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Nadelstiche seit zwei Jahrzehnten

Woltersdorf Nadelstiche seit zwei Jahrzehnten

Seit 20 Jahren betreibt Gabriele Krüger ihre Änderungsschneiderei in Woltersdorf. Angefangen hatte sie, als sie ihren Job in der Luckenwalder Hutfabrik verlor. Den Schritt in die Selbstständigkeit hat sie nicht bereut.

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Gabriele Krüger in ihrer Nähwerkstatt.

Quelle: Hahn Margrit

Woltersdorf. Gabriele Krüger betreibt ihre Änderungsschneiderin in Woltersdorf seit 20 Jahren. Die 59-Jährige hatte einst in der PGH Herrenmaßschneiderin gelernt und dort bis zur Wende gearbeitet. Danach war sie zwei Jahre in der Luckenwalder Hutfabrik tätig. Als auch dort für sie das Aus kam, entschied sie sich für die Selbstständigkeit, denn sie wollte unbedingt in ihrem erlernten Beruf weiterarbeiten.

Sie richtete sich im Haus eine Nähstube ein, kaufte sich eine weitere Nähmaschine, verteilte Flyer und erhielt die ersten Aufträge, vor allem waren Hosen zu kürzen oder neue Reißverschlüsse einzunähen. Hin und wieder gehören auch Maßanfertigungen dazu, die der Woltersdorferin am meisten Spaß machen. Hochzeitskleider oder Abendgarderobe für den Abiball näht sie ebenso gern wie Anzüge oder Motorradkombis. Sie hat der Karnevalsprinzessin und der Garde ein neues Outfit verpasst und ebenso für den Elferrat der Urstromtaler die Sakkos genäht.

Stich in den Finger? „Einmal täglich mindestens“

Drei verschiedene Nähmaschine stehen in ihrem Stübchen – eine für feine Stoffe, eine für Jeansstoff und Leder und die dritte um Kanten zu versäubern. Hin und wieder wird auch mit der Hand genäht. Wie oft sie sich schon in die Finger gestochen hat, wurde nicht gezählt. „Einmal täglich mindestens“, erzählt sie lachend. Ihre Kunden kommen aus Woltersdorf und der weiteren Umgebung.

Gabriele Krüger wollte schon immer Schneiderin werden. Schon während ihrer Schulzeit nähte sie zusätzlich Schlag in die Hosenbeine. „Schwer fiel mir nur die Entscheidung, ob ich Damen- oder Herrenmaßschneiderin würde. Ich habe mir dann überlegt, wenn ich einen Herrenanzug nähen kann, klappt auch alles andere, und entschied mich fürs Herrenfach”, sagt die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und Oma von zwei Enkeln.

Immer Mittwoch ist Oma-Tag

Dass sich die Nähstube im Haus befindet, hat Vor- und Nachteile. Einerseits kann sie zwischendurch auch mal die Waschmaschine ausräumen. Anderseits fehlt ihr die Bewegung. „Früher bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, habe die Umgebung genau wahrgenommen und mich über die Jahreszeiten gefreut“, berichtet sie. Inzwischen gönnt sie sich auch einige freie Stunden. Mittwochnachmittag ist Oma-Tag, da holt sie ihre Enkel aus der Kita ab und bastelt oder spielt mit ihnen.

Am Freitag, dem 25. November feiert sie ihr 20-jähriges Geschäftsjubiläum mit der Familie und ihren treuen Kunden.

Von Margrit Hahn

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