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Teltow-Fläming Nachbarn feiern ihr Zossener Weinbergfest
Lokales Teltow-Fläming Nachbarn feiern ihr Zossener Weinbergfest
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09:07 21.08.2017
Sie half mit, die Tradition des Weinbergfestes wieder aufleben zu lassen: Karin Günther (l.) als Zossener Winzerin. Quelle: Andrea von Fournier
Zossen

Zum sechsten Mal trafen sich an diesem Wochenende die Zossener entspannt zum Weinbergfest. Grillduft waberte durch die Luft, Gläser klirrten und Rainer Tetzlaff begrüßte neue Gäste. Das Weinbergfest ist nicht zu verwechseln mit dem Zossener Weinfest, das die Stadt ausrichtet.

Das Weinbergfest ist viel kleiner, familiärer und aus einer Tradition der „Weinberger“ entstanden. Die Anwohner dieser Straße, die am ehemaligen Krankenhaus vorbeiführt, feierten es in den 1980ern bis Anfang der 1990er Jahre als Hoffest: Jedes Jahr traf man sich unter Nachbarn auf einem anderen Grundstück. Nach der Wende fand es noch bei Larry Schuba statt, bevor es „einschlief“.

Die Wiederbelebung des Weinbergfestes kommt gut an

Doch viele erinnern sich an die Feiern: „Es gab Wein, Musik, etwas zu essen, man unterhielt sich und es wurde getanzt“, erzählt die „Weinbergerin“ Gisela Hundtke. Am Sonnabend saß die Seniorin gut gelaunt unter dem Dach des Pavillons auf dem Hof des Museums „Alter Krug“, während ihr Schwiegersohn Knut Günther sie mit Bratwurst, Kartoffelsalat und einem Gläschen Wein versorgte.

Gisela Hundtke freut sich, dass die gemeinsame Initiative ihrer Kinder und der Familie Tetzlaff, das Fest neu aufleben zu lassen, inzwischen so gut ankommt. Fünf Familien haben unter dem Hut des Heimatvereins die Organisation des Festes übernommen. Genau wie vor 30 Jahren gibt es Wein und Imbiss und rasch sind die Leute an den Bierzelttischen angeregt im Gespräch.

Rainer Tetzlaffs guter Draht nach Rheinhessen

„Das wollten wir erreichen und wir sind sehr froh, dass seit zwei, drei Jahren immer mehr Weinberger hierherkommen“, sagt Gisela Hundtkes Tochter Karin Günther. Noch in den Jahren 2011 und 2012 waren Anlieger der Straße eher die Ausnahme unter den Besuchern des „etwas anderen Weinbergfestes“, wie es anfangs noch hieß. Obwohl sie nicht mehr in der Straße Weinberge, aber immerhin nahebei wohnt, war es Karin Günther eine Freude, die Tradition wieder zu beleben. „Zum Glück gibt es den ,Alten Krug’ als tollen Treffpunkt.“

Die Pläne für die Wiederbelebung des Festes wurden geschmiedet, weil Anwohner Rainer Tetzlaff einen guten Draht zu seinem Lieblingsweingut im Rheinhessener Anbaugebiet hat. In den Zossener Weinbergen selbst wird der Rebensaft schon lange nicht mehr angebaut. Auch wenn dessen schlechter Ruf wohl unbegründet war. Dass Weinbau in Zossen funktionieren kann, hat der historische Weinbauverein Zesch inzwischen bewiesen.

Auch die Kinder von „Dreissigacker“ machen in Wein

Den Wein für das Fest bezieht Rainer Tetzlaff vom ökologisch arbeitenden Weingut „Dreissigacker“ im rheinland-pfälzischen Bechtheim. Dessen Kinder haben sich inzwischen mit dem Weingut „Dr. Köhler“ selbstständig gemacht, auch von dort wird das Fest versorgt.

Die Dabendorfer Familie Herrmann und die Zossener Familien Hoffmann und Schadow sind nun mit von der Partie, wenn es gilt, Tische und Bänke aufzubauen, Würste und Steaks zu grillen, Getränke auszuschenken, Kartoffelsalat zu zaubern oder die Tische mit appetitlichen Käse-Weintrauben-Tellern zu dekorieren.

Beim Wein galt: Ob lieblich oder trocken, den Weinberger Nachbarn und den Gästen aus der Umgebung mundete der gute Tropfen und Jens Heinrich sorgte, wie schon zu DDR-Zeiten, für angenehme Begleitmusik im Hintergrund.

Von Andrea von Fournier

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