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Teltow-Fläming Neuanfang bei der Feuerwehr
Lokales Teltow-Fläming Neuanfang bei der Feuerwehr
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04:40 18.11.2016
Natalie Andreas (r.) steht an der Spitze der Ortsfeuerwehr in Groß Ziescht. Torsten Guslanka (l.) unterstützt sie in der Wehrführung Quelle: Staindl
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Groß Ziescht

Die Freiwillige Feuerwehr in Groß Ziescht ist aufgewacht. Etwa 20 Jahre lang hatte sie im Dornröschenschlaf gelegen. Keine Ausbildung, keine Einsätze. Technik und Ausrüstung veraltet. Die freiwillige Feuerwehr in Groß Ziescht gab es nur noch auf dem Papier. Das hat sich grundlegend geändert. Zehn Männer und zwei Frauen wagen einen Neuanfang.

„Ich bin sehr froh darüber“, sagt der Ortsvorsteher Dirk Wache. „Schön, dass sich zwölf Leute gefunden haben, um in unserem Ortsteil wieder eine funktionierende Wehr aufzubauen.“ Die erste Hürde ist genommen. Alle zwölf haben die Ausbildung zum Truppmann bestanden. 16 Feuerwehrleute aus der Stadt Baruth hatten sich insgesamt an dem Lehrgang in diesem Jahr beteiligt, so der stellvertretende Stadtbrandmeister Marcel Jezierski. Groß Ziescht hatte die meisten gestellt.

Jezierski unterstützt die Ortswehr in Baruths Ortsteil: „Ich begleite sie, gebe Tipps und Hinweise, helfe etwa, Ausbildungstage zu planen. Ich bin mit dem Entwicklungsstand der Ortswehr sehr zufrieden.“ Natalie Andreas steht an der Spitze der kleinen Wehr. Sie soll die Gruppe führen. Damit ist die 19-Jährige die erste Frau als Chefin einer Ortsfeuerwehr in Baruth, wie Marcel Jezierski sagt. Sie traut sich das zu: „Mein Interesse für die Feuerwehr ist geweckt. Ich möchte helfen, bei Einsätzen dabei sein, so richtig aktiv mitmachen. Auch die Feuerwehrtechnik interessiert mich.“

Dass sich die angehende Erzieherin noch weiterbilden muss, um sich offiziell Ortswehrführerin nennen zu dürfen, weiß sie. Auch die anderen Mitglieder planen weitere Schulungen. „Ausbildung ist ganz wichtig“, sagt der stellvertretende Stadtbrandmeister. Und, dass die Wehr in Groß Ziescht künftig einen gemeinsamen Löschzug mit Petkus und Merzdorf bilden soll. Zu den Einsätzen dieser kleineren Ortswehren gehören etwa das Beseitigen einer Ölspur und von Sturmschäden. Sie sollen bei Bedarf auch bei Waldbränden hinzugezogen werden. Die Freiwillige Feuerwehr in Groß Ziescht wird entsprechend ausgerüstet. Neue Einsatzkleidung ist schon vorhanden, das Einsatzfahrzeug wird derzeit umgerüstet. „Die kleinen Wehren sind für uns sehr wichtig“, sagt Marcel Jezierski. „Sie verfügen über Ortskenntnis, entlasten und unterstützen die Ortsfeuerwehr in Baruth.“

Wie wichtig gut ausgebildete Feuerwehrleute für den eigenen Ort sind, wurde vor zwei Jahren deutlich. Damals hatte ein Gebäude in Groß Ziescht gebrannt wie Dirk Wache erzählt. Für ihn war das der Anstoß, die Ortsfeuerwehr zu aktivieren. Für Natalie Andreas ist Feuerwehr Neuland: „Ich hatte bisher nichts damit zu tun.“

Die 19-Jährige erhält auch Unterstützung aus den eigenen Reihen. Torsten Guslanka steht ihr zur Seite. Der 54-Jährige hat schon Erfahrung als Feuerwehrmann. Jetzt will er helfen, die kleine Wehr in seinem Dorf wieder einsatzfähig zu machen. Marcel Jezierski sieht die kleine Ortsfeuerwehr auf einem guten Weg. „Ich wollte sie eigentlich zwei Jahre lang begleiten. Doch wie es aussieht, kann die Wehr viel früher selbstständig arbeiten.“ Natalie Andreas will auch junge Leute für die Feuerwehr begeistern: „Wir brauchen Nachwuchs in unserer Ortsfeuerwehr.“

Von Andreas Staindl

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