Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Neue Koordinatorin in der Flüchtlingsarbeit
Lokales Teltow-Fläming Neue Koordinatorin in der Flüchtlingsarbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:25 11.10.2016
GAG-Chef Holger Schmidt und Koordinatorin Christine Stach mit Christiane Witt, Integrationsbeauftragte des Kreises (v. l.). Quelle: Gerald Bornschein
Anzeige
Luckenwalde, Vernetzung von Akteuren im Arbeitsmarkt , Koordinatorin mit diversen Fremdsprachenkenntnissen

Alle Akteure rund um die Integration von Flüchtlingen an einen Tisch zu bekommen, das ist die Aufgabe von Christine Stach als regionale Koordinatorin für die Netzwerkarbeit im Landkreis Teltow-Fläming. Die Koordinierungsstelle wurde Anfang August von der Gemeinnützigen Arbeitsförderungsgesellschaft mbH Klausdorf (GAG) gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung des Landkreises im Rahmen der Flüchtlingshilfe Teltow-Fläming ins Leben gerufen, sie wird durch das „Bündnis für Brandenburg“ gefördert.

Ziel ist die Beschleunigung der Integration von Geflüchteten, die eine entsprechende Anerkennung ihres Status haben, in Ausbildung oder Beruf ebenso wie in Nachbarschaft, Kita oder Schule. Über die Vernetzung der Hauptakteure im regionalen Arbeitsmarkt – Agentur für Arbeit, Jobcenter und Wirtschaftsförderung – soll die Vermittlung in Beschäftigung oder Ausbildung forciert werden.

Die Bündelung weiterer Netzwerkpartner soll über eine Steuerungsgruppe erfolgen – ähnlich wie zuvor beim sogenannten Regionalbudget, dem europäischen Fördertopf zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Darin sind dann außerdem Kammern, Verbände und Arbeitsgruppen, Arbeitgeber und Sozialarbeiter involviert.

Eingang zum „Kleiderkorb“, wo auch das Koordinierungsbüro sitzen soll. Quelle: Gerald Bornschein

Bei Christine Stach werden dann alle Fäden zusammenlaufen, denn die Koordinierungsstelle fungiert gleichermaßen als Organisationszentrum und Schnittstelle. Neben der gezielten Suche nach potenziellen Arbeitgebern ist auch die anfängliche Begleitung von Flüchtlingen in entsprechenden Arbeitgeber-Maßnahmen Bestandteil des Konzepts. Zum Aufgabenbereich zählt des Weiteren die Unterstützung bei der Vermittlung von Sprache, Normen und Werten als Voraussetzung für die Aufnahme im neuen Lebensumfeld.

Darauf ist Christine Stach hervorragend vorbereitet, neben Deutsch, Französisch und Englisch spricht die gebürtige Kenianerin mehrere afrikanische Sprachen, zum Beispiel Suaheli. Nach Deutschland kam sie vor 16 Jahren, zuletzt hatte sie als freie Dozentin Flüchtlingen Deutschunterricht gegeben. Im Rahmen der Begleitung eines Asylbewerbers kam auch der erste Kontakt zur Integrationsbeauftragten des Landkreises, Christiane Witt, zustande.

Hintergrund

Die GAG Klausdorf wurde 1991 gegründet und ist nach eigenen Angaben eine der ältesten Arbeitfördergesellschaften im Kreis Teltow-Fläming.

Sie hat Schulungs- und Beratungszentren in Zossen, Kirchplatz 1-2, und in Luckenwalde, Puschkinstraße 17b.

Perspektivisch wird in den angrenzenden Räumen der Koordinierungsstelle und des Kinderkleiderkorbs in der Grabenstraße ein Treffpunkt zum kulturellen Austausch für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund entstehen. Christiane Witt hat dafür nicht nur ihr Sofa gespendet, sondern wird auch die Schirmherrschaft für die Begegnungsstätte übernehmen.

Info: Koordinierungsstelle „Integration geflüchteter Menschen“, Grabenstraße 6a, Luckenwalde, www.gag-klausdorf.de
www.fluechtlingshilfe-tf.de

Von Gerald Bornschein

Die Kreisumlage soll spätestens ab 2018 wieder von 47 auf 45 Prozentpunkte gesenkt werden. Das fordern die Bürgermeister der Kommunen von Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) in einem Brief, der der MAZ vorliegt. Von 2012 bis 2016 hätten die Gemeinden wegen der erhöhten Umlage ein „Sonderopfer“ von rund 97 Millionen Euro geleistet.

11.10.2016

Streit um eine Streuobstwiese: Marcus Reinhold ist der Ansicht, dass es den Obstbäumen auf der Streuobstwiese zwischen Schönhagen und Stangenhagen nicht gut geht. Er fordert den Landschaftsförderverein auf, mehr zu tun. Der Verein ist ganz anderer Ansicht.

11.10.2016

Die Großbeerenerin Ursula Schinowsky steigt bei Gegenverkehr in der Teltower Straße lieber vom Rad, als dass sie verunsichert stürzen könnte. Es gibt dort viele Anwohner, viele parkende Autos. Das ist gefährlich.

11.10.2016
Anzeige