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Teltow-Fläming Musik, inspiriert vom Sonnensystem
Lokales Teltow-Fläming Musik, inspiriert vom Sonnensystem
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19:12 04.01.2018
Neujahrskonzert von World Brass in der Dreifalitgkeitskirche Zossen Quelle: Gudrun Ott
Zossen

Elf Musiker, allesamt Solobläser in renommierten Orchestern aus verschiedensten Ländern, gastierten am Mittwochabend in der Zossener Dreifaltigkeitskirche. Es war das 23. Konzert von „World Brass“ – und die Kirche war beinahe bis auf den letzten Platz besetzt. Unter der Überschrift „Inspiration Space“ führte die musikalische Reise diesmal ins Sonnensystem. Superintendentin Katharina Furian begrüßte die Musiker, Besucher sowie die Honoratioren von Stadt und Kirchengemeinde. Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber hatte extra ihren Urlaub unterbrochen, um sich das Konzert nicht entgehen zu lassen.

Glückliche Gewinnerin

Der Klausdorferin Gisela Burda war das Glück hold. Sie hatte bei der MAZ zwei Karten fürs Konzert gewonnen. „Ich freue mich riesig“, sagte die 77-Jährige. Sie sang früher im Sperenberger Schulchor und hat sich ihr Faible für klassische Musik bewahrt. Lambert Blum aus Rangsdorf schätzt die hohe Qualität des Blechbläserensembles, er gehört zu den Besuchern, die regelmäßig zum Neujahrskonzert kommen.

Neujahrskonzert von World Brass in der Dreifalitgkeitskirche Zossen Quelle: Gudrun Ott

Durch das Programm führte auch in diesem Jahr mit viel Charme der Posaunist Shawn Grocott aus Kanada. „1977 wurde mit der Raumsonde Voyager eine goldene Schallplatte samt Gebrauchsanweisung und Grußwörtern in 55 verschiedenen Sprachen ins All geschickt“, erzählte Grocott. „Wir versuchen, außerirdischen Lebensformen eine Auswahl bedeutender Werke der menschlichen Kultur nahezubringen in der Hoffnung, dass intelligente Wesen sie empfangen und Kontakt zur Erde aufnehmen“.

Inspiration aus Venedig

Das erste Stück, welches die Musiker spielten, war ein Werk von Giovanni Gabrieli (1555 bis 1612), eine Komposition seiner mehrchörigen Werke für Blechbläser. Der italienische Komponist ließ sich von der imposanten Architektur der venezianischen Basilika St. Marcus anregen. Shawn Grocott leitete über zu Hakon Berge, einem norwegischen zeitgenössischen Komponisten. In Norwegen sei man vielleicht den Sternen näher, meinte Grocott. „Response“, lautet Titel des 1954 geborenen Norwegers, der bereits 1991 durch „Gagarin – eine Weltraumoper“ von sich reden machte. „Response“ versteht sich als Antwort auf außerirdisches Leben.

Seltsamer Titel

In ihrer humorvollen Art servierten die Musiker Bekanntes und weniger Bekanntes, darunter Stücke von Bach, Stravinsky, Beethoven und Chuck Berry. Als Zwischenstück spielte Kantor Benjamin Petereit auf der Orgel den Huldigungsmarsch von Edvard Grieg. Von Bachs „Musikalischem Opfer“ ließ sich der Niederländer Bart de Vrees inspirieren. Mit der Raumklangkonzeption „IKNWWHTYVDN“ von de Vrees setzte sich schließlich die Idee Gabrielis fort. Den rätselhaften Titel der geheimnisvollen Komposition offenbarte schließlich Shawn Grocott. „Ich weiß, was du getan hast“, lautet die Übersetzung.

Abschied mit „Kalinka“

Mit „The Planets“ dem Kriegsbringer Mars, dem Geflügelten Boten Merkur und Jupiter, dem Überbringer der Fröhlichkeit von Gustav Holst (1874-1934) endete der offizielle Teil des Konzertes, aber ohne Zugaben ließ das Publikum die Musiker nicht ziehen. „Es ist ja nicht so, dass wir nichts Zusätzliches hätten“, sagte Grocott lächelnd. Traditionell verabschiedeten sich die Musiker mit dem russischen Volkslied „Kalinka“. Und sie gaben das Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen.

Von Gudrun Ott

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