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Neue Dauerausstellung in Kloster Zinna

Der Abt und sein Haus Neue Dauerausstellung in Kloster Zinna

Die Tage der alten Dauerausstellung im Museum Kloster Zinna sind gezählt. Jetzt wurde das Konzept für moderne Revision der Schau vorgestellt. „Der Abt und sein Haus“ soll auch Kinder und Familien das Leben in einem Kloster anschaulich machen. Zuvor muss allerdings noch das wichtigste Exponat auf Vordermann gebracht werden.

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Die bisherige Dauerausstellung von 1998 und ist abgenutzt und wissenschaftlich sowie technisch nicht mehr aktuell.

Quelle: Peter Degener

Kloster Zinna. Die Hülle des Museums Kloster Zinna ist noch nicht saniert, doch die Vorbereitungen für den neuen Inhalt sind bereits weit fortgeschritten. Das Museum soll nach fast 20 Jahren eine neue Dauerausstellung erhalten, die nach der Sanierung der Neuen Abtei installiert werden wird. Die ersten Details dazu hat jetzt Museumsleiter Norbert Jannek im Jüterboger Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing vorgestellt.

Ausstellung in Kloster Zinna mit altbackener Aufbereitung

Derzeit kann man in der Ausstellung zwar vieles lernen, doch vergilbte Fotos, veraltete Informationen und eine altbackene Aufbereitung des Stoffes liegen unter den Erwartungen von Besuchern und Mitarbeitern. Die neue Schau dagegen soll wissenschaftlich, technisch und pädagogisch eine ganze Generation weiter sein.

„Der Abt und sein Haus“ lautet der Arbeitstitel der neuen Ausstellung. „Alles was wir darstellen, soll aus der Perspektive des Abts erzählt werden“, sagt Jannek. Das Leben im Kloster, sein Einfluss auf die Dörfer der Umgebung und die Regeln der Zisterzienser werden thematisiert.

Geschichte des Zisterzienser-Klosters in Zinna

Im Jahr 1170 wird das Zisterzienser-Kloster Zinna durch den Magdeburger Erzbischof Wichmann gegründet und erhält Besitzungen im Raum Jüterbog.

Die Neue Abtei wird entweder um 1430 oder um 1480 als Residenz des Abtes errichtet. Nach der Reformation dauert es noch bis 1553 – dann wird das Kloster aufgehoben.

Steine der Klosteranlage werden ab 1764 für den Bau der friderizianischen Webersiedlung in Zinna verwendet. Mitte des 19. Jahrhunderts werden die Reste als mittelalterliches Baudenkmal wiederentdeckt und saniert.

Seit 1956 beherbergt die Neue Abtei ein Heimatmuseum. Bis 1977 wird das Haus schrittweise saniert.

„In einer Hörstation hört man eine Alptraumvision, wie es dem Abt im Fegefeuer geht, weil er ordentlich geprasst hat“, beschreibt Jannek eindrücklich Hilfsmittel bei der Vermittlung des fernen Stoffs, denn trotz des wissenschaftlichen Anspruchs zielt man auf Tagesbesucher ohne inhaltliche Vorbildung.

Insgesamt acht Ausstellungsräume sind derzeit vorgesehen – einer mehr als bisher, da ein bislang für die Verwaltung genutzter Raum im Erdgeschoss umgenutzt werden soll. Für jeden Raum ist ein sogenanntes Raumbuch durch den Berliner Kurator Bodo Baumunk erstellt worden. Diese Raumbücher liegen seit Februar vor. „Auf dieser Grundlage wird ein Gestalter die praktische Umsetzung erarbeiten“, sagt Jannek.

Museumsleiter Norbert Jannek

Museumsleiter Norbert Jannek.

Quelle: Peter Degener

Dafür wurde im Dezember nach einem Wettbewerb das Münchener Gestaltungsbüro Haslbeck Schneider engagiert. „Dieses Büro hat als einziges den Ansatz verfolgt, das Abtshaus und den Abt in den Mittelpunkt der Gestaltung zu stellen. Dort ist man am sensibelsten mit dem Haus umgegangen“, sagte Jannek der MAZ. Immerhin beherberge die Abtei nicht nur das Museum, sondern sei gleichzeitig das wichtigste Exponat. Zudem habe das Büro mit dem Fuldaer Kindermuseum bereits bewiesen, dass es auch eine neue wichtige Zielgruppe zu begeistern weiß: Familien und Kinder.

„Wir haben einen gesunden Vorlauf für die Umsetzung“, sagte Jannek zum Zeitplan. Frühestens Ende 2018 wird die neue Dauerausstellung tatsächlich realisiert werden. Vorher muss das Haus des Abtes noch auf Vordermann gebracht werden.

Von Peter Degener

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