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Nachbarschaftswohnen auf dem Nehemiahof

Wietstocker lehnen Mehrgenerationen-Ensemble ab Nachbarschaftswohnen auf dem Nehemiahof

Die Idee von nachbarschaftlichem Wohnen mehrerer Generationen auf einem Vierseithof stellte Projektentwickler Alexander Winde in Wietstock vor. Der christliche Verein Nehemiahof bietet Gestrauchelten seit Jahren zeitweilig Obdach, kann den Hof aber nicht mehr bewirtschaften. Bei der Ortsbeiratssitzung stieß das Projekt auf wenig Gegenliebe, die Wietsocker lehnen es ab.

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Alexander Winde auf dem Nehemiahof in Wietstock

Quelle: Abromeit

Wiestock . Ein Vierseithof-Ensemble als nachbarschaftliches Wohnen von Jung und Alt mit Pflegeoption. So stellt sich der Berliner Projektentwickler Alexander Winde den Nehemiahof im Ludwigsfelder Ortsteil Wietstock vor. Das ließe sich energetisch sinnvoll und mit 6 bis 7,50 Euro Kaltmiete je Quadratmeter bauen. „Niemand muss ausziehen, wenn er mal nichts mehr verdienen kann“, meint Winde.

Diese Idee von nachbarschaftlichem Wohnen mehrerer Generationen stellte Winde den Nehemiahof-Bewohnern vor. Der christliche Verein bietet Gestrauchelten seit mehr als 15 Jahren eine vorübergehende Bleibe, kann das Gelände jedoch allein nicht mehr bewirtschaften und hatte sich deshalb an den Projektentwickler gewandt. Die gemeinsame Vorstellung: Der Verein stellt Gelände zur Verfügung, Windes Firma bezahlt den Grund und Boden nicht, sondern steckt das Geld mit ins Projekt.

Zur jüngsten Ortsbeiratssitzung wurde die Idee vorgestellt, stieß jedoch bei den rund 60 Einwohnern auf wenig Gegenliebe. Ob das am kurzfristigen Zustandekommen der Präsentation oder der grundsätzlichen Ablehnung der Wietstocker gegenüber Fremdem liegt – sie beargwöhnten den Nehemiahof seit Beginn – sei dahingestellt.

Die Ortsbeiratsmitglieder Jenny Schreber und Benno Bleifuhs, der Vorsteher, fragten die Wietstocker nach der Präsentation per Handzettel. „Diese Abstimmung hat mit deutlicher Mehrheit ein Nein“ ergeben, so Bleihfuhs. „Somit ist auch von der Seite des Ortsbeirates eine Ablehnung Ihres Projektes nur folgerichtig“, lies er Winde wissen. Die Wietstocker und der Ortsbeirat würden den gesellschaftlichen Gewinn für das Dorf nicht sehen, eher ein rein auf Gewinnstreben ausgerichtetes privates Projekt, lautete die Begründung. Aus dem Rathaus hatte Winde die Information bekommen, dass bezahlbarer Wohnraum für Ältere oder Behinderte dringend gebraucht werde. Bau-Fachbereichsleiter und amtierende Bürgermeister Torsten Klaehn sagte gegenüber der MAZ: „Baurechtlich ist das Vorhaben durchaus zulässig. Aber die Stadt wird solche Projekte nicht gegen die Meinung des Ortsbeirats durchsetzen.“

Alexander Winde bedauert die Vorbehalte im Dorf, gibt aber noch nicht auf. Er sagt: „Ich bin von dieser künftigen Wohnform überzeugt und würde später selbst gern so wohnen.“

Von Jutta Abromeit

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