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Neue Beratungsstelle in Luckenwalde

Ein Netzwerk für Migranten Neue Beratungsstelle in Luckenwalde

Eine neue Beratungsstelle in Luckenwalde will Zuwanderern eine Anlaufstelle zur Erstorientierung bieten. Hier sollen auch die beruflichen und sprachlichen Kompetenzen der Migranten überprüft werden, um zu sehen, welche Sprach- oder Integrationskurse erforderlich sind, um den Flüchtlingen, Asylbewerbern oder Spätaussiedlern eine Perspektive zu geben.

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Beraten, begleitern, betreuen „Be3“ ist ein neuer Anlaufpunkt für Migranten in Luckenwalde. Die Beraterinnen sind Franziska Liepe (l.) und die syrische Kurdin Sabiha Kahlil (r.).

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Den Grund für die vielen Probleme von und mit Flüchtlingen und Asylbewerbern sieht Sabiha Kahlil in einem Mangel an Integration und in zu vielen Missverständnissen. Die Kurdin ist mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen und lebt seit fast anderthalb Jahren in Luckenwalde. Sie weiß, wovon sie spricht. Seit Mittwoch hat sie die Gelegenheit, „meinen Beitrag zu einem besseren Zusammenleben von Deutschen und Flüchtlingen zu leisten“. So versteht sie jedenfalls ihre neue Aufgabe. „Das ist nicht nur ein Job für mich“, sagt die ausgebildete Lehrerin, „sondern so kann ich mein Bestes für beide Seiten geben und dabei helfen, den Flüchtlingen das Leben in Deutschland zu erleichtern.“

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Franziska Liepe betreut Sabiha Kahlil die am Mittwoch eröffnete Beratungsstelle „Be3“ der SBH Südost GmbH in Luckenwalde, Beelitzer Tor 14. Das dreifache „Be“ steht für Beraten, Begleiten und Betreuen. Das Angebot richtet sich an alle Menschen mit Migrationshintergrund, also an Flüchtlinge, Asylbewerber und an Spätaussiedler. „Wer möchte, kann sich dort hinwenden“, sagte Norbert Hurny, SBH-Gebietsleiter für Brandenburg, bei der Eröffnung der neuen Beratungsstelle.

Die Idee dazu sei geboren worden bei der Überlegung, wie man mit den zunehmenden Flüchtlingszahlen umgehen kann. Auf dem Gebiet hat die Firma SBH Erfahrung. Seit 20 Jahren bietet sie im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Sprachkurse an und betreibt das Übergangswohnheim in Bestensee-Paetz im Nachbarkreis Dahme-Spreewald.

Als Bildungsdienstleister ist das Unternehmen SBH besonders breit aufgestellt im Bereich der beruflichen Qualifizierung. So kann es den interessierten Migranten viele Möglichkeiten aus dem eigenen Angebot bieten, aber auch aus dem vieler Netzwerkpartner wie beispielsweise der Volkshochschule. Zudem gibt es auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und der Arbeitsagentur.

„Netzwerkarbeit ist hier das A und O“, sagte die Luckenwalder SBH-Niederlassungsleiterin Heike Schendler. Neben Orientierungshilfen bei Behördengängen, Bildungsmaßnahmen oder Familienzusammenführungen könnten Zuwanderer gemeinsam mit den Beratern einen Förderplan entwickeln, der die individuellen Bedürfnisse und Kompetenzen berücksichtigt, so Heike Schendler. So werde überprüft, ob die jeweiligen Schul- und Berufsabschlüsse in Deutschland anerkannt werden oder für welche Sprach- und Integrationskurse eine Anmeldung erfolgen kann. Die Beratung wird mehrsprachig auf deutsch, englisch, arabisch, französisch, spanisch und portugiesisch angeboten. „Uns ist wichtig, dass die Migranten Wertschätzung erfahren“, betont Schendler. Daher habe man auch bei persönlichen Problemen immer ein offenes Ohr.

Info: Die Beratungszeiten: dienstags bis donnerstags von 9 bis 14 Uhr.

Von Hartmut F. Reck

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