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Teltow-Fläming Nacharbeiten am Ludwigsfelder Klubhaus
Lokales Teltow-Fläming Nacharbeiten am Ludwigsfelder Klubhaus
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05:10 11.05.2016
Klubhaus Ludwigsfelde. . Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Wird man älter, hört man nicht mehr so gut, und man sieht auch nicht mehr so gut aus. Deshalb hatten die Stadtverordneten von Ludwigsfelde „ihrem“ Klubhaus, für das vor 60 Jahren  – am 1. Mai 1956  – der 1.Spatenstich gesetzt worden war, eine aufwendige und teure Generalsanierung verpasst. Doch zwei Jahre nach dem Ende der dreijährigen Sanierung und knapp 13 Millionen Euro Ausgaben statt der veranschlagten neun Millionen hört man im großen Saal immer noch nicht gut und das Aussehen innen ist auch nicht in Ordnung. Die Akustik muss trotz neuer Wellendecke für einen mittleren fünfstelligen Betrag nachgerüstet werden. Und bei Feiern und Veranstaltungen im großen Saal monieren Gäste und Besucher reihenweise die große Kühle. Das heißt: Es fehlt ihnen Dekoration auf dem kalten Weiß.

Immer wieder fragen Stadtverordnete deshalb nach Veranstaltungen und bei Ausschusssitzungen nach diesen beiden Probleme. Die MAZ sprach darüber mit Torsten Klaehn, dem stellvertretenden Bürgermeister und Fachbereichsleiter Bauen und Infrastruktur. Unter seiner Regie war das inzwischen denkmalgeschützte Gemäuer saniert worden, unter seiner Regie wird zurzeit nach einer Firma gesucht, die das begonnene Amphietheater im Innenhof vollendet. Er kennt die genaue, bisher ohne Innenhof ausgegebenen Sanierungssumme: 12 947 178,48 Euro.

Dieses Bild aus dem Stadtarchiv zeigt den Klubhaus-Rohbau 1957. Quelle: Stadtarchiv

Und er kennt die beiden Probleme. „Die eingebaute Decke entspricht dem damaligen Nutzungskonzept des Hauses. Wenn es im Saal ruhig ist, funktioniert das ja auch“, sagt er. Damit meint er Veranstaltungen wie Klassik-Konzerte oder Konferenzen, wenn stets nur einer spricht. Bei Neujahrsempfängen dagegen oder wenn viele Kinder im Saal ein Programm mitgestalten, dann funktioniert die neue Akustik nicht. „Wenn das Publikum laut ist, dann wird der Schall nicht nur von der Bühne in den Saal getragen. Dann kommen auch Gespräche und Trubel aus dem Saal ungewollt laut auf der Bühne an“, erklärt der Fachbereichsleiter. „Dann schaukelt der Schall praktisch hin und her. Das ist natürlich für alle Beteiligten unangenehm.“

Nach dem man vor der Sanierung mehr von einem Festsaal ausgegangen sei, so Klaehn, stelle sich nun heraus, dass der Saal multifunktional genutzt werde. Deshalb würde er noch in diesem Jahr nachgerüstet. „Das heißt, schallharte Bereiche wie die Fenster werden weicher gemacht, vielleicht mit Vorhängen“, sagt der Baufachmann. Das wäre auch der Optik zuträglich. Wobei er mit dem schlichten Weiß kein Problem habe, so Klaehn: „Über die weiße Wand kann man ja mit der LED-Beleuchtung farblich Atmosphäre schaffen.“ Die Dekoration insgesamt sei jedoch ein Thema, mit dem sich die künftige Sachgebietsleitung Kultur befassen müsse.

Wie berichtet sucht die Stadt derzeit zusätzlich zu den beiden bereits vorhandenen Stellen im Kulturhaus einen Leiter für diesen Bereich mit großer Außenwirkung.

Von Jutta Abromeit

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