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Teltow-Fläming „Natura 2000“-Inventur geht in die zweite Runde
Lokales Teltow-Fläming „Natura 2000“-Inventur geht in die zweite Runde
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00:18 13.05.2017
Reusenfang in Brandenburger Seen ist eine Möglichkeit zur Ermittlung des Artenbestandes. Quelle: Lehmann/Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg
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Dahmeland-Fläming

Die Region Dahmeland-Fläming ist bekannt für ihre naturbelassene Landschaft. In den europaweit teilweise einzigartigen Biotopen leben viele seltene Tier-und Pflanzenarten. Damit das so bleibt, wurde bereits ab 1992 das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 aufgebaut, mittlerweile ist es das größte zusammenhängende Schutzgebietsnetz der Welt. Es setzt sich zusammen aus Vogelschutzgebieten (SPA) und Fauna-Flora-Habitaten (FFH). Zur dauerhaften Erhaltung und Verbesserung dieser geschützten Lebensräume sollen Planungsbüros nach einer Naturinventur Managementpläne erstellen. Im Land Brandenburg sind das Landesamt für Umwelt (LfU) und die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg für dieses Mammutprojekt zuständig. Das LfU koordiniert Großschutzgebiete wie Naturparks, Biosphärenreservate oder Nationalparks, die Stiftung Naturschutzfonds die restlichen Natura 2000-Flächen. Letztere summieren sich auf 222 Gebiete. 145 davon wurden bereits in der ersten Periode von 2009 bis 2015 koordiniert. Für die restlichen 77 hat die Stiftung von 2015 bis zum Jahr 2020 Zeit. Anschließend soll der Fokus verstärkt auf die Maßnahmenumsetzung rücken.

In Dahme-Spreewald werden Inventuren in der Glasowbachniederung, Prierow bei Golßen, dem Sutschketal, dem Tiergarten, dem Urstromtal bei Golßen, den Wacholderheiden bei Sellendorf und dem Wernsdorfer See durchgeführt. In Prierow sind die Eichen-Hainbuchenwälder bedeutend für den Erhalt der repräsentativen, naturraumtypischen und charakteristischen Artenspektren, zum Beispiel des Sumpf-Lappenfarns oder des Leberblümchens. Im Naturpark Dahme-Heideseen gibt es 30 FFH-Gebiete und ein SPA-Gebiet, die sich über 10 000 Hektar erstrecken. Im Altkreis Königs Wusterhausen zählen zu den 20 FFH-Gebieten unter anderem die Heideseen bei Groß Köris, Massow oder die Radeberge. Letztere gehören zusammen mit den Katzenbergen und der Dubrow zum zentralen Bereich des kontinental geprägten Kiefern-Eichenmischwaldes innerhalb des Dahme-Seengebietes. Der ausgeprägt vorkommende Alt- und Totholzanteil der Alteichen ist Lebensraum seltener Insektenarten wie Eichenbock und Hirschkäfer.

Die zu schützenden Arten und Lebensräume in Teltow-Fläming sind unter anderem der Jägerberg-Schirknitzberg, der Kalkmagerrasen Trebbin, die Kiesgrube Spitzenberge, der Königsgraben, die Schleuse Mellensee sowie der Großmachnower Weinberg. Er gehört im Süden Brandenburgs zu den reichhaltigsten Florenstätten von Steppenpflanzen, in der viele charakteristische und seltene Pflanzenarten vorkommen, darunter die graue Skabiose.

Im Naturpark Nuthe-Nieplitz zählen zum Beispiel das Nuthe-Hammerfließ-Eiserbach oder das Naturschutzgebiet Forst Zinna-Jüterbog Keilberg zu den FFH-Gebieten. Wichtige zu schützende Arten sind hier auch der Eremit, der während der letzten Inventurperiode in Baruth neu entdeckt wurde, sowie Fischotter und Biber.

Gemeinsam mit regionalen Akteuren, wie zum Beispiel Landwirten, überlegen sich die Planungsbüros im Anschluss an die Bestandsaufnahme Erhaltungsmaßnahmen und welche Fördermittel hierfür zur Verfügung gestellt werden können.

Informationen zu Besucherexkursionen gibt es unter www.natura2000-brandenburg.de/infothek/

Von Josefine Kühnel

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