Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Mysteriöser Tod einer Mutterstute: War es ein Tierquäler?
Lokales Teltow-Fläming Mysteriöser Tod einer Mutterstute: War es ein Tierquäler?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:31 26.08.2016
Das Fohlen Silver Moon hat überlebt. Quelle: privat
Anzeige
Horstfelde

Tanja Fütings und das Fohlen Silver Moon trösten sich gegenseitig. Beide sind über den Tod von Mojita tief erschüttert. Schwer verletzt fand Fütings die 12-jährige Mutterstute auf der eingezäunten Koppel hinter ihrem Horstfelder Hof. Mojita konnte nur noch auf drei Beinen stehen. Um das Pferd von seinen Qualen zu erlösen, wurde es von der Mückendorfer Tierärztin Katrin Fechner eingeschläfert. Nun sucht Fütings mit Aushängen in Zossen und Horstfelde nach dem vermeintlichen Tierquäler. Für Hinweise hat sie eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt.

„Das war Tierquälerei mit Todesfolge“, so Fütings. Der tragische Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht vom 16. zum 17. August. Als Tanja Fütings ihre kleine Therapiepferde-Herde – drei Stuten, ein Wallach, ein Fohlen – füttern wollte, lag Mojita blutüberströmt auf dem Boden. Der Hintermittelfußknochen (Röhrbein) war unterhalb des Knies durchtrennt worden und hing, nur noch von der Haut gehalten, herunter.

Wegen dieser Verletzung musste Mojita eingeschläfert werden. Quelle: Privat

Tierärzten, denen Fotos der Verletzung vorliegen, kommen zu dem Schluss das diese nicht durch einen Unfall entstanden sein kann.

Röhrbein ist ein massiver Knochen

„Das war ein brutaler Akt menschlicher Gewalt“, sagt Fütings. Schließlich habe das Röhrbein einen Durchmesser von fünf Zentimetern. „Das ist ein massiver Knochen, den man auch mit einer Eisenstange nicht zerschlagen kann.“ Vermutlich sei Mojita mit einem angespitzten, scharfen Gegenstand verletzt worden. Dass der Wallach oder die beiden Stuten die rund 10.000 Euro teure Quarterhouse-Stute Mojita verletzt haben könnten, schließt Tanja Fütings aus. Deshalb erstattete sie Anzeige bei der Polizei in Zossen.

Tanja Fütings ist froh darüber, dass es dem Fohlen Silver Moon nach dem Tod seiner Mutter Mojita allmählich wieder besser geht Quelle: Frank Pechhold

Die Ermittler dürften es schwer haben. Mojitas Kadaver wurde bereits entsorgt. Eingetrocknete Blutspritzer an einer Holzwand zeugen noch von dem Unglück. „An dieser Holzwand stehen die Pferde immer in den Morgenstunden und dösen“, sagt Tanja Fütings. Außerdem belegen Fotos die todbringende Wunde. „Die Fotos liegen uns vor“, so Polizeisprecher Axel Schugardt. Die Kripo habe die Ermittlungen übernommen und werde als nächstes die Geschädigte nochmals als Zeugin vernehmen. An Spekulationen beteilige man sich nicht.

Wallach, zwei Stute und das Fohlen haben überlebt

Glücklicherweise haben der Wallach, die beiden Stuten und Mojitas zwei Monate altes Fohlen Silver Moon das vermeintliche Massaker überlebt. „Silver Moon ist jetzt Waise und wird von mir mit der Flasche großgezogen“, sagt Fütings. Leider spiele und galoppiere das Fohlen nicht mehr. Aber eine Stute aus der kleinen Herde habe sich seiner angenommen.

„Dass die verletzte Stute eingeschläfert werden musste, finde ich ganz schlimm“, sagt der Horstfelder Ortsvorsteher Matthias Juricke (Plan B). „Für mich ist nur schwer vorstellbar, dass ein Mensch dem Mutterpferd diese Verletzung zugefügt haben soll. Dazu hätte er über zwei Zäune steigen müssen, um aufs Grundstück zu kommen.“

Davon geht Fütings aus. Erst vor knapp einem Jahr zog sie von Gadsdorf nach Horstfelde und betreibt dort einen Reittherapie-Hof. „Vorige Woche wurde mir jegliche Lebensfreude genommen“, sagt sie. Wegen Mojitas Tod lasse sie sich einen Termin bei der Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) geben. „Mein Sicherheitsgefühl ist extrem erschüttert.“

Info: Hinweise an die Polizei in Zossen unter Tel.   Tel. 0 33 77/31 00.

Von Frank Pechhold

Nachdem eine Praktikantin im Luckenwalder Rathaus am ersten Tag schon wieder gefeuert wurde, weil sie ihr Kopftuch nicht abnehmen wollte, schlugen die Wellen hoch. Bundesweit haben Medien nach dem MAZ-Artikel über den Fall berichtet. Nun gab es eine Pressekonferenz. Das ist die Erklärung der Bürgermeisterin im Wortlaut.

25.08.2016

Aus der Not eine Tugend machen in Ludwigsfelde die Initiatoren des jährlichen Graffiti-Open-Air: Wegen der Großbaustelle Stadtzentrum können die 40 Autobahn-Stelzen nicht neu besprüht werden. Kurzerhand wird das Sprühspektakel mit dem Kiezfest im Stadtteil Nord zusammengelegt. Auch dort zeigen die Profis der Szene Kids, worauf es ankommt.

25.08.2016

Dieser Streit hat bundesweit für Aufregung gesorgt. In Luckenwalde (Teltow-Fläming) musste eine 48-jährige Frau nach nur einem Tag ihr Praktikum im Rathaus abbrechen. Grund: Sie hatte sich geweigert, ihr Kopftuch abzulegen. Nun bekommt die Frau eine neues Praktikum. Die Bürgermeisterin verteidigt ihre Entscheidung.

25.08.2016
Anzeige