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Teltow-Fläming Nein zu neuen Ampeln
Lokales Teltow-Fläming Nein zu neuen Ampeln
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05:31 02.12.2017
Die Kreuzung Glasower Damm Ecke Ibsenstraße in Mahlow soll sicherer werden. Über das Wie waren sich die Gemeindevertreter uneinig. Quelle: Foto: Zielke
Blankenfelde-Mahlow

Zusätzliche Fußgängerampeln an zwei Hauptverkehrsstraßen in Mahlow und Blankenfelde wird es voraussichtlich nicht geben. Die Gemeindevertretung lehnte am Donnerstag zwei Anträge der WIR-Fraktion ab. Sie hatte Ampeln an der Einmündung vom Glasower Damm zur Ibsenstraße in Mahlow sowie an der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße/ Heinrich-Heine-Straße in Blankenfelde gefordert.

Hauptargument gegen die Ampel war die ungewisse Zustimmung durch den Kreis. Die dortige Straßenverkehrsbehörde entscheidet letztlich darüber, ob und wo eine Ampel aufgestellt wird. Einige zweifelten auch den Nutzen einer Ampel an. „Das Problem dort ist der schmale Bürgersteig“, sagte Bernd Marquardt (FWG). Bereits in der Beratung des Bauausschusses im Oktober war deutlich geworden, dass ein Ja der Straßenverkehrsbehörde zu einer Ampel vermutlich schwierig zu bekommen ist. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung eigene Ideen für die Einmündung vom Glasower Damm zur Ibsenstraße entwickelt.

Unterschriftensammlung nach schwerem Unfall

Im März hatte es dort einen schweren Unfall gegeben, bei dem ein achtjähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt wurde. Die Mutter hatte daraufhin mehr als 300 Unterschriften gesammelt, die eine Entschärfung der Verkehrssituation an der Kreuzung fordern. Die Gemeindeverwaltung möchte den Schulweg an der Stelle vor allem übersichtlicher machen. Geh- und Radwege sollen anders gepflastert werden. Ein Stoppschild soll Autofahrer aus der Ibsenstraße zum Anhalten zwingen. Der bisherige Schwenk auf dem Alleeteil des Glasower Damms soll entfallen, die Straße begradigt werden. Auch eine Versetzung des Trafohäuschens will man prüfen.

Aus Sicht der Bauausschussvorsitzenden Sabine Plettner-Mozuch (Grüne) lässt sich mit diesen Vorschlägen die Sicherheit dort verbessern. „Ein langes Verfahren beim Kreis mit ungewissem Ausgang hat zur Folge, dass in dieser Zeit nichts passiert“, sagt sie. Die von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen hätten den Vorteil, dass die Gemeinde sie – mit Ausnahme des Stoppschildes – in Eigenregie umsetzen könnte.

Sichtweise der Straßenverkehrsbehörde soll sich ändern

Den Antragsstellern der WIR-Fraktion reicht das nicht. Sie wirft denen, die nein zur Ampel gesagt haben, „vorauseilenden Gehorsam“ vor. „Die WIR-Fraktion wird weiter kämpfen, auch wenn es länger dauert“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies gelte auch für die Kreuzung Karl-Liebknecht- und Heinrich-Heine-Straße in Blankenfelde. Auch dort hatte die Fraktion eine Ampel gefordert. „Dort muss etwas passieren, weil es immer wieder Unfälle gibt“, sagte der WIR-Fraktionsvorsitzende Daniel Freiherr von Lützow. Er forderte die Kreistagsabgeordneten auf, Druck auf die Straßenverkehrbehörde zu machen, verkehrsberuhigende Maßnahmen nicht länger zu verhindern. Gerrit Schrader (BVBB-WG) kritisierte, dass in vielen Köpfen noch immer das Ideal der autogerechten Stadt regiere. „Darunter leiden wir bis heute. Es ist Zeit, diese Sichtweise zu ändern.“

Von Christian Zielke

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