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Teltow-Fläming Nach Baustopp illegal gefällte Bäume moniert
Lokales Teltow-Fläming Nach Baustopp illegal gefällte Bäume moniert
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02:15 24.03.2017
Gefällte Bäume am dem ehemaligen IFA-Gebäude. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Für 49 gefällte Bäume an der Brandenburgischen Straße in Ludwigsfelde gab es keine Fällgenehmigung, das erklärt Birgit Paul von der Unteren Naturschutzbehörde Teltow-Fläming. Deshalb sei gegen den Flächeneigentümer ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, so die Sachgebietschefin; vor einer Strafe gebe es jedoch noch eine Anhörung.

Das Gelände, auf dem die nach Behördenmeinung illegal gefällten Bäume standen, ist die Kreuzung am Industriepark. Wie berichtet, soll dort aus dem ehemaligen IFA-Kombinatsgebäude ein Hotel werden. Allerdings hatte das Bauordnungsamt des Kreises wie ebenfalls berichtet einen Baustopp verhängt: Der Investor, die Berliner Firma City Best II Vermögensverwaltung, habe vor Erteilung der Baugenehmigung mit dem Umbau des Gebäudes begonnen. Bisher gibt es weder die Genehmigung noch eine Stellungnahme der Stadt. Auf MAZ-Frage im Rathaus wird vom Bereich Bauleitplanung erklärt, das Grundstück liege faktisch in einem Industriegebiet. Dort seien alle Gewerbe zulässig, die andernorts wegen ihres Störpotenzials wie Lärm, Staub oder Geruch nicht erlaubt sind. Deshalb seien Hotels oder gar Dauerwohnen unzulässig, das führe zur „Verfremdung eines Gebiets“, heißt es. Ein einfaches Hotel würde zu solch einer Verfremdung führen und künftige Ansiedlungen von störendem Gewerbe deutlich erschweren, so die Verwaltung.

Stadt will Hotel – aber an anderer Stelle

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) erklärt, es sei kommunales Ziel, „die Eigenart des historisch gewachsenen Industriegebietes zu wahren“. Deshalb sei die Errichtung eines Hotels dort grundsätzlich nicht zielführend. „Die Stadt steht jedoch der Errichtung eines Hotels mit gehobenem Standard an einem anderen Ort aufgeschlossen gegenüber“, sagt Igel.

City-Geschäftsführer Frank Blaschke sagt: „Können wir das Hotel nicht verwirklichen, verkaufen wir alles und ziehen uns aus Ludwigsfelde zurück.“

Von Jutta Abromeit

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