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Naturschutz zwischen Baruth und Luckenwalde

Neues Schutzgebiet im Urstromtal Naturschutz zwischen Baruth und Luckenwalde

Das geplante Landschaftsschutzgebiet „Baruther Urstromtal und Luckenwalder Heide“ sorgt für Diskussionsstoff. Die Gemeinde Nuthe-Urstromtal – deren Gebiet besonders betroffen ist – hält die Grenzziehung teilweise für völlig willkürlich. Grundstücke in gleicher Lage würden unterschiedlich behandelt. Auch Spiel- und Sportplätze seien betroffen.

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Ein neues Landschaftsschutzgebiet sorgt für Diskussionen.

Quelle: MAZ

Ruhlsdorf. Die Unterere Naturschutzbehörde des Landkreises hat der Gemeinde Nuthe-Urstromtal jetzt einen überarbeiteten Entwurf über das geplante Landschaftsschutzgebiet „Baruther Urstromtal und Luckenwalder Heide“ (LSG) vorgelegt. Der erste Entwurf lag von September bis Oktober 2013 in der Gemeindeverwaltung zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Es gab seitens der Bürger keine Einwende Daher beschränkte sich die Abwägung in erster Linie auf die Belange der Gemeinde.

„Landschaftsschutzgebiete können unter anderem ausgewiesen werden, um das Landschaftsbild für Tourismus und Erholung zu erhalten. In Landschaftsschutzgebieten bestehen in der Regel nur geringfügige Auflagen für die land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung“, heißt es in der Vorlage, worüber die Mitglieder des Bauausschusses in dieser Woche beraten haben.

Schutzgebiet in Konkurrenz zu Kita-Spielplatz und Weitsprunganlage

Die Untere Naturschutzbehörde gab nicht allen Forderungen der Gemeinde nach. „Die Gemeinde hatte Änderungsbedarf angemeldet“, sagt Ute Krüger von der Gemeindeverwaltung, „so ging es uns vor allem darum, die Sportplätze aus dem Landschaftsschutzgebiet zu nehmen.“ Die Kita in Woltersdorf wolle beispielsweise hinter ihrem Spielplatz noch kleine Plätze für die Kinder anlegen – schon im LSG. Auch für den Schulsportplatz in Stülpe hätte man nicht ungehindert eine Weitsprunganlage bauen können, weil sich der Sportplatz im LSG befindet.

Ute Krüger hat aber auch Einwände erhoben, weil sie die Grenzziehung in einigen Orten als willkürlich empfand. „Gegen solche offensive Ungleichbehandlung sind wir vorgegangen, obwohl es eigentlich Sache der privaten Eigentümer gewesen wäre, Widerspruch einzulegen“, fügt sie hinzu.

Bürgermeisterin kritisiert Desinteresse der Bürger am Planentwurf

Wie Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) erklärte, hätte sich die Gemeinde vor allem die Außenbereich angeschaut. „Ich bin erstaunt, dass sich die Bürger so wenig dafür interessieren, wenn das Land oder der Kreis Unterlagen öffentlich auslegen“, sagt sie, „viele wissen gar nicht, dass ihr Grundstück in einem Landschaftsschutzgebiet liegt. Wer dann dort bauen will, hat das Nachsehen. Und dann ist das Theater groß .“ So gab es in Dümde und Schöneweide Landschaftsschutzgebiete, die nach Aussage von Ute Krüger nicht nachzuvollziehen waren. Es wurden nebeneinanderliegende Grundstücke unterschiedlich gewertet und mittendrin eine Naturschutzgrenze gezogen.

Nicht zugestimmt wurde unter anderem der Straße am Ortseingang in Scharfenbrück. „Eine Gesamtherausnahme ist nicht umsetzbar, da eine Vielzahl von Splitterflächen entstehen würde“, heißt es in der Begründung der Unteren Naturschutzbehörde. Da den grundsätzlichen Forderungen der Gemeinde entsprochen wurde, stimmten die Ausschussmitlieder dem Entwurf zu.

Von Margrit Hahn

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