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Teltow-Fläming Tierschützer sammeln Spenden für Kater Matze
Lokales Teltow-Fläming Tierschützer sammeln Spenden für Kater Matze
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09:52 04.12.2018
Hauskater Matze leidet unter extremen Gewebewucherungen in beiden Ohren. Quelle: Isabelle Richter
Fröhden

„Wenn man ein Herz für Tiere hat und so ein Elend sieht, muss man einfach helfen“, sagt Gabriele Loster. Die Rentnerin aus Fröhden ist seit der Gründung Ende 2015 Mitglied im Verein „Netzwerk Tierschutz“ und kümmert sich aktuell wieder um einen besonders schweren Fall.

Vor rund vier Wochen war der sechs Monate alte Hauskater „Matze“ an einer der 20 Futterstellen im Bereich Jüterbog und Niedergörsdorf aufgefunden worden. „Er hat den menschlichen Kontakt gesucht“, berichtet Gabriele Loster über die erste Begegnung mit Matze. Aus ihrer Sicht suchte der Kater Hilfe, denn eine Untersuchung beim Tierarzt ergab, welche Schmerzen der Kater in den vergangenen Tagen erleiden musste. Das laute Röcheln des Jungtieres ließ bereits Schlimmes vermuten. Zudem wog Matze nur noch knapp über zwei Kilogramm.

OP übersteigt Budget der Tierschützer

Matze leidet unter extremen Gewebewucherungen (Polypen), die sich in beiden Ohren und vermutlich auch im Nasen- und Rachenbereich ausgebreitet haben. Gabriele Loster berichtet: „Beide Ohren waren waren komplett vereitert, die Tierärztin war schockiert.“ Um das Überleben des sechs Monate alten Katers zu sichern, sei eine Operation lebensnotwendig. In 90 Prozent der Fälle, seien die Tiere danach aber geheilt. Der Preis für die OP ist allerdings hoch. Rund 1000 Euro soll der mehrstündige Eingriff am 19. Dezember in der Wittenberger Tierklinik kosten. Geld, das der Tierschutzverein nicht hat. Allein Gabriele Loster hat schon etliche Katzen aus eigener Tasche kastrieren und operieren lassen. Erst vor Kurzem musste sie erneut 700 Euro für eine Behandlung hinblättern.

Die Mitglieder vom „Netzwerk Tierschutz“ sind deshalb auf Spenden angewiesen. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt sich am Beispiel von Kater „Jimmy“. Auch für ihn sammelten die Tierschützer im vergangenen Jahr Spenden für eine lebensnotwendige Operation. Zum heutigen Zustand des Kater berichtet Gabriele Loster: „Jimmy geht es gut. Er ist ein schöner, kräftiger Kater geworden.“

Zuspruch aus Jüterbog und Niedergörsdorf

Froh über das Engagement der Tierfreunde ist man auch in den Gemeindeverwaltungen in Jüterbog und Niedergörsdorf. Gute Erfahrungen mit den Tierfreunden hat bereits Niedergörsdorfs Hauptamtsleiterin Andrea Schütze gemacht. „Offiziell sind wir zwar nicht Mitglied im Tierschutznetzwerk, aber wir helfen uns untereinander und auf unbürokratische Weise, wenn es um die Vermittlung von Fundtieren geht“, so Schütze, deren Gemeinde, so wie auch das Amt Dahme, mit dem Luckenwalder Tierheim einen Vertrag zur Tieraufnahme hat.

Auch Jüterbogs Ordnungsamtsleiter Joachim Wasmansdorff erklärt: „Derzeit bringen wir unsere Tiere im Tierheim Hasert in Luckenwalde unter, wissen aber nicht, wie lange das aufgrund des Alters der Betreiberin noch funktioniert.“ Dem Vorhaben des Tierschutzvereins, ein eigenes Tierheim in der Region aufzumachen, steht Wasmansdorff deshalb durchaus positiv gegenüber. Er bleibt aber skeptisch, ob sich dafür ein geeignetes Objekt finden lässt und der Verein den Betrieb finanziell stemmen kann. Gabriele Loster gibt ebenfalls zu, dass ein eigenes Tierheim ohne größere Spenden wohl vorerst nur ein Traum bleibt. Dennoch sagt sie: „Wir würden es schon gerne machen, weil der Bedarf auch da ist.“

Auch kleinere Spenden sind hilfreich

Nichtsdestotrotz sei den Tierschützern mit jeder kleinen Spende schon geholfen. Im Jüterboger Rathaus sowie verschiedenen Tierarztpraxen stünden bereits Körbe für Futterspenden bereit. Der Discounter „Norma“ in Dahme habe außerdem eine Futterspendebox für die Tierschützer aufgestellt. Gabriele Loster wünscht sich, dass auch die Supermärkte in Jüterbog mitziehen. Bisher habe sich dazu aber noch kein Markt bereit erklärt.

Wer die Mitglieder vom „Netzwerk Tierschutz“ unterstützen möchte, kann dies am besten mit einer Spende tun. Kontakt unter Tel. 01 78/3 26 18 64 oder www.nw-tierschutz.de/kontakt.

Von Isabelle Richter und Uwe Klemens

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