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Teltow-Fläming Nach Hertha-Absage: Bürgermeister sieht sich nicht als Verlierer
Lokales Teltow-Fläming Nach Hertha-Absage: Bürgermeister sieht sich nicht als Verlierer
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17:36 21.02.2018
Ludwigsfeldes Bürgermeister Andreas Igel (SPD) Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Es wird wohl kein Hertha-BSC-Stadion in Ludwigsfelde geben. In einer gemeinsamen Erklärung teilten die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport und der Verein am Donnerstag mit, bei einem Treffen am Dienstag hätten die Vereinsführung und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) intensiv über zwei Varianten diskutiert – einen Stadionneubau auf dem Olympiagelände und einen Umbau des Olympiastadions. Das Gespräch habe in einer konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. Beide Varianten würden nun noch einmal konkretisiert. „Beide Seiten haben das Ziel, eine gute und darstellbare Lösung sowohl für das Land Berlin als auch für Hertha BSC zu finden“, heißt es in der Erklärung. Damit scheint Ludwigsfelde aus dem Rennen zu sein, auch wenn der Alternativstandort in der Erklärung nicht erwähnt wird.

Igel sieht gute Standortwerbung durch Hertha BSC

Ludwigsfeldes Bürgermeister Andreas Igel (SPD) sieht das auch so. Wenn der Senat sich dazu bekenne, eine gemeinsame Lösung zu finden, werde es wohl Berlin. Er findet das natürlich schade, ist aber nicht wirklich traurig. Denn schon nach dem Mitgliedervotum zum Stadionstandort sei klar gewesen, dass die Vereinsführung auf Berlin setzt. „Es gab eine klare Mehrheit für Berlin“, so Igel. „Fußball hat eine starke emotionale Ebene, wenn man die nicht einbezieht, wird es schwierig“, sagte der Bürgermeister. Das hätte man nur ändern können, wenn alle Optionen in der Hauptstadt gescheitert wären. Nur dann hätten sich die Hertha-Fans wohl auf die rationalen Argumente für Ludwigsfelde eingelassen. Für ihn steht aber auch fest: „Ich fühle mich nicht als Verlierer.“ Soviel Standortwerbung für Ludwigsfelde wie Hertha BSC mit dem Stadionplan gemacht habe, sei sonst nicht zu bekommen. „Die Imagekampagne hätte mich tausende Euro gekostet.“ Mit Hertha habe er Zugang zu Gesprächskreisen gefunden, die er sonst nie erreicht hätte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Igel dem Verein deutlich gemacht, dass Anfang 2018 eine Entscheidung fallen müsse. Der Grundstückseigentümer könne die Flächen im Brandenburg-Park nicht länger reservieren. Es gebe auch andere Interessenten. „Der Eigentümer will Handlungssicherheit haben.“

Landtagsabgeordnete bedauern Absage

Die lokalen Landtagsabgeordneten bedauern die Absage von Hertha. „Ich finde das außerordentlich schade“, sagte Helmut Barthel (SPD). „Hertha ist zwar ein Berliner Club, hat aber viele Anhänger im Umland.“ Die Verkehrsanbindung und die Nähe zum Flughafen habe klar für Ludwigsfelde gesprochen. „Das Fußballstadion von Bayern München liegt auch außerhalb.“ Der CDU-Abgeordnete Danny Eichelbaum teilte mit, auch er bedauere die Entscheidung von Hertha BSC. „Ein neues Stadion in Ludwigsfelde wäre ein Gewinn für unsere Region und ein Geschenk für alle Hertha-Fans in Brandenburg gewesen!“, so Eichelbaum.

So hätte ein Hertha-Stadion in Ludwigsfelde aussehen können Quelle: Hertha Bsc

Hertha hatte im März 2017 verkündet, neben dem Olympiapark in Berlin auch ein Grundstück im Brandenburg-Park für einen Stadion-Neubau zu prüfen. Dagegen gab es allerdings von Anfang an Widerstand von Fans. Auf einer Hertha-Mitgliederversammlung wurde schließlich über einen Antrag abgestimmt, Berlin als Spielort in der Satzung festzuschreiben. Dafür reichten die Stimmen nicht, einen Mehrheit für die Hauptstadt gab es aber schon.

Von Carsten Schäfer

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