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Teltow-Fläming Brand im Hochmoor: kein Ende in Sicht
Lokales Teltow-Fläming Brand im Hochmoor: kein Ende in Sicht
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17:39 21.09.2018
Brand zwischen Woltersdorf, Liebätz und Wiesenhagen Quelle: privat
Liebätz

Unverändert brennt es auf einer Hochmoorfläche in der Nähe vom Nuthe-Urstromtaler Orsteil Liebätz. Das Feuer hat sich seit Donnerstagnachmittag zwischen Woltersdorf, Liebätz und Wiesenhagen auf eine Fläche von rund fünf Hektar ausgeweitet. Anfangs brannten nur etwa 100 mal 100 Metern. Doch das Feuer breitete sich schnell in Richtung eines angrenzenden Waldgebietes und einer Bahntrasse aus.

Feuerwehr am Freitag weiter im Einsatz

Rund 50 Feuerwehrleute aus Nuthe-Urstromtal, Trebbin und Luckenwalde waren bis Donnerstagabend im Einsatz. Sie konnten das Feuer, wie Einsatzleiter Mathias Richter auf MAZ-Anfrage mitteilte, nach einigen Stunden unter Kontrolle bringen. Auch am Freitagvormittag waren noch 15 Feuerwehrleute vor Ort.Ein Polizeihubschrauber kam ebenfalls zum Einsatz, um aus der Luft den Einsatzkräften am Boden einen besseren Überblick über die Ausmaße des Feuers verschaffen zu können.

Brand auf munitionsbelasteten Flächen

Da sich das Feuer im Moor und Schilf ausbreitete hatte und sich dazu auf einer munitionsbelasteten Fläche befindet, gab es Probleme mit der endgültigen Bekämpfung. Nuthe-Urstromtals Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos) hatte den Kameraden am Donnerstag Getränke zum Einsatzort gebracht. „Löschen aus der Luft hätte geholfen und wäre sinnvoll gewesen, bevor der Brand größer wurde. Allerdings sind derartige Einsätze erst bei Großbränden möglich“, bedauert Scheddin. Er ist froh über die Unterstützung der anliegenden Agrarbetriebe, die mit Technik, Traktoren und Löschwasser bei der Brandbekämpfung geholfen haben.

Bahnstrecke und B101 verlaufen in der Nähe

Am Freitagmorgen wurde nach Feuerwehrangaben geprüft, ob die Rauchentwicklung den Verkehr beeinträchtigt. In der Nähe das Brandgebietes befinden sich eine Bundesstraße und eine Bahnstrecke. Das moorige Gebiet sorgte dafür, dass sich Einsatzfahrzeuge festgefahren haben. Solche katastrophalen Ausmaße wie im niedersächsischen Meppen werden aber nicht erwartet.

Forst senkt Waldbrandwarnstufe

Der Deutsche Wetterdienst warnte für Freitag vor einer hohen Wald- und Feldbrandgefahr in Berlin und Brandenburg. In 13 der 14 Landkreise - mit Ausnahme der Prignitz - gilt bislang die höchste Waldbrandwarnstufe 5. Für den Sonnabend hat die Landesforst sie aufgrund der erwarteten Regenfälle in Teltow-Fläming auf die niedrigste Stufe gesenkt: Waldbrandgefahrenstufe 1.

Wind facht Feuer an

Durch den Wind sind am Freitagnachmittag im Moor immer wieder kleinere Flammen im Untergrund hochgeschlagen. Der Einsatzleiter hofft auf Regen. Die Polizei nahm eine Strafanzeige wegen des Verdachtes der Brandstiftung auf. Die Kriminalpolizei ermittelt zu den Umständen des Brandes.

 

Von Margrit Hahn

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