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Teltow-Fläming Mülllager in Jänickendorf soll bis 2020 beseitigt sein
Lokales Teltow-Fläming Mülllager in Jänickendorf soll bis 2020 beseitigt sein
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00:22 09.11.2018
Seit Montag tut sich was auf der illegalen Müllhalde in Jänickendorf. Quelle: Margrit Hahn
Jänickendorf

Müll, wohin das Auge reicht – doch das soll sich ändern. Seit Montag ist die Schatz Umwelt GmbH in Jänickendorf am ehemaligen Bahnhof zugange, um mit der Entsorgung zu beginnen. Als erstes wurde ein Teil der Asbestabfälle entsorgt. Am Dienstag sortierten die Mitarbeiter des Brückener Umweltunternehmens Altreifen und fuhren und einen alten Metallcontainer ab.

2021 soll beräumt sein

Auf dem Gelände des ehemaligen Düngemittellagers beziehungsweise der Firma AIKON Recycling GmbH in Jänickendorf in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal wurden von 1994 bis 2004 gemischte Bau- und Abbruchabfälle, Sperrmüll und Bauschutt sowie Bodenaushub illegal gelagert. Jetzt hat mit der Beseitigung der gefährlichen Abfälle die Sanierung des Altlagers begonnen, dessen Beräumung 2021 abgeschlossen sein soll.

28.000 Tonnen Müll

Wie die Pressestelle des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft mitteilt, umfasst das Gelände der ehemaligen Sortieranlage eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern. Die Gesamtmenge der dort liegenden Abfälle beträgt nach ersten Schätzungen rund 28.000 Tonnen. Aufgrund von Untersuchungen des Standorts ist bekannt, dass keine Gefährdung durch die Abfälle auf die Schutzgüter Wasser, Boden und Luft sowie für Menschen besteht.

Asbestabfälle müssen zuerst weg

Alle dort lagernden Abfälle sollten ursprünglich behandelt und verwertet werden, was aufgrund der Insolvenz der Firma AIKON nicht erfolgte. Die ehemalige Lagerhalle mit Abfällen wurde bei einem Brand im Januar 2012 teilweise zerstört. Elf Ortswehren waren damals insgesamt 36 Stunden vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Die Brandabfälle liegen mit Sand abgedeckt nach wie vor in der Halle. Am Standort lagern auch etwa 15 Kubikmeter Asbestabfälle, deren Entsorgung nunmehr als zwingend geboten eingestuft wurde. Mit der jetzt begonnenen Entsorgung der gefährlichen Abfälle wird ein erster Schritt getan.

Unternehmen werden nicht belangt

Die Planung des Landesamts für Umwelt sieht eine endgültige Beräumung des illegalen Abfalllagers in den Jahren 2019 und 2020 vor. Insgesamt sehen erste Kostenschätzungen für die gesamte Beräumung rund 3,2 Millionen Euro vor. Ab 2021 soll das Grundstück einer neuen Verwendung zugeführt werden. Die ehemaligen Betreiberfirmen haben sich erfolgreich aus der Affäre gezogen. Die Unternehmen existieren nicht mehr und den Verantwortlichen war juristisch nie beizukommen.

Die Sanierung von illegalen Abfalllagern, die ehemals über eine Genehmigung gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz verfügten, fällt in die Zuständigkeit des Landesamts für Umwelt. Alle anderen illegalen Abfalllager fallen in die Zuständigkeit der unteren Abfallwirtschaftsbehörden oder des Landesamts für Bergbau, Geologie und Rohstoffe.

Schandfleck beseitigen

Nuthe-Urstromtals Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos) ist froh, dass endlich etwas unternommen wird. Auch, wenn die Hoheit beim Land liegt, hatte die Gemeinde doch immer wieder nachgehakt und gefordert, dass dieser Schandfleck beseitigt wird. Im kommenden Jahr sollen die ungefährlichen Abfälle beseitigt werden. Scheddin hofft, dass auch die Gebäude abgerissen werden können. Die Jänickendorfer warten seit Jahrzehnten darauf, dass endlich etwas unternommen wird.

Ortsvorsteherin Sylvia Ziehe (SPD) wünscht sich seit Jahren, dass die Dreckecke endlich verschwindet. „Das war ein Unfallrisiko, denn Kinder nutzen das Gelände als Spielplatz. Zudem kam immer mehr Müll hinzu und es hat sich Ungeziefer angesammelt“, so Sylvia Ziehe.

Von Margrit Hahn

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