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Teltow-Fläming Nachwuchsarbeit im Imkerverein
Lokales Teltow-Fläming Nachwuchsarbeit im Imkerverein
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12:15 18.04.2017
Elke und Erhard Schönborn lieben das Gesumm in ihrem Garten. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Bienenvölker kann man nachkaufen oder selbst heranzüchten. Nicht ganz so einfach ist es beim Imker selbst, für beruflichen Nachwuchs zu sorgen. Das Wissen über die Aufzucht der Bienen und das Ernten des Honigs weiterzugeben, ist eines der Anliegen, dem man sich im Jüterboger Imkerverein in Zukunft noch mehr widmen will. Bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung machten die Imker daher die Kinder- und Jugendarbeit zum zentralen Thema.

24 Völker mit je 50 000 bis 80 000 Bienen im Garten

Froh ist man im Verein, mit Elke und Erhard Schönborn zwei Bienenfreunde mit im Boot zu haben, die sich nicht nur mit den nützlichen Insekten auskennen, sondern inzwischen auch über viel Erfahrung verfügen, wie man Kinder für die Imkerei begeistern kann. 24 Völker mit jeweils zwischen 50 000 und 80 000 Bienen stehen daheim in Rohrbeck im Garten der Schönborns und schwärmen von dort bei schönem Wetter in alle Himmelsrichtungen. Wo man auch hinschaut, stapeln sich unter Wellplastikdächern und auf ausgedienten Transportfahrzeugen Unmengen älterer Bienenkästen, die Elke Schönborn von ihrem Vater Ewald Urban geerbt hat. Der war selbst Imker und gab die Begeisterung für sein Hobby an seine Tochter weiter.

Eine „Arbeiterin“ in einer Kirschblüte. Quelle: dpa

„Ich bin mit Bienen groß geworden und hab später sogar eine Imker-Lehre absolviert“, sagt die 59-Jährige. Einer ihrer ersten eigenen Schüler war ihr heutiger Ehemann, der gesteht: „Wenn ich diese Frau haben wollte, musste ich die Bienen mit dazu nehmen.“ Seither ist Erhard Schönborn, der ursprünglich aus Nonnendorf stammt, Technik-Chef der Hobbyimkerei und kümmert sich um alles, was mit Instandhaltung, Transport und Vermarktung zu tun hat. Die Arbeit mit den Bienen überlässt er seiner Frau.

Irgendwann gab es die ersten Anfragen von Kindereinrichtungen aus Jüterbog und Niedergörsdorf, ob man nicht mal zu ihnen kommen könne. Ohne große pädagogische Überlegungen startete das Imker-Paar vor zehn Jahren in die Jugendarbeit und war überrascht, mit welcher Neugier und Unerschrockenheit sich Kinder den Bienen nähern.

Kinder ernten Honig beim Imker

Nach und nach wurden die Kinderveranstaltungen organisierter. Zusammen mit ihren jungen Besuchern bastelten Schönborns Anschauungsmaterial, dass das Leben eines Bienenvolkes kindgerecht erklärt. Nachdem das richtige Verhalten am geöffneten Bienenstock besprochen worden ist, dürfen die Kinder selbst Hand anlegen und die honigtriefenden Waben aus dem Bienenkasten heben. Der süße Inhalt wird im Anschluss per Muskelkraft geschleudert und natürlich darf auch gekostet werden. „Wenn die Zeit reicht, machen wir manchmal am Ende noch zusammen Honiggebäck“, sagt Elke Schönborn, die Kostproben davon auch zur Mitgliederversammlung ihren Imker-Kollegen kredenzte.

Für weitere Anfragen aus Kindereinrichtungen sind die Imker immer offen. Am 19. August laden sie ab 14 Uhr zum Tag der offenen Tür auf ihren Hof in der Jüterboger Straße 4 in Rohrbeck.

Von Uwe Klemens

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