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Musikalische Zeitreise

Benefizkonzert in Gadsdorf Musikalische Zeitreise

Mit Liedern aus den 30er und 40er Jahren sowie Operettenmelodien ist die Sängerin Ute Beckert am Sonnabend in Gadsdorf aufgetreten. Das Konzert war eine Benefizveranstaltung für den Kinder- und Jugendförderverein.

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Sängerin Ute Beckert mit Bajan-Spieler Maxim Shagaev.

Quelle: Ott

Gadsdorf. Wer am Sonnabend zum Benefizkonzert in der Braconia- Halle war, vergaß schnell die Tristesse des grauen Herbsttages. Denn mit musikalischen Leckerbissen aus den 30er und 40er Jahren, mit Operettenmelodien, Klängen aus dem alten Russland und den Karpaten verzauberten drei außerordentliche Künstler das Publikum. Die Sängerin und Schauspielerin Ute Beckert kennt man hierzulande unter anderem von ihren Aufritten in der Staatsoperette Dresden, in der Musikakademie Rheinsberg oder aus dem Festspielhaus Baden-Baden. Aber auch in Österreich, Italien und den USA feierte sie Erfolge.

In Gadsdorf führte sie mit dem Lied von Bully Buhlan „Mein Herz, das ist ein Grammophon“ zurück in die Zeit der Schellackplatten, ließ Marlene Dietrich mit „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ auferstehen. Beckerts schauspielerischen Talente blitzten auf bei Liedern wie „Ach Egon, ich hab ja nur aus Liebe zu dir, aus lauter Liebe zu dir, ein Glas zu viel getrunken“. Im Publikum wurde mitgesungen und mitgeklatscht.

Wie Andrej Ur den Bogen über seine Violine tanzen ließ, auch das muss man erlebt haben. Nicht umsonst wird der gebürtige Ungar als Teufelsgeiger bezeichnet. Ob Czardasz oder emotionsgeladene Musik aus Bergdörfern der Karpaten, die Zuhörer in Gadsdorf zeigten sich hingerissen. Ein musikalisches Meisterstück war der Zwist zweier Vögel, vorgeführt vom Violinisten und dem hochtalentierten Bajan-Spieler Maxim Shagaev. Shagaev ließ sein Instrument wie eine Kirchenorgel klingen, machte mit ihm Geräusche wie ein Flugzeug oder die Transsibirische Eisenbahn. Das Bajan ist eine osteuropäische Form des Knopfakkordeons.

„Wenn ich mir was wünschen dürfte“, sagte eine Besucherin, „wünschte ich mir noch viele so schöne Konzerte in der Braconia- Halle.“ Kennengelernt hatte Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) die Künstler beim Auftakt der Seniorenwoche des Landes und war gleich begeistert. „Die Idee, die drei Musiker für das Benefizkonzert zu verpflichten, kam vom Bürgermeister“, sagte Ivonne Kollek-Komlacz, Vorsitzende des Kinder- und Jugendfördervereins Mellensee.

Schatzmeisterin Andrea Junge fügte an, dass man mit dem Erlös die Kita Sperenberg unterstützen werde. „Noch fehlen an die 5000 Euro für den Naturkletterwald.“ Der Naturkletterwald ist ein Projekt, welches der Verein aktuell unterstützt. Sportklettergeräte habe man schon angeschafft. Ebenso ein Sportklettergerät für die Saalower Kita. Eingeführt hatte der Verein das Konzert anstatt eines jährlichen Herbstballs.

Von Gudrun Ott

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