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Nachwuchskicker im „Hertha“-Camp

Jüterbog Nachwuchskicker im „Hertha“-Camp

Der Fußball-Bundesligist Hertha BSC trainiert mit Kindern auf dem Jüterboger Rohrteich-Sportplatz. Die Flämingstadt gehört zu den Partnerkommunen des Berliner Vereins und seit Jahren eine Fan-Hochburg. Zum dritten Mal fand nun das schweißtreibende Trainingscamp statt.

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Kuschel- und Autogrammstunde mit Herthino.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. So viele Tore. wie in den vergangenen Tagen im Jüterboger Rohrteich-Stadion geschossen wurden, wünscht sich wohl jeder aktive Fußballer und erst recht jeder Fan. Die Jungs und Mädchen, die von Dienstag bis Donnerstag den Jüterboger Rasen umpflügten, sind beides: Fan und Spieler. Die Einladung des Berliner Fußballclubs Hertha BSC zum Ferien-Fußball-Camp wollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Behandlung wie bei den Profis

Behandlung wie bei den Profis

Quelle: Uwe Klemens

„Teilnehmen kann jeder, der zwischen sieben und 13 Jahre alt ist, egal, ob Junge oder Mädchen oder woher er stammt“, sagt Joachim Berger, der 2004 zusammen mit Jüterbogs damaligem Bürgermeister Bernd Rüdiger die Herthaner in die Böckchenstadt holte und mit seiner Unterschrift die Partnerschaft zwischen Hauptstadtclub und Flämingstädtchen besiegelte.

Drittes Feriencamp von Hertha BSC in Jüterbog

Das nun zum dritten Mal organisierte, blau-weiß-gestreifte Feriencamp ist dabei nur eines der Elemente der Partnerschaft. Regelmäßig gehört der Fußballnachwuchs des heimischen FC Victoria zu den Einlaufkindern, die ihre Hertha-Stars bei Bundesligaspielen vor dem Beginn eines Spiels an die Hand nehmen. Als Belohnung für besonders gute Trainingsergebnisse werden Jüterboger Jugendliche auch als Balljungen bei Hertha-Spielen im Olympiastadion aktiv. Regelmäßige Besuche in der clubeigenen Fußballakademie oder im VIP-Bereich der Spiele gehören zu den weiteren Höhepunkten im Leben der Jüterboger Hertha-Fans.

Training der Schusstechnik mit beiden Beinen

Training der Schusstechnik mit beiden Beinen.

Quelle: Uwe Klemens

„Das Wichtigste bei unseren Feriencamps ist, dass die Kinder Spaß haben“, sagt Paul Pflug, der zum angereisten, dreiköpfigen Nachwuchstrainerteam gehört und vor ein paar Jahren noch selbst bei Victoria spielte. „Viele der Grundlagen, die ein Spieler braucht, haben ja die einheimischen Trainer bereits gelegt. Wir wollen diese ein wenig vertiefen, aber immer so, dass es noch Spaß macht“, sagt er, „für Hertha ist das Camp auch ein Stück Öffentlichkeitsarbeit.“

Teilnehmer kommen gern wieder

Dass das Konzept auf Gegenliebe stößt, zeigt sich nicht nur an der Teilnehmerzahl an sich, sondern auch an der Zahl derjenigen, die bereist zum zweiten oder dritten Mal daran teilnehmen. „Etwa 30 Prozent der Kinder waren schon mal dabei“, sagt Pflugs Trainerkollege Dominik Ernst.“ Für mich ist es sehr schön zu sehen, welche Fortschritte die Kinder seither gemacht haben.“

König Fußball verbindet Berlin und Jüterbog

Die Nachwuchsarbeit ist heute ein wichtiger Aspekt jedes Fußballclubs und wird vom Hauptstadtclub Hertha BSC seit vielen Jahren praktiziert.

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üterbog gehört seit 2004 zu den offiziellen Partnerstädten. 22 weitere Brandenburger Städte sowie Wittenberg in Sachsen-Anhalt gehören mittlerweile dazu.

Eine enge Partnerschaft verbindet die Berliner Fußballer auch mit dem Nachwuchs des Jüterboger FC Victoria, aus deren Reihen auch die so genannten „Einlaufkinder“ und die Balljungs bei Hertha-Heimspielen stammen.

Dreimal trafen Jüterboger Victoria-Kicker und Herthaner bei Freundschaftsspielen in Jüterbog aufeinander.

Bei besonderen Anlässen regelmäßig mit dabei ist dann auch das Hertha-Maskottchen Herthinho.

Der neunjährige Blönsdorfer Martin Menzel ist zum zweiten Mal dabei und seit dem Vorjahrescamp Victoria-Fußballer. „Im Feriencamp hab ich gelernt, dass man nach einem Fehler aufstehen und weitermachen kann. Außerdem bin ich besser im Sprint und Jonglieren geworden“, sagt er selbstbewusst.

Zwei Mädchen und 36 Jungs

Die zwei Jahre jüngere Franka Helmchen aus Jüterbog gehört zu den einzigen beiden Mädchen inmitten der Übermacht von 36 Jungs. „Es macht Spaß, auch wenn es ganz schön anstrengend ist, zum Beispiel beim Sprinten.“ Als Mädchen mit dabei zu sein, empfindet sie als normal. „Mädchen sind immer gut zum Schlichten, wenn sich die Jungs streiten,“ wagt Martin ein kleines Kompliment.

Von Uwe Klemens

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