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Motocross-Training in Jüterbog

Ex-Profi gibt Fahr-Tipps Motocross-Training in Jüterbog

Der ehemalige Motocross-Profi Marko Dorsch hat am Wochenende auf dem Geläde des Motorsportklubs Jüterbog ein Training gegeben. Es stand jedem offen, der seine Fähigkeiten auf der Enduro-Maschine verbessern will. Dabei wurden nicht nur spektakuläre Sprüngen geübt, sondern auch Tipps zur Technik erläutert.

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Ex-Profi Marko Dorsch (r.) trainierte am Wochenende Cross-Fahrer auf der Jüterboger Rennstrecke.

Quelle: Matthias Butsch

Jüterbog. Marco Dorsch hat unter den Cross-Rennfahrern einen klingenden Namen. Der 35-Jährige aus Widdern in Baden-Württemberg hat mit seinen Motorrädern hunderte Rennen bestritten und war um die Jahrtausendwende ein auch international erfolgreicher Motocross-Sportler. „Schluss war im Jahr 2006“, so erzählte er, „als nach einer Handgelenksfraktur das Weiterfahren unter Wettbewerbsbedingungen unmöglich war.“

Seitdem ist Marco Dorsch als „Wandertrainer“ in Deutschland unterwegs, um sein Wissen und Können in Sachen Motocross an junge Fahrer weiterzugeben. Und dieses Angebot wird sowohl von aktiven Fahrern, aber auch von Einsteigern gern angenommen. Auf die renommierte Rennstrecke am Neuheimer Weg bei Jüterbog waren am Wochenende mehr als 20 aktive Biker gekommen. Sie waren unter anderem aus Berlin, Leipzig, Zerbst, Eilenburg, Cottbus, Wittenberg und Potsdam angereist, um sich von Marco Dorsch beraten und trainieren zu lassen.

Auch steile Kurven mussten die Trainierenden absolvieren

Auch steile Kurven mussten die Trainierenden absolvieren.

Quelle: Matthias Butsch

Der Motorsportclub (MC) Jüterbog hatte zu diesem speziellen Trainingslager eingeladen. Philipp Zeidel aus Zerbst berichtete: „Wir stehen kurz vor der Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt und wollen uns hier von Marco Dorsch den letzten Schliff holen. Deshalb sind wir gleich mit fünf Fahrern unseres Clubs in Jüterbog dabei.“ Matthias Lochowski aus Berlin, der schon seit 22 Jahren Rennen fährt, meinte: „Für mich ist das wichtig. Man lernt nie aus und Marco Dorsch und die Jüterboger Rennstrecke sind zum Lernen bestens geeignet.“

Dass es die Strecke wirklich in sich hat, bestätigte Sven Möhle, Sport- und Rennleiter des MC Jüterbog: „Wir nennen sie auch die ,Mut-Strecke’, weil sie sehr schnell ist und insgesamt 22 mitunter sehr anspruchsvolle Sprunghügel hat. Der weiteste Sprung geht über 45 Meter. Da braucht es schon etwas Mut.“

Die Jüterboger Strecke lässt auch spektakuläre Sprünge zu

Die Jüterboger Strecke lässt auch spektakuläre Sprünge zu.

Quelle: Matthias Butsch

Weniger um Mut, als vielmehr um angewandtes Wissen und Können, um die richtige Einstellung der Rennmaschinen, um Fahr- und Sprungtechniken ging es beim Training am Wochenende. „Wir wollen hier nicht die schnellste Rundenzeit oder die weitesten Sprünge erzielen“, erläuterte Marco Dorsch, „sondern die Bewegungsabläufe und das Zusammenspiel des Fahrers mit seiner Maschine als Grundlage für ein sicheres und schnelles Fahren üben.“

Dem 22-jährigen Johannes Käber aus Berlin gefiel besonders, dass der Profi auch viele technische Hinweise zur richtigen Einstellung der Rennmaschinen gab. So verging am Sonnabend und Sonntag auch so manche Theorie-Stunde, ehe die Motorräder angeworfen und entsprechend der einzelnen Übungen eher etwas langsamer über die Piste und über die Sprunghügel gesteuert wurden.

Motocross für alle

Der Motorsportclub Jüterbog besteht seit 1959. Derzeit hat er 60 Mitglieder im Alter von zehn bis über 70 Jahren, wovon 45 aktive Fahrer sind.

Die kurvenreiche Rennstrecke ist 1750 Meter lang und bietet den Fahrern Gelegenheit zu elf großen und zehn kleineren Sprüngen. Auf einer separaten Strecke können sich auch Kinder unter Anleitung im Cross-Fahren üben.

Üben und trainieren kann auf der Rennstrecke in Jüterbog jedermann. Von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr steht sie allen interessierten Motorsport-Freunden offen – natürlich nach den vom Club aufgestellten Regeln und gegen eine Gebühr.

Nächstes sportliches Großereignis auf der Rennstrecke des MC Jüterbog sind die Landesmeisterschaften Berlin-Brandenburg am 3. Juli.

Großes Augenmerk schenkten Marco Dorsch und sein Co-Trainer Andreas Retter der Haltung der Fahrer auf den Motorrädern. Das gekonnte Stabilisieren der Maschine über die Muskulatur des Fahrers oder die ständigen Gewichtsverlagerungen zur optimalen Balance von „Ross und Reiter“ seien wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg. Die beiden Trainer beobachteten jeden einzelnen Fahrer bei seinen Runden auf der für das Training gut hergerichteten Rennstrecke und gaben anschließend ausführlichen Rat und hilfreiche Hinweise.

Von Matthias Butsch

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