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Musiker mit Leib und Seele

Jubiläum von Gisbert Schulze in Woltersdorf Musiker mit Leib und Seele

Seit 55 Jahren haut Gisbert Schulze nicht nur auf die Pauke, sondern spielt diverse Instrumente. Zu seinem 70. Geburtstag schaut er zurück auf sein musikalisches Schaffen. Schon mit fünf Jahren spielte Schulze Akkordeon und Klavier.

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Gisbert Schulze (M.)mit seiner Blaskapelle .

Quelle: privat

Woltersdorf. Gisbert Schulze feiert am 1. Oktober seinen 70. Geburtstag. Doch das ist nicht der einzige Grund zum Feiern. Seit 55 Jahren steht der Vollblutmusiker auf der Bühne.

Schon mit fünf Jahren spielte Schulze vor allem auf Wunsch der Eltern Akkordeon und Klavier. Mit 13 erhielt er Saxofon- und Klarinettenunterricht. Als er 1960 eine Freundin in Nunsdorf besuchte, fand er mehr Gefallen an der Musik ihres Bruders als an ihr. An diesem Tag gründete sich eine Band, in der Gisbert Schulze der Schlagzeuger wurde. Im selben Jahr, zum Jahrestag der Republik, traten sie erstmals auf.

Gisbert Schulze stöbert in Erinnerungskisten

Gisbert Schulze stöbert in Erinnerungskisten.

Quelle: Margrit Hahn

Wenige Monate später erfolgte die Einstufung der neuen Gruppe im Ludwigsfelder Klubhaus. Das war die staatliche Erlaubnis, öffentlich Musik zu machen. Seitdem ging für den gelernten Dachdecker, der sich später zum Meister qualifizierte, nichts mehr ohne Musik. Während der Armeezeit leitete er das Tanzorchester in Parchim und kehrte danach wieder an seinen Geburtsort Trebbin zurück.

Er gründete die Band „Caros“ und später das Modern-Swingtett, mit dem er 16 Jahre lang auftrat. 1974 wurde er Leiter des Luckenwalder Stadttheaters sowie des Kreiskulturhauses und arbeitete im Kreiskabinett für Kulturarbeit. „Ich war nicht in der Partei und wollte auch nicht Mitglied werden und so kam das Aus als Leiter fürs Stadttheater und des Kreiskulturhauses“, sagt der 70-Jährige.

Und so arbeitete er wieder als Dachdecker. Der Musik blieb er treu. Nach der Wende beantragte er ein Gewerbe und gründete eine Konzertagentur, um Veranstaltungen zu organisieren und Künstler zu vermitteln. Später meldete er sein zweites Gewerbe, „Schank- und Speisewirtschaft“, an.

Seine Erinnerungen aus 55 Jahren im Musikgeschäft bewahrt er in zwei Kisten auf. Er hat alles aufgehoben, seine prall gefüllten Terminkalender, Kassenbücher, die Spielerlaubnis, die man früher dabeihaben musste, wie heute den Führerschein, sowie alle Anzeigen in der Zeitung, wenn er als Alleinunterhalter oder mit Orchester auftrat. Schulze ist überall in der Region bekannt. Wenn er an seinem Kiosk in Gottow Eisbein oder Erbsensuppe anbietet, könnte er die Gäste stundenlang unterhalten. Es gibt so viel, was der zweifache Vater, vierfache Opa und Uropa eines Urenkels erlebt hat – als Musiker, als Weihnachtsmann und Osterhase und auch sonst.

Von Margrit Hahn

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