Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Neue Nutzung für ein Denkmal
Lokales Teltow-Fläming Neue Nutzung für ein Denkmal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 10.05.2015
Das Ackerbürgerhaus vor der Kreisverwaltung soll Mitarbeiter der Tourismusabteilung des Wirtschaftsförderungsamtes beherbergen. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Es ist eins der ältesten Häuser Luckenwaldes und steht direkt vor der Kreisverwaltung: das Ackerbürgerhaus. Als das Kreishaus gebaut wurde, durfte das denkmalgeschützte Gebäude nicht abgerissen werden. Lange gammelte es vor sich hin – kein schönes Aushängeschild für den Kreis. Dann wurde es von 2011 bis 2013 äußerlich saniert. 200 000 Euro kamen aus dem Konjunkturpaket II, 273 741,97 Euro vom Kreis. Zum Innenausbau werden nun weitere 200 000 Euro benötigt, die in diesem und im nächsten Jahr aufgebracht werden sollen.

Obwohl die Maßnahme bisher als „Umbau und Sanierung des ehemaligen Ackerbürgerhauses zum Bürogebäude für Touristeninformation“ firmierte, ist die zukünftige Nutzung noch nicht geregelt. Es liegen aber drei Nutzungskonzepte von drei Ämtern vor, die dort gern einziehen würden. Dies sind die Kreisvolkshochschule, die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte sowie das Amt für Wirtschaftsförderung. Aus Sicht des Bauamts sei das Konzept des Wirtschaftsförderungsamtes, hier sein Sachgebiet Tourismus unterzubringen, das schlüssigste und entspreche am ehesten dem ursprünglichen Ziel der Baumaßnahme, erläuterte Ilka Leistner dem Ausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung am Dienstagabend. Zumal man so auch die Miete für das Amt einsparen könne, wenn der Rest der Mitarbeiter im Kreishaus Platz fänden. Sie sind immer noch in der Zinnaer Straße gleich neben der Kreisverwaltung untergebracht. Dazu legte die stellvertretende Leiterin des Bauamtes ein formloses Info-Blatt mit Zahlen und Fakten vor.

Doch das fand keine Gnade in den Augen des Ausschussvorsitzenden Winand Jansen (SPD): kein Briefkopf, keine Unterschrift, kein Nutzungskonzept. „Ich sehe mich außerstande, darüber zu entscheiden“, wetterte er. Es entsponn sich eine Debatte, ob überhaupt eine Entscheidung nötig war. Aus Sicht der Verwaltung war es nur eine kurze Information, argumentierte Leistner, und keine Beschlussvorlage. Wenn er aber eine solche Information begehre, so Jansen, erwarte er mehr davon. Der Amtsleiter der Unteren Bauaufsicht, Norbert Jurtzik, schlug Jansen vor, doch mit der Landrätin eine Lösung für die Zukunft zu finden, anstatt Informationen zu verlangen und dann die Verwaltung dafür zu rügen, dass sie dieser Aufforderung auch folgt.

Von Hartmut F. Reck

Teltow-Fläming Ludwigsfelder Geschichtsverein will Gedenkstein aufstellen - Erinnerung an ehemaligen Russenfriedhof

500 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene wurden im Zweiten Weltkrieg in der Nähe der Autobahn in Ludwigsfelde in Massengräbern beerdigt. Nach dem Krieg wurden sie umgebettet. Der Geschichtsverein will jetzt an den Ort des sogenannten „Russenfriedhofs“ erinnern.

07.05.2015
Teltow-Fläming Kreativzentrum soll für eine halbe Million Euro in Schuss gebracht werden - Sanierungsprojekt in Woltersdorf

Das Gemeinde- und Kreativzentrum in Woltersdorf soll für 50 000 Euro saniert werden. Dort haben jetzt verschiedene Vereine ihr Domizil. Zudem wird es als Schulungsraum für die Feuerwehr und als kleine Leitstelle genutzt.

10.05.2015

Die SPD-Landtagsabgeordnete Tina Fischer fordert, dass Lärmbetroffene des BER entschädigt werden. Die Kreistage von Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming hatten bereits gleichlautende Beschlüsse gefasst. Fischer will das Thema im SPD-Landesvorstand ansprechen. Das Geld für die Entschädigung soll vom Flughafen kommen.

07.05.2015