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Teltow-Fläming Müllgebühren beim SBAZV bleiben stabil
Lokales Teltow-Fläming Müllgebühren beim SBAZV bleiben stabil
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00:18 23.12.2017
SBAZV-Chef Lutz-Rainer Pätzold (Mitte) am Ludwigsfelder Firmensitz des Abfallverbandes in der Papier-Umschlaghalle mit den Müllwerkern Heiko Benker (l.) und Marko Schnee. Quelle: Fotos: Abromeit
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Ludwigsfelde

Die seit mehr als 20 Jahren in der Region geltenden Abfallgebühren für Hausmüll werden auch jetzt nicht erhöht  – das steht mit den jüngsten Beschlüssen der Verbandsversammlung des Südbrandenburgischen Abfallzweckverbandes (SBAZV) fest. Lediglich für Laubsäcke müssen ab kommendem Jahr mit 1,65 Euro pro Stück 20 Cent mehr bezahlt werden als bisher. Gebühren-Anpassungen gibt es auf den Recyclinghöfen in Ludwigsfelde, Luckenwalde und Niederlehme. Dort müssen Gewerbetreibende für die Entsorgung von Bauschutt, Teerpappe oder Asbest mehr bezahlen. Eine weitere Neuerung: Privatkunden können jetzt bei Grünschnitt auch kleinere Mengen statt eines kompletten Kubikmeters zum Festpreis abliefern.

Drittgünstigste Gebühren in Brandenburg

„Aber auch mit diesen Anpassungen gehören wir landesweit immer noch zur Spitzengruppe, wenn man die Entsorgungskosten pro Einwohner rechnet“, sagt SBAZV-Verbandsvorsteher Lutz-Rainer Pätzold. Nach seinen Worten biete der hiesige Entsorgungsträger damit die drittgünstigsten Gebühren Brandenburgs. Zum Verbandsgebiet gehören der Kreis Teltow-Fläming und der Altkreis Königs Wusterhausen.

Sieben neue Entsorgungsfahrzeuge

Das zu Ende gehende Jahr werde der Verband wieder kostendeckend abschließen, erklärt Pätzold. 2018 braucht der SBAZV mit bisher 153 Beschäftigten sieben Arbeitskräfte mehr, um die bei steigender Einwohnerzahl im südlichen Berliner Umland wachsenden Müllmengen zu bewältigen. Außerdem will der Zweckverband im kommenden Jahr 2,8 Millionen Euro investieren. Dafür sollen sieben neue Entsorgungsfahrzeuge und ein Bagger gekauft werden. Die restlichen 200 000 Euro sind für neue Container und Behälter sowie im EDV-Bereich eingeplant. Insgesamt sollen Umsatzerlöse 2018 gegenüber diesem Jahr um 1,2 Millionen Euro auf 21,8 Millionen steigen. Entsprechend höher werden die Ausgaben.

Höhere Kosten

Der SBAZV hatte neue Verträge für die mit Jahresende auslaufenden bisherigen abzuschließen, sagt der Verbandschef. Und erläutert: „Entsorgungskosten für Hausmüll steigen zum Beispiel von bisher 80 Euro je Tonne auf 86, bei Sperrmüll von 85 Euro je Tonne auf 98.“ Hinzu kämen steigende Personalkosten für die neuen Beschäftigten und noch auszuhandelnde höhere Tarife. „Das allein wird nächstes Jahr eine halbe Million Euro ausmachen“, so Pätzold.

Steigende Einwohnerzahlen

Zu den Hintergründen erklärt er: „Wegen der seit Jahren anhaltenden Konjunktur und dem damit verbundenen Konsum auf hohem Niveau muss die gesamte Branche deutschlandweit größere Abfallmengen bewältigen.“ Vorhandene Entsorgungskapazitäten sind ausgelastet. „Damit steigen die Preise und wir müssen bezahlen, da kommen wir nicht drumherum“, so Pätzold. Zusätzlich steigt Einwohnerzahl. Allein die letzte offizielle Bundesstatistik zum 30.September 2016 bedeutet für das SBAZV-Gebiet gegenüber Ende 2015 ein Plus von 2300 Einwohnern - 1042 in Teltow-Fläming, 1258 mehr im Altkreis Königs Wusterhausen. „Das heißt, wir sind insgesamt inzwischen bei locker 288 000Einwohnern, weil dieser Trend ja 2017 keineswegs nachgelassen hat“, so Pätzold. „Wir können uns langsam auf 300 000 Menschen orientieren, deren Müll zu entsorgen ist.“ Mit immer neuen Privatgrundstücken steigt auch der Grünschnitt. Für den SBAZV hat sich diese Menge von 2016 zu 2017 von 3000 auf 6000 Tonnen verdoppelt. Etwa ein Jahr zuvor hatte die Steigerung noch bei 400 Tonnen gelegen, beim Hausmüll lag die Steigerung vom 30. November 2016 zum 30. November 2017 bei 1060 Tonnen auf knapp 55 000.

Von Jutta Abromeit

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