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Teltow-Fläming Erster Landessingwart Brandenburgs verstorben
Lokales Teltow-Fläming Erster Landessingwart Brandenburgs verstorben
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00:25 22.10.2018
Volker Ochs Quelle: Eva-Maria Silter
Dahme

„Ich will, solang ich lebe, rühmen den Herren mein“, ist der Titel einer Kantate, die Dahmes langjähriger Kantor Volker Ochs komponierte. Am Dienstag dieser Woche starb Ochs, der das kulturelle Leben seiner Wahlheimatstadt wie wohl kein anderer prägte, nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 89 Jahren.

Fester Glaube an die Kraft der Musik

Volker Ochs eröffnet im Heinrich-Schütz-Saal eines seiner unzähligen Konzerte. Quelle: Uwe Klemens

Die 1949 zum ersten Mal von ihm in Dahme initiierte Singwoche war der Auftakt zur kirchlichen Singwochenarbeit seiner Landeskirche überhaupt. Die sieben Jahre später geschaffene Stelle des Landessingwartes wurde ihm auf den Leib geschrieben. Seiner Aufgabe, landesweit Kirchgemeinden zu besuchen, um mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu musizieren und Chorleiter und Organisten auszubilden, blieb er bis nach der Pensionierung treu.

Organisator und Komponist

Zu den Wegbegleitern von Volker Ochs (r.) gehörte auch Berthold Deckert, hier bei seiner Verabschiedung im Kulturverein. Quelle: Uwe Klemens

In Dahme selbst ist sein Wirken als Kurator von Kunstausstellungen, als Organisator vielfältiger Konzerte und Heimatfeste und als Mitbegründer des Arbeitskreises „Die Kinder von Tschernobyl“ unvergessen, dessen Arbeit er als Musiktherapeut unterstützte. „Seine Tränen, als eines der Kinder, dass nicht laufen konnte, plötzlich doch ein paar Schritte tat, werde ich nie vergessen“, erinnerte sich Monika Petras vom Arbeitskreis. Einen „singenden Spielmann Gottes, der als charismatischer Singmeister und Chorleiter mit liebevollen Ohren auf die Resonanz gehört hat, die von ihm angezetteltes Singen hervorbrachte und der versammelten Runde zu schwungvollem Klang und klangvollem Schwung verhalf“, nennt Lothar Kirchbaum, Ochs’ Singwart-Nachfolger, über seinen einstigen Lehrmeister.

Singend Abschied nehmen

Nach der Beisetzung, die im engsten Familienkreis in Dahme stattfinden soll, wird es am 11. November um 16 Uhr in der Georgenkirche Frankfurt (Oder), Ochs’ letztem Wohnort, einen Gedenkgottesdienst geben. Wer während des Gottesdienstes im Chor mitsingen und so Abschied nehmen möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse u.l@blumbaum.de an Lothar Kirchbaum wenden. Statt um Blumen wird um Spenden für die Singwochenarbeit, Volker Ochs’ Lebenswerk, gebeten.

Von Uwe Klemens

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