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Teltow-Fläming Mehr Plus-Busse in Teltow-Fläming erwünscht
Lokales Teltow-Fläming Mehr Plus-Busse in Teltow-Fläming erwünscht
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11:18 14.09.2018
Ein Plus-Bus der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming im Einsatz. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplans des Landkreises Teltow-Fläming sind mehr Leistungen vorgesehen, die aber auch höhere Kosten verursachen. Liegen die Aufwendungen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreis in diesem Jahr noch bei 8,3 Millionen Euro, sollen es laut Haushaltsentwurf für 2019 ganze zehn Millionen sein. Gut die Hälfte davon soll mit 5,4 Millionen an Erlösen wieder hereinkommen durch 4,9 Millionen an Landeszuweisungen und 500.000 Euro an Beteiligungen der Kommunen an ihrem Stadtverkehr. Das heißt, dass der Kreis im nächsten Jahr 4,6 Millionen Euro zuschießt, 2018 sind es drei Millionen.

Plus 1,6 Millionen Euro

Für die zusätzlichen 1,6 Millionen Euro sollen unter anderem die Rufbussysteme in den Gemeinden Nuthe-Urstromtal und Niederer Fläming verbessert und der Plus-Bus zwischen Ludwigsfelde und Potsdam an die neuen Kriterien des Landes angepasst werden (siehe Infokasten), damit man hier von der Neuregelung des Landes profitieren kann. Die sieht nämlich eine Förderung der Plus-Busse in Höhe von 40 Cent pro Kilometer vor, die es bisher nicht gab.

Evaluation des Nahverkehrsplans

So wurde das Ingenieurbüro Proziv aus Berlin mit der Evaluation des Nahverkehrsplans TF beauftragt, was auch eine Bewertung möglicher Plus-Bus-Linien einschließt. Die stellte am Mittwochabend Proziv-Geschäftsführer Jörg Salzwedel im Kreiswirtschaftsausschuss vor.

Linie 715 am aussichtsreichsten

Am aussichtsreichsten bezüglich der Umsetzung ist laut Salzwedel die Linie 715 vom Bahnhof Ludwigsfelde bis zum Bahnhof Potsdam, die ohnehin schon als Plus-Bus läuft, aber eben noch den Kriterien des Landes angepasst werden muss. Und daran arbeitet man schon.

Eine klare Empfehlung gibt er auch der Linie 600 zwischen den S-Bahnhöfen Mahlow und Teltow über Großbeeren. Hier herrsche eine große Nachfrage und es sei nur ein geringer Nachsteuerungsbedarf erforderlich.

Empfehlenswerte Linien

Empfehlenswert sei auch die Linie 701 von Ludwigsfelde-Birkengrund bis nach Zossen. Wünschenswert sei trotz des hohen Aufwands auch der Ausbau der Linie 720 (BlankenfeldeGroßbeerenLudwigsfelde) zu einer Plus-Bus-Verbindung, wie auch die Linie 754 (DahmeHohenseefeldWerbigJüterbog). Nicht zu empfehlen sei dagegen die Linie 719 zwischen Luckenwalde und Baruth, weil sich hier die Nachfrage auf die Strecke zwischen Luckenwalde und Stülpe, vor allem durch Schüler, beschränke. Auch rät der Nahverkehrsexperte vom Ausbau der Linien 770 (LuckenwaldeSperenbergWünsdorfZossen) und 771 (ZossenSperenbergZossen) ab.

Landrätin fordert Geld vom Land

Als es um den Landesverkehrsplan ging, schlug die Stunde von Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Sie stellte fest, dass das BER-Umfeld weitgehend offen gelassen wird. „Wenn das Land unsere Linie 600 einfach bis zum Flughafen verlängert, dann soll es das bitte auch finanzieren“, ärgerte sie sich. So werde der Kreis als Träger des ÖPNV allein gelassen.

Von Hartmut F. Reck

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