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Nach Anschlag: Jüterbog setzt Belohnung aus

Verwüsteter Jugendklub Nach Anschlag: Jüterbog setzt Belohnung aus

Nach dem Anschlag auf die Turmstube der evangelischen Kirche in Jüterbog hat die Versicherung erklärt, den Bauschaden zu regulieren. Währenddessen lobt die Stadt eine Belohnung zur Ergreifung der Täter aus. Die Turmstube hatte seit mehr als einem Jahr als Begegnungsstätte für Flüchtlinge und Einheimische gedient.

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Im Flüchtlingsheim Große Straße.
 

Quelle: Martina Burghardt

Jüterbog.  Die Versicherung der evangelischen Kirche deckt den durch den Sprengstoffanschlag entstandenen Bauschaden in der Jüterboger Turmstube ab. Dies teilte Pfarrer Bernhard Gutsche jetzt mit. Donnerstag Vormittag zeigte er Bürgermeister Arne Raue (parteilos) die Räume am Dammtor. Der Bürgermeister bekräftigte noch einmal das Hilfsangebot der Stadt. „Wenn ein Signal kommt, ist der Bauhof dabei“, sagte er.

Fraktionen stocken Belohnung auf

Raue berichtete außerdem, dass sich die Fraktionen CDU, Für Jüterbog, Wir sind Jüterbog und Vereinigte Fraktion dem Aufruf des Ortschronisten Henrik Schulze angeschlossen haben und die Belohnung für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters oder der Täter um jeweils 100 Euro aufstocken. Insgesamt beträgt die Belohnung somit 700 Euro. „Sie wollen damit die Polizeiarbeit unterstützen und weniger mit Reden, sondern mit Taten zur Aufklärung beitragen“, so die Erklärung des Bürgermeisters, der selbst 100 Euro dazugelegt hatte.

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Freitagabend in Jüterbog (Teltow-Fläming): Ein lauter Knall, dann splittern die Fenster, die Decke kommt herunter. In der „Turmstube“ einem Treff der Evangelischen Gemeinde hat es nach Asyl-Demonstrationen einen Anschlag gegeben. Es wurde Pyrotechnik gezündet. Vermutlich steckt hinter der Tat ein rechtsradikales Motiv. Der Staatsschutz ermittelt.

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Pfarrerin überreicht Flüchtlings-Botschaften

Nach dem Besuch der Turmstube traf sich Raue mit Pfarrerin Mechthild Falk in dem diese Woche eröffneten Übergangswohnheim in der Großen Straße Jüterbog. Falk, die auch Sprecherin der Flüchtlingshilfe ist, überreichte dem Bürgermeister die Botschaften von neun jetzt in Jüterbog lebenden Flüchtlingen, die sie im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris formuliert hatten.

Kinder-Weihnachtsfeier im Asylbewerberheim

Einen Rundgang durch das Heim machte kurz darauf auch Erik Stohn, Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter der SPD. Heimleiterin Nadine Fischer berichtete von der für den 18. Dezember geplanten Weihnachtsfeier für Flüchtlingskinder im Heim. Spontan wurde die Idee, die von der Flüchtlingshilfe Jüterbog unterstützt wird, erweitert. Nun sind auch alle anderen Mädchen und Jungen der Stadt dazu eingeladen. Wie es hierzulande Tradition ist, wird die Weihnachtsgeschichte erzählt, es wird gebacken und gebastelt. Natürlich gibt es auch Geschenke.

Damit jedes Kind bei der Feier bedacht wird, ist Unterstützung gefragt. Wer für die Geschenke spenden oder sein Kind für die Feier anmelden will, kann sich unter  0 33 72/4425126 melden.

Von Martina Burghardt

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Anschlag in Jüterbog
Die Fenster der verwüsteten Turmstube barsten bei der Explosion am Freitagabend.

Rund eine Woche nach dem Anschlag auf einen Flüchtlingstreff in Jüterbog (Teltow-Fläming) läuft das Hilfsprogramm an. Vom Land sollen zum Beispiel 5000 Euro kommen. Im Februar könnte der Treff wieder eröffnen. Unterdessen wird in Jüterbog darüber diskutiert, wie man die Flüchtlinge weiterhin unterstützen kann.

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