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Neue Notunterkunft in Luckenwalde

Besuchertag im Flüchtlingsheim Neue Notunterkunft in Luckenwalde

Ende April werden voraussichtlich die ersten Flüchtlinge in die Luckenwalder Thermohalle am Biotechnologiepak einziehen. Am Sonnabend war die zeltartige Notunterkunft für interessierte Besucher geöffnet. Die Awo wird sie betreiben und bereitet auch die Mitarbeiter darauf vor.

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Wolfgang Luplow, Awo-Geschäftsführer (r.) , zeigte interessierten Luckenwaldern die Thermohalle.

Quelle: Iris Krüger

Luckenwalde. Wohnlich wirkt es hier nicht. Über dem grauen Fußboden spannt sich ein weißes kissenartiges Hallendach. An weißen Tischen stehen blaue Kunststoffstühle. Aber die Thermohalle auf dem Gelände des Biotechnologieparks in Luckenwalde ist auch kein Wohnheim, sondern eine Notunterkunft. Am Sonnabendnachmittag konnte sie besichtigt werden, ehe die ersten Bewohner dort einziehen.

Platz für bis zu 300 Bewohner

Voraussichtlich bis Ende April wird die Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt dem Kreis Flüchtlinge zuweisen, die am Rande der Kreisstadt untergebracht werden. Das Riesenzelt trägt sowohl den Bedürfnissen von Familien als auch von Einzelpersonen Rechnung. Maximal 300 Personen werden dort ein Zuhause auf Zeit finden. Für sie stehen insgesamt 54 sogenannte Wohnkabinen bereit, die mit einem Bett, einem Schrank und teilweise mit Tischen ausgestattet sind. Weiterhin gibt es einen Sanitärbereich mit vier Duschen und sieben Toiletten. Gleich daran gliedert sich einer der beiden Hauswirtschaftsräume an, der mit Waschmaschinen bestückt ist.

Spielecke, Essbereich, Krankenzimmer

Im Eingangsbereich befinden sich der schlichte, aber großzügige Aufenthaltsbereich, eine gut ausgestattete Kinderspielecke und ein Essbereich. Auch ein Krankenzimmer und ein Beratungsraum gehört zu der Innenausstattung. Daneben ist Platz für Büros der Mitarbeiter sowie für einen Aufenthaltsraum für die Einlasskontrolle. Im Außenbereich stehen zwei Küchencontainer zum Kochen, auch ein Wäscheplatz ist vorhanden.

Mit dem Betrieb der Thermohallen in Luckenwalde sowie in Schönhagen, die derzeit noch im Aufbau befindlich ist, hat der Landkreis Teltow-Fläming den Regionalverband Brandenburg Süd der Arbeiterwohlfahrt (Awo) beauftragt. Für die sozialpädagogische Leitung ist Stephanie Domin verantwortlich, die organisatorische Leitung übernimmt Steffi Schirmer. In Luckenwalde sorgen sechs bis acht Mitarbeiter für das Wohlergehen der Flüchtlinge.

Mitarbeiter als Helfer, Kummerkasten und Streitschlichter

Über deren Aufgabenbereich informierte Wolfgang Luplow, Geschäftsführer des Awo-Regionalverbandes, die Besucher am Sonnabend. „Unsere Mitarbeiter sind für ganz alltägliche Sachen zuständig“, sagte er. Dazu gehöre zunächst, den Flüchtlingen die Unterkunft zu zeigen und die Funktionalität der Einrichtung und der Ausstattung zu erklären. Auch gemeinsames Einkaufen, Begleitung bei Arztbesuchen oder Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen seien wichtige Aufgabengebiete. „Sie dienen auch als Kummerkasten, helfen bei der Konfliktbewältigung und informieren über kulturelle Gepflogenheiten in unserem Land.“

Besonders wichtig für die Ansiedlung der Flüchtlinge sei auch eine gute Nachbarschaft mit den Anwohnern in Luckenwalde. So könne man sich gemeinsame Veranstaltungen vorstellen. „Denn wenn man nur von Integration redet, nützt das wenig. Man muss sie auch umsetzen“, sagte Wolfgang Luplow.

Von Iris Krüger

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