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Neue Nisthilfe für Störche

Jänickendorf Neue Nisthilfe für Störche

Ein neuer Spannbetonmast soll den Störchen auf dem Grundstück von Waltraud Röhrig bessere Nistbedingungen ermöglichen. Am Dienstag wurde er aufgestellt. Er ersetzt einen alten Holzmast, der vermutlich nicht mehr lange stabil geblieben wäre.

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Noch stehen der alte Holzmast und der neue Spannbetonmast auf dem Grundstück von Waltraud Röhrig in Jänickendorf.

Quelle: fotos: Margrit Hahn (2)

Jänickendorf. Die Störche können jeden Tag in Jänickendorf eintreffen. Deshalb war Eile geboten, denn der alte Holzmast auf dem die Störche seit den 80er Jahren nisteten, war schon recht wacklig. Außerdem drohte das schwere Nest herunterzubrechen. Die Jänickendorferin Waltraud Röhrig, auf deren Grundstück sich das Storchennest befindet, hatte sich deshalb an die Untere Naturschutzbehörde (UNB) gewandt. Und Daniel Jonelat, Sachbearbeiter Artenschutz bei der UNB versprach schnelle Hilfe. Am Dienstag wurde der alte Holzmast nun gegen einen Spannbetonmast ausgetauscht. Das Versorgungsunternehmen Edis hatte den Mast zur Verfügung gestellt, die Untere Naturschutzbehörde die Nistunterlage. Burkhard Paul und Jürgen Jung vom Lüdersdorfer Unternehmen Knospe richteten zuerst den zehn Meter hohen Betonmast auf. Anschließend fuhren sie mit der Hebebühne in luftige Höhe, um die Nistunterlage mit Weiden auszulegen und einen Teil des alten Horstes hinüberzuhieven. Sie hoffen, dass die Störche so das neue Nest annehmen. Anschließend wurde der Holzmast samt Horst abgesägt.

Der Blick auf das alte Nest ergab keine Besonderheiten. Da hat Daniel Jonelat schon ganz andere Sachen gesehen. Als Anfang März der Horst in Großbeeren hinter dem Rathaus abgetragen wurde, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. Dort hatten die Störche im Laufe der Jahre 20 Handschuhe, einen Herrenslip und jede Menge Plastetüten gehortet. „Das war eine fliegende Müllsammlertruppe“, stellt Jonelat fest. Dass Störche hin und wieder verschiedene Dinge stibitzen, wusste er, aber in dieser Größenordnung hatte er es nicht erwartet. Daniel Jonelat schätzt das Storchaufkommen im Landkreis Teltow Fläming auf 50 Paare. Der erste Storch soll in diesem Jahr in Gebersdorf bereits am 28. Februar gesichtet worden sein. Normalerweise kommen sie erst Ende März, Anfang April.

„Ich notieren, wann die Störche eintreffen, wie viele Junge sie haben und wann sie abfliegen“, sagt Waltraud Röhrig. 2016 waren es drei Jungtiere, von denen sich einer beim Flugversuch den Flügel verletzte und nicht mehr fliegen konnte. Waltraud Röhrig fing das Tier ein und brachte es im Hundezwinger unter. Sie versuchten Hilfe zu bekommen. Doch vergeblich. Letztendlich sagte man ihr per Telefon, sie solle den Storch freilassen. Der Rat erwies sich als falsch. Ein Fuchs holte sich den Storch.

Von Margrit Hahn

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