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Neue Ideen für das Künstlerhaus

Schloss Wiepersdorf Neue Ideen für das Künstlerhaus

Brandenburgs Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf besucht und sich beeindruckt gezeigt. Für die künftige Konzeption und Finanzierung des Hauses sicherte Gutheil ihre Unterstützung zu. Bei den Ideen für eine bessere Auslastung des Hauses spielte sogar ein naher Hubschrauberlandeplatz eine Rolle.

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Staatssekretärin Ulrike Gutheil (r.) besichtigte am Donnerstag das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf.

Quelle: Peter Degener

Wiepersdorf. Kaum ein Wort fiel so häufig wie „Authentizität“, als die brandenburgische Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil (parteilos) am Donnerstag das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf besuchte.

Nicht nur aus ihrem Mund, sondern auch von Steffen Skudelny, dem neuen Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die das Haus trägt, von Norbert Baas als Vorsitzendem des Freundeskreises und von Anne Frechen als Leiterin des Künstlerhauses wurde der Begriff immer wieder angeführt. Alle strichen die weit über Brandenburg und Deutschland hinausreichende Bedeutung der Einrichtung heraus und demonstrierten den Willen zu deren Erhalt.

Besuch war Auftakt für neue Gespräche zwischen Land und Stiftung

„Für uns ist das authentische Denkmal mit Park und Inventar der Reiz und seine authentische Nutzung als Künstlerhaus ein hoher Wert“, sagte Skudelny. „Das ist ein Ort mit einer authentischen Atmosphäre und wir müssen gemeinsam nachdenken, wie man ihn finanzieren und so besonders lassen kann“, sagte Gutheil. Die Staatssekretärin lernte nicht nur das Schloss, sondern mit Skudelny auch den Vertragspartner für die Kooperation und Finanzierung des Künstlerhauses kennen.

Steffen Skudelny ist seit März Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf besitzt und betreibt

Steffen Skudelny ist seit März Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf besitzt und betreibt.

Quelle: Peter Degener

Das Treffen war damit auch ein neuer Auftakt für die Verhandlung eines Folgevertrags über das Haus. „Wir setzen uns sehr frühzeitig zusammen, das Vertragsende 2019 drängt uns nicht“, sagte Skudelny.

Die Stiftung Denkmalschutz ist auf das Land angewiesen, weil ihre Gemeinnützigkeit keinen wirtschaftlichen Betrieb erlaubt und Stiftungen generell unter sinkenden Zinserträgen leiden. Gutheil betonte, dass alle Lösungen und finanziellen Vereinbarungen langfristig sein müssten, um Sicherheit zu schaffen. Sie sicherte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ihre grundsätzliche Unterstützung zu.

Wiepersdorf kommt für Politikertreffen in Frage

Um die Auslastung unabhängig von Künstler-Residenzen zu erhöhen kamen bei dem Gespräch ganz neue Ideen auf den Tisch: „Dieser Ort wäre für kleine Politikertreffen sehr interessant. Er liegt nicht nur nahe an Berlin, sondern hat mit dem Flugplatz Reinsdorf auch einen Hubschrauberlandeplatz, was dafür sehr wichtig ist“, sagte Norbert Baas, der früher als Botschafter tätig war.

Kürzere Aufenthalte der Stipendiaten machen Raum für Workshops

Anne Frechen schlug vor, bestimmte Zeiträume der Saison von Stipendiaten frei zu halten, da diese mittlerweile kürzere Aufenthalte wünschten. Dafür könnte man anderen Nutzergruppen wie Hochschulen für Workshops oder Tagungen die Räume überlassen.

Neuer Café-Betreiber öffnet an ausgewählten Wochenenden

Für Besucher gibt es schon jetzt eine gute Nachricht: Die Orangerie im Garten hinter dem Schloss wird während der monatlichen Präsentationen der Stipendiaten wieder als Café geöffnet.

„Mit dem ,Backing Hil‘ aus Jüterbog gibt es einen ernsthaften Interessenten, der in dieser Saison die Orangerie punktuell betreiben wird und ein langfristiges Interesse hat“, sagte Frechen.

Veranstaltungen im Künstlerhaus

Die erste Präsentation der Stipendiaten des Künstlerhauses in der neuen Saison findet am 7. Mai ab 15 Uhr beim sogenannten „Treffpunkt Gartensaal“ statt. An jedem ersten Sonntag im Monat bis Oktober stellen sich um diese Uhrzeit Künstler genauer vor.

Eine Stunde früher haben Besucher Gelegenheit zu einer Führung durch die Räume des Bettina-und-Achim-von-Arnim-Museums im Schloss.

Der Saisonhöhepunkt ist das Sommerfest des Künstlerhauses am 2. Juli ab 13 Uhr.

Sammelband zur Rezeption der „Romantik“ angekündigt

In diesem Sommer feiert das Schloss Wiepersdorf bereits das 70-jährige Bestehen als Künstlerhaus, in dem seit 1947 mehr als 1000 Künstler arbeiteten. Baas kündigte einen Sammelband von Schriftstellern und Literaturwissenschaftlern an, in dem die Wahrnehmung der „Romantik“ im Haus seit der DDR-Zeit thematisiert werden soll.

Von Peter Degener

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