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Teltow-Fläming Nachkriegszeit in Trebbin
Lokales Teltow-Fläming Nachkriegszeit in Trebbin
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11:55 16.09.2016
Zehntklässler in der Trebbiner Heimatstube. Quelle: Margrit Hahn
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Trebbin

Die 10. Klassen der Trebbiner Oberschule tauchten in dieser Woche in die Geschichte der Stadt ein. Dazu verlegten sei den Geschichtsunterricht in die Heimatstube, wo ist die Ausstellung „Trebbin vor 70 Jahren“ zu sehen ist.

Bärbel Bartl vom Heimatverein erklärte den Schülern vorab die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg: „Trebbin war nicht ganz so zerstört wie andere Städte. Aber es herrschte Hunger und Elend. Jede Familie hatte Tote und Verletzte zu beklagen.“ In Trebbin gab es zwei Bombardierungen, die allerdings nicht gezielt waren.

„Wie es nach dem Krieg weiterging, zeigt die Ausstellung“, sagte Bartl. Die Mitglieder des Heimatvereins haben Unterlagen, Fotos, Dokumente und Hausrat zusammengetragen, sodass Ausstellungsbesucher einen Einblick in die Nachkriegszeit bekommen. Die wenigen Geschäfte, die es noch gab, hatten kaum Waren. Auch die Unterbringung der Flüchtlinge war ein Problem.

Käte Schmidt (l.) berichtet über ihr Leben Quelle: Hahn

Schuster, Schneider und Klempner waren gefragte Leute. Sie reparierten alles so gut es ging. In der Bahnhofstraße in Trebbin gab es einen Klempner, der nicht nur Fahrräder reparierte, sondern auch Löcher in Kochtöpfen fachgerecht zulötete. Überhaupt wussten sich die Trebbiner gut zu helfen. Wer rauchen wollte, aber nicht an die beliebten amerikanischen Zigaretten kam und die schauderhafte russische Machorka nicht wollte, der baute in versteckten Ecken Tabak an. Dieser wurden sorgfältig getrocknet und verarbeitet. Damit wurde ein schwungvoller Schwarzhandel betrieben, wodurch sich so mancher sein Überleben sicherte.

Die Zehntklässler waren begeistert, so viel über ihre Heimatstadt zu erfahren. Mit Käte Schmidt hatten sie zudem eine Zeitzeugin, die ihnen aus eigenem Erleben die schwierigen Jahren schilderte. Sie stammt aus Breslau und kam mit ihrer Familie mit dem Pferdewagen damals nach Trebbin. „Mir gefällt die Ausstellung sehr gut. Es ist viel anschaulicher als in der Schule“, sagt der 15-jährige Tim Binge.

Von Margrit Hahn

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