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Nacktwanderer unerwünscht

Kliestower gegen FKK-Weg Nacktwanderer unerwünscht

Bei einer Einwohnerversammlung haben sich die Kliestower gegen einen Nacktwanderweg entschieden. Damit ist das Tourismusprojekt gefährdet. Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) sagte: „Die Stadt ist weiter daran interessiert, aber uns gehen die Lösungen aus.“

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Vor einem Jahr gab es einen Testlauf auf der geplanten Route für einen Nacktwanderweg in Trebbin.

Quelle: Nadine Pensold

Kliestow. Wer im Landkreis Teltow-Fläming nackt wandern will, der muss sich gedulden. Die bisherigen Bemühungen von Initiator Ulfert Hanschur verliefen bisher im Sande. Dabei sah es noch vor einem Jahr recht gut aus. Sowohl die Stadt Trebbin als auch der Kliestower Ortsvorsteher Andreas Liefeld (CDU) waren angetan von der Idee, einen Nacktwanderweg zu schaffen. Doch wie Andreas Liefeld auf MAZ-Anfrage mitteilt, ist Kliestow raus: „Wir hatten im vergangenen Jahr zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Der überwiegende Teil der Kliestower lehnt einen Nacktwanderweg ab.“

Ulfert Hanschur aus Beelitz bedauert das sehr, denn es gibt genügend Befürworter. „Die Probewanderung 2015 mit 85 Teilnehmern war ein toller Erfolg“ , sagt Hanschur. Eigentlich wollte er in diesem Jahr weitere Wanderungen organisieren, doch bisher ist nicht mal eine passende Strecke gefunden worden. Dabei gab es schon etliche Anmeldungen.

Hanschur glaubt, dass ein Beitrag im MDR unter dem Titel „Der nackte Wahnsinn“ nicht unbedingt dazu beigetragen hat, das Projekt voranzutreiben. In diesem Bericht wurde der geplante Nacktwanderweg in Trebbin ins Visier genommen – und dessen Planung für gescheitert erklärt. Dabei sollten mit dem Nacktwanderweg noch mehr Touristen in die Region gelockt werden. Und in Kliestow wurde das Projekt eigentlich als ein Alleinstellungsmerkmal gesehen. Doch jetzt ist wieder alles offen.

Wie Trebbins Bürgermeister Thomas Berger erklärt, ist die Stadt nach wie vor an dem Weg interessiert. „Aber es gibt noch keinen neuen Standort. Und uns gehen die Lösungen aus“, sagt Berger.

Ulfert Hanschur hofft, dass sich ein anderer Ort finden lässt. Die Sorge, dass sich Nudisten bereits im Ort entblättern könnten und splitternackt durch die Straßen laufen, besteht seiner Ansicht nach nicht. Im Mittelpunkt des Nacktwanderns stehe das Erleben der Natur, von der man selbst ein Teil sei. Wer im Adamskostüm unterwegs sei, der würde zusätzliche Eindrücke wie Wind, Sonnenstrahlen oder Regen intensiver erleben, als es Textilträger könnten.

Inzwischen gibt es im Nachbarkreis Potsdam-Mittelmark intensive Bemühungen, dort einen Nacktwanderweg ins Leben zu rufen. Geplant ist eine 14 Kilometer lange Route durch die Zauchewälder bei Oberjünne „Ich werde zum dortigen Initiator Kontakt aufnehmen, vielleicht können wir gemeinsam etwas erreichen“, sagt Hanschur.

Von Margrit Hahn

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