Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Musikschüler mit Krummhorn und Dudelsack
Lokales Teltow-Fläming Musikschüler mit Krummhorn und Dudelsack
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 23.02.2016
Eine krumme Sache ist ein Krummhorn auf jeden Fall. Wer es spielen will, braucht, wie für den Dudelsack, viel Puste. Quelle: Uwe Klemens
Anzeige
Jüterbog

Es muss nicht immer Rock oder Hip-Hop sein, um junge Leute für Musik zu begeistern. Auch Klänge aus der Renaissance kommen bei jungen Musikern und Zuhörern gleichermaßen gut an – das beweist ein noch junges Instrumental-Ensemble der Kreismusikschule in Jüterbog.

Dirigent: „Geht ab wie eine Rakete“

„Die Geschichte geht ab wie eine Rakete“, beschreibt Dirigent und Ensembleleiter Vladimir Ivachkovets die Orchester-Entwicklung begeistert, „dass wir das Ganze so schnell zum Laufen bringen, hat niemand für möglich gehalten.“ Gerade mal drei Monate hatten die 20 Musiker bis zum ersten Auftritt Zeit. Eine große Herausforderung für jedes Laienorchester. Das galt in diesem Fall besonders, weil eine Reihe neuer Instrumente mit ins Spiel kam.

Neu heißt in diesem Fall alt, denn historische Instrumente wie Krummhörner, Dudelsack und Drehleier gab es bislang an der Jüterboger Musikschule noch nie. Auch wenn sie die Vorläufer heute gebräuchlicher Instrumente sind, erfordert ihre Handhabung fast noch mehr Können, wie Ivachkovets erläutert. Das Krummhorn beispielsweise, das wie eine am Ende gebogene Blockflöte anmutet und nur über eine Oktave verfügt, erfordert von seinem Spieler wesentlich mehr Puste. „Es war wie ein Blitz auf den Holzkopf“, beschreibt Vladimir Ivachkovets den Moment, als ihm die Idee zu einem Renaissance-Ensembles kam.

Anfänge vor 15 Jahren

15 Jahre ist es her, dass er und sein Musiklehrer-Kollege Detlef Schinkel aus eigenem Interesse begannen, sich mit mittelalterlicher Musik zu befassen. Zwei Jahre lang waren sie Mitglied bei den Bad Schmiedeberger Spielleuten und lernten das Musizieren auf so exotischen Instrumenten wie Rauschpfeife und Dudelsack.

Vladimir Ivachkovets gibt Anleitungen an seine Schüler. Quelle: Uwe Klemens

Da sich das musikschuleigene Ensemble unter dem Namen „Soundkids Family“ von je her bemüht, alle paar Jahre eine neue, musikalische Farbe ins Spiel zu bringen und deshalb immer auf Ideensuche ist, kamen Ivachkovets und Schinkel nun auf die Idee mit dem Renaissance-Ensemble. Der Erfolg der ersten beiden Auftritte verleiht der Probenarbeit Flügel.

Landrätin war sofort begeistert

Voller Stolz zeigt Vladimir Ivachkovets das Dankesschreiben von Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Sie engagierte die Musiker nach der Weihnachtsgala gleich für den Neujahrsempfang des Kreises. „Die Resonanz im Publikum war überwältigend und hat gezeigt, dass Renaissance-Musik gut angenommen wird“, sagt der Dirigent.

Als Ruhekissen empfinden er und seine Musiker die Vorschusslorbeeren nicht. Jeden Donnerstag trifft sich das Ensemble im kleinen Konzertsaal der Musikschule zur Gesamtprobe. Mit einer Mischung aus Strenge und Humor hält der gebürtige Weißrusse, der seit 1998 an der Jüterboger Musikschule arbeitet, die Fäden in seiner Hand.

Nächster Auftritt beim Luckenwalder Stadtjubiläum

„Bis zum 5. März haben wir nicht mehr viel Zeit“, spornte er bei der Probe am Donnerstag immer wieder zum konzentrierten Arbeiten an. Bei der offiziellen Feier zum Luckenwalder Stadtjubiläum wollen die Soundkids zeigen, was in ihnen steckt. Die Kostüme werden bis dahin zwar noch nicht fertig sein, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Spätestens im Sommer will das Ensemble passend zu seiner Musik gekleidet sein.

Von Uwe Klemens

Teltow-Fläming Mahlow-Dorf soll umgestaltet werden - Mal den Lenné spielen

Vom Bauboom der vergangenen Jahre war im Mahlower Dorf wenig zu spüren. Nun soll dort ein riesiges Gebiet für Natur, Freizeit und Erholung entstehen. Mehrere Dutzend Mahlower waren am Donnerstag gekommen, um ihre Ideen einzubringen. Das war erst der Anfang eines langwierigen Prozesses.

23.02.2016
Dahme-Spreewald Erklärungen zum Scheitern des BER-Volksbegehrens - Frustration und fehlender Aktivismus

Resignation und Frust – nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch unter den Initiatoren sind Gründe für das Scheitern des Volksbegehrens gegen eine dritte Start- und Landebahn am BER. Darüber sind sich die Unterstützer der Kampagne weitgehend einig. Um sie noch zu verhindern, hat Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher einen außergewöhnlichen Vorschlag.

23.02.2016
Polizei Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 19. Februar - Streit unter Schülern eskaliert

Drei 14-jährige Schüler haben sich an einer Oberschule in Luckenwalde heftig gestritten. Dabei wurde ein Schüler am Kopf verletzt. Ein deutscher Schüler soll einem syrischen Mitschüler den Zutritt in die Schule verwehrt haben. Daraufhin kam es dann zu einer Rangelei zwischen den beiden. Ein anderer Schüler aus Rumänien mischte sich zudem auch noch in den Streit ein.

19.02.2016
Anzeige