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Neue Ideen im Stadt-Umland-Wettbewerb

Luckenwalde Neue Ideen im Stadt-Umland-Wettbewerb

Das Stadt-Umland-Projekt zwischen Luckenwalde, Trebbin und Nuthe-Urstromtal nimmt weiter an Fahrt auf. So soll das Vordergebäude der ehemaligen Postschule zum Mehrgenerationenhaus umgebaut werden. Entlang der Landesstraßen soll es in Zukunft Gehwege geben, die auch von Radfahrern genutzt werden können.

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Das Vordergebäude der ehemaligen Postschule soll zum Mehrgenerationenhaus umgestaltet werden.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Der Stadt-Umland-Wettbewerb, ein europäisch gefördertes Gemeinschaftsprojekt zwischen Luckenwalde, Trebbin und Nuthe-Urstromtal, nimmt weiter an Fahrt auf. Darüber berichtete Luckenwaldes Vize-Bürgermeister und Projektleiter Peter Mann im Kreis-Ausschuss für Regionalentwicklung.

Neben der Altlasten-Entsorgung an der ehemaligen Teerfabrik in Woltersdorf und den Vorbereitungen für den Umbau der Luckenwalder Steinschule zur Akademie für Gesundheitsberufe gibt es jetzt konkrete Ideen zum Projektschwerpunkt „Familie, Begegnung, Miteinander“. Das Mehrgenerationenhaus, das sich noch an der Burg befindet und aus allen Nähten platzt, soll in das Vordergebäude der ehemaligen Postschule umziehen. Im wesentlich größeren Domizil soll es dann zur Multikulti-Begegnungsstätte werden und auch mehr Platz für die Familienberatung und Flüchtlingsbetreuung bieten.

Zwei Stellen für Flüchtlings-Integration beantragt

Als Lead-Partner des Stadt-Umland-Wettbewerb ist die Stadt Luckenwalde berechtigt, besondere Förderanträge zu stellen. „Wir haben jetzt für drei Jahre die hundertprozentige Förderung von zwei Stellen beantragt, bei denen sich die Mitarbeiter intensiv um die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt kümmern“, berichtete Mann. Seitens der Fördermittelgeber seien der Stadt gute Chancen signalisiert worden.

Bewegung kommt jetzt auch in das leidige Thema Radwegebau entlang der Landesstraßen zwischen Dobbrikow und Luckenwalde sowie Stangenhagen und Blankensee. Seit Jahren wünschen sich die Bürger entlang der L 73 und der L 793 sichere Radwege. „Wir haben uns jetzt ein Jahr lang nur im Kreis gedreht, weil das Land die Straßen herunterstufen will und nicht bereit ist, dafür noch Radwege zu bauen“, erklärte Mann.

Bürgermeister haben sich geeinigt

Jetzt haben sich die drei Bürgermeister darauf geeinigt, in kommunaler Verantwortung neben den Landesstraßen Gehwege zu bauen mit dem Zusatz „Radfahrer frei“. „Das ist nicht unsere Favoritenvariante“, räumt Mann ein, „aber besser als gar kein Vorankommen wie bisher.“

Das Vorhaben soll bis zu 90 Prozent aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb gefördert und mit Geld aus dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ kofinanziert werden. „Das ist der erste Meilenstein, dem viele Schritte folgen müssen“, so Mann. „Hier sehen wir auch den Landkreis in der Pflicht, der sich beispielsweise an der Wege-Unterhaltung beteiligen könnte“, sagte Mann. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) will die für sie neue Idee prüfen lassen.

Von Elinor Wenke

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