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Nach Amok-Drohung Großbeeren plant Sicherheitskonzept

Otfried-Preußler-Schule Nach Amok-Drohung Großbeeren plant Sicherheitskonzept

Der Bildungsausschuss Großbeeren sorgt sich um geordnete Reaktionen bei Notfällen. Deshalb soll die Verwaltung Abläufe für gesamten Schulkomplex mit dem neuen Hort- und Mensabau trainieren lassen.

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Der Schulkomplex Otfried-Preußler-Schule in Großbeeren vom Küsterteich aus gesehen

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Für den Schulkomplex Otfried-Preußler-Schule Großbeeren soll es ein Sicherheitskonzept geben. Das zeichnet sich nach der Sitzung des Bildungsausschusses am Dienstag ab. Vorsitzender Adrian Hepp (CDU) hatte das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen. Der Grund: Im November hatte es einen Einsatz von SEK-Polizisten in der Schule gegeben.

Drei Jugendliche –  Schüler im Alter von 13, 14 und 17 Jahren – hatten mit einem Anruf in der Schule einen Amoklauf ankündigen wollen. Das stellte sich zum Glück als Täuschungsversuch heraus. Alle drei wurden schnell gefasst und von Kriminalisten vernommen. Wie berichtet wurden gegen die beiden Älteren Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens mit Androhung von Straftaten eingeleitet.

In der Ausschusssitzung erklärten sowohl Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU) als auch Schulleiter Boris Petersen, dass in der Schule absolut professionell auf die Ausnahmesituation reagiert worden sei. Adrian Hepps Frage darauf: „Kennen Schüler den Unterschied zwischen einem Feuerwehr- und einem Amokalarm? Darauf muss ja völlig verschieden reagiert werden, wie wir inzwischen wissen.“ Davon dürfe ausgegangen werden, sagte der Schulleiter. Der Verwaltungschef erklärte zudem, aus verständlichen Gründen würden Details von Testalarmen und einem Sicherheitskonzept jedoch nicht öffentlich diskutiert.

Gegenüber der MAZ sagte Petersen: „Die Aktion der Schüler hat natürlich Konsequenzen, sowas ist kein Dumme-Jungen-Streich!“ Er sei immer noch froh, dass alle im Haus zügig, aber ruhig und besonnen reagiert hätten. Zum Inhalt eines diskutierten Sicherheitskonzeptes für die Schule sagte er, Alarmeinrichtungen müssten für die verschiedenen Gebäude unbedingt synchronisiert sein.

„Es geht um den ganzen Campus. Wird in der Schule Feueralarm ausgelöst, muss das auch in der Mehrzweckhalle oder im Hort ankommen, damit niemand womöglich gerade dorthin läuft, wo’s brennt.“ Erweitert wird der Schulkomplex in den nächsten Monaten um einen separat stehende Bau mit acht jeweils 64 Quadratmeter großen Räumen. Rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt die Gemeinde dafür.

Bürgermeister Ahlgrimm erklärte, wenn der Gemeinderatsbeschluss für ein professionelles Sicherheitskonzept bis Ende Januar vorliege, könne die Verwaltung den Auftrag im Februar ausschreiben. „Und wir reden dann im April vielleicht über den Zuschlag und im Juni noch vor der Sommerpause hoffentlich über den konkreten Vorschlag“, so Ahlgrimm. Nach seinen Worten würde solch ein Profikonzept zwischen 25 000 und 30 000 Euro kosten.

Von Jutta Abromeit

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