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Teltow-Fläming Neue Campus-Schule braucht mehr Räume
Lokales Teltow-Fläming Neue Campus-Schule braucht mehr Räume
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00:26 01.06.2018
Das alte Schulhaus (l.) steht leer und wartet auf seine Sanierung. Dafür hat die Gemeinde zwar kein Geld, aber die Räume werden gebraucht. Quelle: Uwe Klemens (2)
Werbig

Genau ein Jahr ist es her, dass die neue Werbiger Ludwig-Achim-von-Arnim-Grundschule als zentrales Element des künftigen „Campus der Generationen“ mit einem großen Festakt ihrer Bestimmung übergeben wurde. Dass die Schule schon zwölf Monate später an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen würde, ahnte damals kaum jemand. Aufgrund der vorliegenden Erstklässler-Anmeldungen wird es ab dem Schuljahr 2018/19 neben den bisherigen beiden Flex-Klassen auch eine dritte 1. Klasse geben. Seit 2005 war die Schule, damals noch im benachbarten, 1979 gebauten alten Schulhaus als einzügige Grundschule untergebracht.

Anmeldungen höher als die Prognose

„Wir sind überglücklich, dass das Schulamt so kurzfristig unserer Bitte entsprochen und die dritte 1. Klasse bewilligt hat“, sagt Petra Schrank, die unmittelbar nach dem Umzug ins neue Haus die Leitung der Schule übernommen hat. Denn mit Blick auf die Schulentwicklungsplanung sind für Jahre 2018 bis 2022 bei den Schulanfängern eher stagnierende bis rückläufige Anmeldezahlen zu erwarten, mit 34 festen und zwei noch ungeklärten Anmeldungen liegt Werbig deutlich über der schulamtlichen Prognose.

„Ob diese Tendenz in den kommenden Jahren anhält, lässt sich im Moment nicht sagen. Denn wir profitieren bei den Schülerzahlen tatsächlich von den vielen Zuzügen junger Familien mit Kindern im Vorschulalter und ich hoffe natürlich, dass diese Entwicklung auch anhält“, sagt Schrank und guckt dabei in Richtung Jüterbog. „Würde es nicht die allgemeine Tendenz zu mehr Schulanfängern geben, würde man dort bestimmt nicht über eine dritte Grundschule nachdenken“, so die Schulleiterin weiter.

Jo gesellt sich zu Mimmi und Mo

Von den bislang fest zugesagten Schulanfängern werden jeweils etwa acht bis neun Kinder auf die beiden Flex-Klassen Mimmi und Mo verteilt. 17 bis 19 Kinder bilden dann die Regelklasse, die Jo heißen soll. In Flex-Klassen werden Schulanfänger und Kinder des 2. Schuljahres gemeinsam unterrichtet und individuell, je nach ihrem Leistungstand, gefördert.

„So schön die dritte 1. Klasse auch ist, so zieht es doch einen Rattenschwanz hinterher sich“, sagt Petra Schrank. Zum einen müssen zwei weitere Lehrer eingestellt werden, was vom Schulamt bereits bewilligt wurde. Zum anderen verliert die Schule aufgrund der beschränkten Raumanzahl ihr naturwissenschaftliches Kabinett, dass nun als regulärer Klassenraum gebraucht wird. Statt derzeit 120 Mädchen und Jungen ist die Schule künftig Lernort für 138 Schüler. Das Kollegium vergrößert sich von zehn auf zwölf Lehrer plus einen Referendar.

Altes Schulhaus könnte eine Alternative sein

Als Ausweg im Blick hat Schrank das leerstehende und auf seine Sanierung wartende, alte Schulhaus, in das laut Campus-Projekt die Gemeindeverwaltung und Vereine einziehen sollten. Dass das Konzept nicht mehr taugt, weil die Verwaltung inzwischen im Amt Dahme aufgegangen ist, weiß auch der vor kurzem gewählte Bürgermeister Matthias Wäsche (parteilos). Im Dialog zwischen Amtsverwaltung und Gemeindevertretern muss geklärt werden, wie das Konzept der Realität angepasst und ob die Schule einen Teil der Räume nutzen kann.

Von Uwe Klemens

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