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Neue Schaukel dank Spenden

Freibad Klausdorf Neue Schaukel dank Spenden

Der Sommer kann kommen: Im Strandbad Klausdorf am Mellensee (Teltow-Fläming) gibt es seit Kurzem wieder eine Nestschaukel. Die alte war im Herbst kaputt gegangen. Statt auf Hilfe der Gemeinde zu warten, lösten die Klausdorfer das Problem kurzerhand im Alleingang.

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Rosemarie und Gunter Wieden sorgten dafür, dass am Mellensee wieder eine Nestschaukel hängt.

Quelle: Josefine Sack

Klausdorf. Pünktlich zum Start in die Badesaison dieses Jahres hat das Strandbad Klausdorf wieder eine Nestschaukel. Die alte hatten Bauhof-Mitarbeiter der Gemeinde Am Mellensee im Herbst des vergangenen Jahres abgebaut. Teilweise waren Halterungen verschlissen und das Netz beschädigt.

Auf Unterstützung von der Gemeinde wollten sich die Klausdorfer nicht verlassen. Denn für eine neue Schaukel hätte erst ein Antrag auf einen entsprechenden Posten im Haushalt gestellt werden müssen. Für den aktuellen Haushaltsplan wäre es ohnehin zu spät gewesen.

Verein am See

Im Jahr 1998 gründeten 17 Mellenseer den Verein Pro Mellensee. Inzwischen hat der Verband 28 aktive und 18 fördernde Mitglieder.

Ziel des Vereins ist in erster Linie, die Flora und Fauna des Mellensees, seiner Zuflüsse und Umgebung zu schützen. Der Verein setzt sich für einen ökologisch vertretbaren, sanften Tourismus in der Region ein.

Der bis zu neun Meter tiefe Mellensee ist Bestandteil einer größeren Seenkette, die vom Mellensee über den Nottekanal in die Dahme abfließt. Die Seenkette liegt am südwestlichen Rand der Wünsdorfer Platte in der Töpchiner Talung.

Direkt am See liegt im Norden das Dorf Mellensee, im Westen Rehhagen und im Süden Klausdorf. Das Ostufer ist unbebaut.

Am Abfluss des Gewässers befindet sich eine modernisierte Schleusenanlage des Nottekanals. Er wurde um 1600 für den Transport von Ziegelsteinen und Gips erbaut. Der Nottekanal bildet eine direkte Wasserverbindung zu den Berliner Gewässern.

Frühestens im August dieses Jahres hätte die Gemeindeverwaltung tätig werden können – doch da ist die Badesaison fast vorbei. Um rechtzeitig zum Sommerbeginn noch Ersatz zu schaffen, wurden die Klausdorfer, allen voran Rosemarie und Gunter Wieden, kurzerhand selbst aktiv: Acht private Spender brachten mit Hilfe des Vereins Pro Mellensee die Kaufsumme von insgesamt 642 Euro zusammen.

Zum Dank an die Sponsoren wollen die Wiedens nun eine Plakette mit den Namen der Geldgeber an der Schaukel befestigen.

Klausdorfer engagieren sich für Erhalt des Strandbades

Seit vielen Jahren engagieren sich die Klausdorfer um den Erhalt ihres Strandbads. Zwei Lkw-Fuhren neuen Sand bringen sie jedes Jahr am Ufer aus, damit die Badegäste dort an einem richtigen Sandstrand liegen können.

Auch als die Prüfer im Jahr 2013 drohten, die 63 Meter lange Wasserrutsche wegen der maroden Innenbeschichtung zu schließen, wurde gesammelt: Insgesamt kamen damals rund 15 000 Euro zusammen. Die Wasserrutsche war gerettet.

Seit 2011 gibt es einen neuen Pächter

Das Naturfreibad in Klausdorf besteht seit ungefähr 90  Jahren. Dass belegen historische Fotoaufnahmen aus dem Jahr 1928. Drei Jahre war niemand für das Bad verantwortlich, bis sich 2011 ein neuer Pächter für das Gelände neben dem Morada-Hotel fand.

Übrigens weihten Paulina und Valantis Pläne aus Sindelfingen in Baden-Württemberg, die mit ihren Großeltern zu Besuch am Mellensee waren, die neue Nestschaukel ein.

Von Josefine Sack

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