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Teltow-Fläming Neue Obstbäume für den Neuhofer Dorfkern
Lokales Teltow-Fläming Neue Obstbäume für den Neuhofer Dorfkern
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12:05 14.05.2016
Ortsvorsteher Uwe-Joachim Meyer (r.), Vereinsvorsitzende Sandra Leffler und die Steinmetzen Matthias und Michael Gutjahr (l.) setzen sich für ihren Ort ein. Quelle: Peter Degener
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Neuhof

Ein Fahnenmast steht seit wenigen Tagen an der Einfahrt in das Dorf Neuhof. Ortsvorsteher Uwe-Joachim Meyer hatte sich den Mast gewünscht, um den Besuchern von Neuhof die Verbundenheit mit Jüterbog zu demonstrieren und am ersten Mai erstmals die Fahne gehisst. „Wir sind der einzige Ortsteil, der so etwas hat“, sagt Meyer mit gewissem Stolz. Noch viel lieber weist er aber auf die vielen Kleinigkeiten hin, für die er sich gemeinsam mit den rund 140 Einwohnern des Ortes in letzter Zeit eingesetzt hat.

Scheinwerfer strahlt nachts die Kirche an

Neuhof liegt zwar etwas abseits, doch in der Ruhe des Sackgassendorfes hat sich eine intensive Gemeinschaft entwickelt. „Wir haben uns der Generationenarbeit verschrieben und bei Arbeitseinsätzen kommen leicht zwei Dutzend Helfer zusammen“, sagt Sandra Leffler. Meyers Lebensgefährtin ist die Vorsitzende des Dorfvereins „Neuhofer Heimatfreunde.“ Zuletzt wurde die Kirche von den Dorfbewohnern vom wuchernden Efeu-Bewuchs befreit. Jetzt strahlt ein Scheinwerfer das Gotteshaus in jeder Nacht wirkungsvoll an.

Ein Findling weist neuerdings auf Neuheim hin. Quelle: Peter Degener

Die Steinmetzmeister Michael und Matthias Gutjahr investieren ebenfalls Zeit und Geld in ihr Dorf. Erst im Herbst hatten sie einen Findling bearbeitet und mit Informationen zur Dorfgeschichte verziert. Der Stein liegt direkt an der Fläming-Skate. „Seitdem kommen viele Besucher mit dem Fahrrad ins Dorf“, erzählt Leffler.

Auch dass es mittlerweile einen Spielplatz gibt, habe sich herumgesprochen. Seit kurzem steht auch eine Sitzgruppe aus Granit mitsamt einem wetterfesten Kamin zum Grillen direkt daneben. Bis die frisch gepflanzten Bäume Schatten spenden, soll ein Sonnensegel helfen, das demnächst angeschafft werde, kündigt Leffler an. Ein Windschutz und langfristig auch eine Tischtennisplatte stehen noch auf der Wunschliste des Heimatvereins.

Obstbäume werden gepflanzt

Neben dem Sport- und Spielplatz am Ortsrand hat Ortsvorsteher Meyer vor allem den Dorfkern im Blick. „Der alte Charakter und das Flair sollen wieder erstehen“, wünscht er sich. Wenn es nach ihm ginge, müssen die Pflasterstraßen nicht asphaltiert, sondern erhalten werden. Auf alten Aufnahmen von Neuhof, die er im Gemeindehaus aufgehängt hat, sieht man blühende Obstbäume an der spätgotischen Kirche im Dorfkern. Das soll künftig wieder ähnlich sein. „20 Apfelbäume stehen bereits am Sportplatz. Wir haben aber beim Bauhof noch einmal 40 Obstbäume für die Dorfmitte beantragt, “, sagt Meyer. Für die Pflanzung hat die Stadt beim Landkreis Mittel beantragt. Wann die Bäume tatsächlich in Neuhof blühen werden, steht allerdings noch nicht fest.

Die Steinmetze begutachten derweil das verwitterte Kriegerdenkmal hinter der Kirche aus dem Ersten Weltkrieg – es soll ebenfalls durch Eigenleistung und Spenden restauriert werden.

Von Peter Degener

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