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Neue Leuchten für dunkle Straßen

Stadt Zossen investiert 585 000 Euro Neue Leuchten für dunkle Straßen

Neubau oder Reparatur? Das ist nicht mehr die Frage. Mehrheitlich beschlossen die Zossener Stadtverordneten am Mittwochabend, dass die Beleuchtung in den sogenannten dunklen Wünsdorfer und Neuhofer Straßen neu gebaut wird. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt 585 000 Euro.

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Wünsdorfer setzten sich für neue Laternen ein.

Quelle: Frank Pechhold

Zossen. Neu gebaut und nicht repariert wird die Beleuchtung in fünf Neuhofer und elf Wünsdorfer Straßen. Insgesamt 17 Beschlüsse zu diesem Thema fassten die Zossener Stadtverordneten am Mittwochabend. Die Kosten für die neue Straßenbeleuchtung betragen in Wünsdorf 400 000  Euro und in Neuhof 185 000 Euro.

Vor der Abstimmung warb Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) für den Neubau. Schreiber zufolge schwankten die Kosten für die Anlieger zwischen 0,90 und 1,20 Euro pro Quadratmeter: „Eine Vergabeempfehlung für den Auftrag liegt auf meinem Tisch. Der Vertrag kann sofort unterschrieben werden, wenn die Entscheidung für den Neubau fällt.“

Dagegen sprach sich Steffen Sloty (Linke) aus. Eine Reparatur der alten Beleuchtung wäre möglich und günstiger als der Neubau. „Warum sollen die Bürger für die Versäumnisse der Stadtverwaltung bei der Wartung der Beleuchtung zur Kasse gebeten werden?“, fragte er.

„Heute sollten wir endlich zum Abschluss kommen“, so Rolf Freiherr von Lützow (parteilos). Bezüglich der straßenweise geplanten Abstimmung kündigte er an, sich beispielsweise bei der Entscheidung über den Neubau der Beleuchtung in der Kliengasse der Stimme zu enthalten. „Dort stehen drei neue Laternen, die wunderbar funktionieren“. Jörg Wanke (Bürgerliste Zossen) sagte, dass er sich an das Votum der Anwohner-Befragung halte und gegen einen Neubau stimme. Laut Bürgermeisterin Schreiber waren rund 80 Grundstückseigentümer in Neuhof und rund 450 Grundstückseigentümer in Wünsdorf angeschrieben und befragt worden. 62 Prozent der Wünsdorfer und 42 Prozent der Neuhofer Befragten stimmten gegen einen Neubau. Diese Zahlen zweifelte Carsten Preuß (Linke) an. Er sprach sogar von 80 Prozent Nein-Stimmen.

„Wenn wir heute nicht zu einer Entscheidung über den Neubau kommen, dann sitzen die Wünsdorfer diesen Winter im Dunkeln“, sagte Andreas Noack (Plan B). „Machen Sie dieser unsinnigen Debatte ein Ende und stimmen Sie zu, damit nächste Woche gebaut werden kann“, forderte Rainer Zurawski (CDU).

Mit 13 Ja-Stimmen bei fünf Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen wurde der Neubau der Beleuchtung in den dunklen Wünsdorfer Straßen beschlossen. 18 Stadtverordnete stimmten für die neue Beleuchtung in Neuhof, fünf dagegen, zwei enthielten sich.

Vorrang haben in Neuhof Bergstraße, Birkenweg, sowie die Straßen An den Kiefern und Im Wald. In Wünsdorf genießen Luisenstraße, Hildegardstraße, Agnesstraße, Straße Zum Bahnhof sowie Puschkinstraße Priorität. In diesen Straßen war wie berichtet im Frühjahr 2014 die aus Sicht der Bürgermeisterin „lebensgefährliche Beleuchtung“ abgeschaltet worden. Mehr als 200 Wünsdorfer und Neuhofer forderten in zwei Petitionen eine Notbeleuchtung. Daraufhin beauftragten die Stadtverordneten die Verwaltung damit, die Laternen reparieren zu lassen. Diesen Beschluss beanstandete die Bürgermeisterin. Das wurde von der Kommunalaufsicht des Landkreises bestätigt. Damit war das Thema Reparatur vom Tisch.

Von Frank Pechhold

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