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Naturschutzgebiet in Jüterbog abgebrannt

Großeinsatz der Feuerwehr Naturschutzgebiet in Jüterbog abgebrannt

In Jüterbog ist am Sonntag ein Naturschutzgebiet in Brand geraten. Die Flammen haben auf einem 105 Hektar großen Gebiet gelodert. Für die Feuerwehr hat sich der Löscheinsatz zu einem Mammuteinsatz entwickelt, bei dem ihnen schließlich noch die Natur einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

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Am Abend entfachten orkanartige Böen das Feuer auf dem alten Schießplatz noch einmal.

Quelle: Feuerwehr Sperenberg

Jüterbog. In einem 13-stündigen Dauereinsatz waren Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis Teltow-Fläming am Sonntag bei einem Brand auf dem ehemaligen Schießplatz Jüterbog. Es brannte auf 105 Hektar in der roten Zone im Naturschutzgebiet nahe dem Keilberg.

Bereits 2010 hatte es dort gebrannt. Anders als damals ist inzwischen aber das Waldbrandschutzkonzept für das munitionsverseuchte Gelände umgesetzt. Damals drangen die Feuerwehren zum Löschen gefährlich weit ins Brandgebiet vor , wurden auch von Löschflugzeugen unterstützt. Dieses Mal blieben sie überwiegend auf Beobachtungsposten entlang der breiten Brandschutzschneisen. „Wir haben uns auf Randbereiche konzentriert“, berichtet Tino Gausche, stellvertretender Kreisbrandmeister.

Einsatzleitung am Lageplan

Einsatzleitung am Lageplan: Joachim Wasmansdorff, Ordnungsamtsleiter und stellvertretender Bürgermeister Jüterbog, Michael Rinderle und Patrick Bellin (FFW Jüterbog, v.l.).

Quelle: Martina Burghardt

Die erste Alarmmeldung kam bereits am Sonntagmittag. Eine Überwachungskamera hatte Rauch bemerkt. Gegen 13.30 Uhr wurden die Feuerwehren aus Jüterbog zur Unterstützung gerufen. In einem Polizeihubschrauber verschaffte sich die Einsatzleitung einen Überblick. Später wurde eine Waldbrand-Einheit mit Kräften aus dem Norden des Kreises hinzugezogen. „Es waren bis zu 88 Einsatzkräfte und 23 Fahrzeuge im Einsatz“, sagt Gausche. Am späten Nachmittag stieß ein Löschpanzer hinzu.

Ein Löschpanzer kam zum Einsatz

Ein Löschpanzer kam zum Einsatz.

Quelle: Feuerwehr Sperenberg

Am Abend dachte die Einsatzleitung schon, das Feuer unter Kontrolle zu haben. Für 22 Uhr war der Abzug vorgesehen. Doch dann kam Sturm. „In den Windböen flammte der Brand noch einmal richtig auf“, so der Einsatzleiter weiter, „es kam zu starker Rauchentwicklung, die in Richtung Grüna, Neuheim und Kloster Zinna zu merken gewesen sein dürfte.“ Der Sturm trieb die Flammen vor sich her. Aus der Brandfläche hörten die Feuerwehrleute immer wieder kleinere Explosionen. Aber die Schutzstreifen erfüllten ihre Pflicht. Als der Wind abflaute „löschten wir einige Feuerzungen ab, die sich gebildet hatten.“

Nach Mitternacht hatten die Wehren das Feuer im Griff – der Starkregen half dabei – und konnten abziehen. Verletzt wurde niemand. Orte waren nicht in Gefahr.

Am Montag gegen 8 Uhr wurde das Gelände in Augenschein genommen. Es gab zwar noch einige Glutnester. Aber die weitere Beobachtung wurde vom Flächeneigentümer, der Stiftung Naturlandschaften, übernommen. Die Feuerwehr geht nicht von Brandstiftung aus.

Von Alexander Engels

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