Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Musikschüler mit Krummhorn und Dudelsack

Ausflug in die Renaissance Musikschüler mit Krummhorn und Dudelsack

Musizieren macht Spaß, das wissen nicht nur heutige Musikschüler. Denn die Melodien aus der Zeit der Renaissance sind voller Schwung und dürften den Musikern und ihren Zuhörern auch damals schon Freude bereitet haben. Nun gibt es an der Jüterboger Musikschule sogar ein eigenes Renaissance-Ensemble. Die ersten Auftritte waren bereits ein Erfolg.

Voriger Artikel
Streit unter Schülern eskaliert
Nächster Artikel
Flüchtlingshilfe in den Startlöchern

Eine krumme Sache ist ein Krummhorn auf jeden Fall. Wer es spielen will, braucht, wie für den Dudelsack, viel Puste.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Es muss nicht immer Rock oder Hip-Hop sein, um junge Leute für Musik zu begeistern. Auch Klänge aus der Renaissance kommen bei jungen Musikern und Zuhörern gleichermaßen gut an – das beweist ein noch junges Instrumental-Ensemble der Kreismusikschule in Jüterbog.

Dirigent: „Geht ab wie eine Rakete“

„Die Geschichte geht ab wie eine Rakete“, beschreibt Dirigent und Ensembleleiter Vladimir Ivachkovets die Orchester-Entwicklung begeistert, „dass wir das Ganze so schnell zum Laufen bringen, hat niemand für möglich gehalten.“ Gerade mal drei Monate hatten die 20 Musiker bis zum ersten Auftritt Zeit. Eine große Herausforderung für jedes Laienorchester. Das galt in diesem Fall besonders, weil eine Reihe neuer Instrumente mit ins Spiel kam.

Neu heißt in diesem Fall alt, denn historische Instrumente wie Krummhörner, Dudelsack und Drehleier gab es bislang an der Jüterboger Musikschule noch nie. Auch wenn sie die Vorläufer heute gebräuchlicher Instrumente sind, erfordert ihre Handhabung fast noch mehr Können, wie Ivachkovets erläutert. Das Krummhorn beispielsweise, das wie eine am Ende gebogene Blockflöte anmutet und nur über eine Oktave verfügt, erfordert von seinem Spieler wesentlich mehr Puste. „Es war wie ein Blitz auf den Holzkopf“, beschreibt Vladimir Ivachkovets den Moment, als ihm die Idee zu einem Renaissance-Ensembles kam.

Anfänge vor 15 Jahren

15 Jahre ist es her, dass er und sein Musiklehrer-Kollege Detlef Schinkel aus eigenem Interesse begannen, sich mit mittelalterlicher Musik zu befassen. Zwei Jahre lang waren sie Mitglied bei den Bad Schmiedeberger Spielleuten und lernten das Musizieren auf so exotischen Instrumenten wie Rauschpfeife und Dudelsack.

Vladimir Ivachkovets gibt Anleitungen an seine Schüler

Vladimir Ivachkovets gibt Anleitungen an seine Schüler.

Quelle: Uwe Klemens

Da sich das musikschuleigene Ensemble unter dem Namen „Soundkids Family“ von je her bemüht, alle paar Jahre eine neue, musikalische Farbe ins Spiel zu bringen und deshalb immer auf Ideensuche ist, kamen Ivachkovets und Schinkel nun auf die Idee mit dem Renaissance-Ensemble. Der Erfolg der ersten beiden Auftritte verleiht der Probenarbeit Flügel.

Landrätin war sofort begeistert

Voller Stolz zeigt Vladimir Ivachkovets das Dankesschreiben von Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Sie engagierte die Musiker nach der Weihnachtsgala gleich für den Neujahrsempfang des Kreises. „Die Resonanz im Publikum war überwältigend und hat gezeigt, dass Renaissance-Musik gut angenommen wird“, sagt der Dirigent.

Als Ruhekissen empfinden er und seine Musiker die Vorschusslorbeeren nicht. Jeden Donnerstag trifft sich das Ensemble im kleinen Konzertsaal der Musikschule zur Gesamtprobe. Mit einer Mischung aus Strenge und Humor hält der gebürtige Weißrusse, der seit 1998 an der Jüterboger Musikschule arbeitet, die Fäden in seiner Hand.

Nächster Auftritt beim Luckenwalder Stadtjubiläum

„Bis zum 5. März haben wir nicht mehr viel Zeit“, spornte er bei der Probe am Donnerstag immer wieder zum konzentrierten Arbeiten an. Bei der offiziellen Feier zum Luckenwalder Stadtjubiläum wollen die Soundkids zeigen, was in ihnen steckt. Die Kostüme werden bis dahin zwar noch nicht fertig sein, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Spätestens im Sommer will das Ensemble passend zu seiner Musik gekleidet sein.

Von Uwe Klemens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg