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Teltow-Fläming Nachbarn ziehen an einem Strang
Lokales Teltow-Fläming Nachbarn ziehen an einem Strang
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14:58 11.09.2015
Rathaus Trebbin MAZ Quelle: MAZ
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Trebbin

Unter dem Slogan „Starke Nachbarschaft an der Mittelnuthe“ beteiligt sich die Stadt Trebbin mit der Stadt Luckenwalde und der Gemeinde Nuthe-Urstromtal am Stadt-Umland-Wettbewerb, den das Land Brandenburg ausgelobt hat. Darüber informierte Bürgermeister Thomas Berger (CDU) im Hauptausschuss. Es gehe um eine gebietsübergreifende Zusammenarbeit von Städten mit dem ländlichen Raum. Die neue Förderperiode der EU läuft von 2014 bis 2020. „Ein Jahr ist rum und noch nichts passiert, weil bis vor kurzem die Regularien unbekannt waren“, sagte Berger.

Unter Federführung der Kreisstadt will sich die Region nun um eine Förderung bewerben. „Es ist noch nichts entschieden und auch noch keine finanzielle Verpflichtung dabei“, erklärte Berger, „wir bewerben uns darum, überhaupt berücksichtigt zu werden.“ Sollte die Region einen Zuschlag bekommen, muss Fördergeld allerdings mit Eigenmitteln kofinanziert werden. „Mit unseren Nachbarn ist eine gute, zusammenhängende Entwicklung möglich“, so Berger.

Eine Steuerungsgruppe erarbeitet Projektvorschläge, von denen alle drei Kommunen und die Region insgesamt profitieren sollen. Dabei geht es um die Sicherung des Fachkräftebedarfs, um nachhaltige Mobilität, die Stärkung des Tourismus, um die Pflege von Begegnung und Miteinander sowie um Energieeffizienz und Klimaschutz „Für Trebbin könnten wir uns einen Stadt-Umland-Bus, eventuell als Elektro-Shuttle, vorstellen, eine Art Rufbus“, sagte Berger. Denkbar seien auch der weitere Ausbau des Bahnhofes als Begegnungsstätte, eine bessere Infrastruktur für Elektroautos und intelligente Mess- und Regelsysteme zur Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden. „Im Plan steht auch der Lückenschluss beim Radweg von Ahrensdorf nach Blankensee“, erklärte Berger.

Paul Schuchardt (UFW) zeigte sich skeptisch. „Wenn unser Etat nicht ausgeglichen ist und wir ein Haushaltssicherungskonzept brauchen, sieht es mit einer Förderung doch sicher schlecht aus“, befürchtet er. Ausschussmitglied Peter Mann (SPD), zugleich Vize-Stadtplanungsamtsleiter in Luckenwalde, versicherte: „Alle Kosten für die externen Berater wurden bisher zu 100 Prozent von der Stadt Luckenwalde finanziert.“ Und er ist überzeugt: „Unterm Strich werden von allen Maßnahmen auch alle profitieren. Das Konzept ist darauf abgestimmt.“

Hendrik Bartl (GpgS) sieht in dem Projekt eine Chance: „Das Vorhaben ist erstaunlich. Warum nicht, man kann dabei nichts verlieren.“ Noch in diesem Monat sollen die Stadtverordneten ein Votum dazu abgeben.

Von Elinor Wenke

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