute sind die Beiden nicht mehr mit ihren Lkws unterwegs, sondern leben von der Musik. Sie sind in zehn verschiedenen Bands vertreten und fast jedes Wochenende unterwegs. Sie spielen hier in der Region ebenso wie an der Ostseeküste. Sie sind mit den Puhdys, mit der Münchener Freiheit und mit Gunter Gabriel aufgetreten, haben für Turbine Potsdam und den ehemaligen Berliner Bürgermeister Eberhard Diepgen Musik gemacht.

Die 30 Jahre, da sind sie sich einig, sind viel zu schnell vergangen. Es waren schöne Jahre, die sie nicht missen möchte und sie sind froh, dass ihre Familie immer hinter ihnen standen. Kein Wunder, dass ihre Kinder und Enkelkinder genauso großen Gefallen an der Musik gefunden haben.

Von Margrit Hahn

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