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Nach Zugunglück in der Kälte ausgesetzt

Kritik am Bahn-Notfall-Management Nach Zugunglück in der Kälte ausgesetzt

Viele Passagiere saßen im Zug, als in Jüterbog ein Mann von der Bahn erfasst wurde. Stundenlang harrten die Passagiere im Zug aus, später wurden sie evakuiert und mit Bussen weiterbefördert. Sie kamen allerdings nicht weit. In Oehna, unweit vom Unglücksort, wurden die Reisenden in der Kälte „abgestellt“. Es hagelt heftig Kritik am Notfall-Management.

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Der ICE nach dem Unglück

Quelle: Peter Degener

Oehna. Die Sperrung der Eisenbahnstrecke von Leipzig nach Berlin am vergangenen Freitag wegen eines tödlichen Unfalls in der Nähe des Bahnhofs Jüterbog hatte Auswirkungen auf tausende Reisende. Während des fünf Stunden andauernden Notarzteinsatzes fuhr kein Regional- und Fernzug zwischen den Streckenzweigen von Luckenwalde über Jüterbog zu den Bahnhöfen in Niedergörsdorf und Oehna.

Anschlusszug war schon weg

Der spontan eingerichtete Schienenersatzverkehr wird nun von Reisenden kritisiert. Andreas Schmidt aus Hamburg war in der Regionalbahn von Berlin nach Falkenberg unterwegs, als das Unglück passierte. „Im Zusammenhang mit dem traurigen Ereignis am Bahnhof Jüterbog gab es nicht hinnehmbare Entscheidungen der Bahn“, sagt Schmidt. Seinen Angaben zufolge konnte er mit etwa 100 weiteren Zuggästen am Bahnhof Luckenwalde in zwei Busse umsteigen, um zum Bahnhof Oehna zu gelangen. „Dort angekommen stellte sich heraus, dass die Bahn den Anschlusszug nicht warten lassen hat, so dass die Reisenden auf dem wenig einladend wirkenden Bahnhof Oehna ,abgestellt’ wurden“, schildert Schmidt seine Überraschung.

Die einzige Information, die Mitarbeiter der Deutschen Bahn den Passagieren laut Schmidt weitergeben konnten: Der nächste Zug fährt in zwei Stunden. Bei Temperaturen „um den Gefrierpunkt“ hätte man ausharren müssen, denn die Busse verließen den Bahnhof, sobald die Passagiere ausgestiegen waren. „Notfallmanagement der Bahn? Was ist das?“, fragt sich Andreas Schmidt.

Schwierige Situation für die Bahn

Bei der Deutschen Bahn äußert man Verständnis für den Ärger der Passagiere. „Wir können das nachvollziehen“, sagt Bahnsprecher Burkhard Ahlert zu dem Vorfall. Man versuche stets die „Reisekette“ beim Umsteigen auf verschiedene Transportmittel aufrecht zu erhalten. Doch anders als bei geplanten Baumaßnahmen habe man nach dem tödlichen Unglück am Freitag erst Ersatzbusse „heranführen“ müssen. Zu Beginn der Sperrung waren demnach zwei Busse im Einsatz. Zum Ende der Sperrung pendelten insgesamt 14 Busse zwischen den Bahnhöfen. Warum der Zug in Oehna nicht auf die Reisenden gewartet hat, konnte der Bahnsprecher allerdings nicht sagen.

Von Peter Degener

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