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Wünsdorfer fordern Notbeleuchtung

Einwohner nach Laternen-Abschaltung im Stich gelassen Wünsdorfer fordern Notbeleuchtung

Es ist dunkel in Wünsdorf. Nicht nur die Laternen brennen nicht mehr, auch die Stimmung ist gedrückt. Anwohner glauben nicht an eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Sie fühlen sich im Stich gelassen. Die Fronten zwischen Stadt und Betroffenen verhärten sich. Dazwischen steht der Ortsbeirat und der trägt nun die Forderungen an die Stadtverordnetenversammlung heran.

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Karsten Reinke aus der Hildegardstraße hat gemeinsam mit zwei weiteren Nachbarn selbst eine Notbeleuchtungen aufgestellt.

Quelle: Kasubke

Wünsdorf. Die Abschaltung der Straßenbeleuchtungen in mehreren Wünsdorfer und Neuhofer Straßen bleibt Thema Nummer Eins in dem Zossener Stadtteil. Obwohl sich der Ortsvorsteher Rolf von Lützow (parteilos) am Donnerstagabend für die konstruktive und sachliche Diskussion während der Ortsbeiratssitzung bedankte, war die Emotionalität deutlich zu spüren. Auch ihm selbst fiel es sichtlich schwer, die Ruhe zu bewahren. „Sowohl wir als Ortsbeirat als auch die betroffenen Bürger werden im Dunkeln gelassen und das nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes“, kritisierte er. „Zudem ist es unmöglich, dass wir bisher keinerlei Einblicke in die Protokolle und Unterlagen nehmen konnten, die uns das Ausmaß der Beschädigungen darlegen.“

Laternen gefährdeten öffentliche Sicherheit

Im Juli ließ die Stadt den Strom für rund 50 Laternen in der Bergstraße, Luisenstraße, Hildegardstraße und Agnesstraße abschalten. Die Laternen seien „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit sowie das Leben und die Gesundheit der Bürger“ hieß es in einem Schreiben von Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Seitdem haben sich trotz einer Anwohnerversammlung Ende September die Fronten zwischen den Betroffenen und der Stadt verhärtet.

Zwischen verhärteten Fronten steht der Ortsbeirat

Zwischen diese Fronten gerät nun der Ortsbeirat. Die fünf Mitglieder mussten sich am Donnerstag kritische Fragen gefallen lassen, etwa wie man sich die Winterräumung ohne Beleuchtung vorstellt oder wie die Kinder im Dunkeln zur Schule gehen sollen. „Es ist doch verdächtig, dass auf einmal alle Straßenbeleuchtungen marode sein sollen“, kommentierte ein Besucher. Auch dass niemand von der Stadtverwaltung oder vom Bauausschuss zur Sitzung gekommen war, verstärkte das Gefühl der Einwohner, im Stich gelassen zu werden.

"Das Zeitfenster schließt sich"

Ortsvorsteher von Lützow bekräftigte, die Forderung nach einer Übergangslösung an die Stadt heranzutragen und Druck aufzubauen. Er brachte eine kostengünstige Lösung ins Spiel, die in anderen Orten bereits praktiziert wurde: Der Stromversorger könnte eine Notbeleuchtung aufstellen, die über die Hauptleitung zu den Häusern versorgt wird. Rainer Zurawski (CDU) hingegen sieht keinen Spielraum für eine Notbeleuchtung. „Wir diskutieren hier heute über die Aufnahme eines Neubaus aller betroffenen Straßenlampen in die Prioritätenliste“, rief er in Erinnerung. Diese Forderung soll an die Stadtverordnetenversammlung herangetragen werden. Mehr Möglichkeiten habe der Ortsbeirat nicht. Das löst aber die aktuellen Probleme nicht. „Das Zeitfenster schließt sich“, hieß es aus den Besucherreihen.

Von André Kasubke

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In Wünsdorf und Neuhof haben Anwohner in den vergangenen Wochen Unterschriften gesammelt. Sie fordern für ihre Straßen eine Notbeleuchtung. Mehr als 200 Unterschriften sind zusammengekommen. Wann und ob die Beleuchtung kommt, ist aber noch unklar. Die Alte Beleuchtung musste einst abgeschaltet werden - aus Sicherheitsgründen.

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