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Neue Security für Asylheim in Blankenfelde

Wechsel der Sicherheitsfirma in Notunterkunft Neue Security für Asylheim in Blankenfelde

Probleme mit der deutschen Sprache, ständig neue Mitarbeiter und unregelmäßige Ablösung – mit dem Sicherheitsdienst in der Flüchtlingsnotunterkunft in Blankenfelde (Teltow-Fläming) soll es große Schwierigkeiten gegeben haben. Nun hat der Landkreis ein neues Unternehmen beauftragt, das bereits viel Erfahrung mit dem Thema hat.

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Bis zu 120 Menschen leben in der Blankenfelder Unterkunft.

Quelle: : zileke

Blankenfelde. Seit dieser Woche gibt es an der Notunterkunft in Blankenfelde einen neuen Sicherheitsdienst. Die Firma City Control aus Berlin hat zum 1. Februar die Überwachung der derzeit 105 Bewohner übernommen.

Wie die Kreisverwaltung Teltow-Fläming auf MAZ-Nachfrage mitteilte, habe man sich von dem bisherigen Unternehmen Abra in gegenseitigem Einvernehmen getrennt. Gründe dafür wurden nicht genannt. Auch bei dem Unternehmen selber wollte man sich nicht konkret äußern. „Die Chemie hat einfach nicht gestimmt. Es hat nicht funktioniert“, sagte Bitas Dimitri, der Verantwortliche für Qualitätsmanagement der Firma Abra. Offenbar habe es Kommunikationsprobleme mit dem Internationalen Bund gegeben, der die Unterkunft betreibt. Bitas Dimitri berichtet von Problemen mit der Heimleitung. „Das lag nicht an uns“, sagte Dimitri. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis sei gut gewesen. Sein Unternehmen bewache 15  Flüchtlingsunterkünfte in Berlin und Umgebung.

Michael Wolny, CDU-Kreistagsabgeordneter, berichtet, dass das Personal immer wieder gewechselt habe. Einige der Mitarbeiter hätten Probleme gehabt, sich auf deutsch zu verständigen. In einem Fall soll ein Wachschutzmitarbeiter nicht in der Lage gewesen sein, einen Notarzt zu rufen, weil er die Telefonnummer nicht wusste. Immer wieder habe es Probleme bei der Ablösung gegeben.

Nadine Nemeth, die Leiterin der Blankenfelder Unterkunft, wollte sich dazu nicht äußern. Das Zusammenleben in der Unterkunft laufe gut, trotz schwieriger Bedingungen. So gebe es in den Zehn-Bett-Zimmern kaum eine Möglichkeit zur Privatsphäre. Seit kurzem gibt es einen Gruppenrat, in dem aus jedem Zimmer ein Sprecher gewählt wird, der die Probleme ansprechen soll. Bewohner, Leitung und ehrenamtliche Helfer hätten ein vertrautes und respektvolles Verhältnis. „Für meine Jungs lege ich die Hand ins Feuer“, sagte Nadine Nemeth über die vielen alleinstehenden Männer in der Einrichtung. Auch nach außen klappe die Arbeit mit Landkreis und Gemeinde gut.

Seit Anfang der Woche ist nun die Firma City Control aus Berlin für die Sicherheit in der Blankenfelder Notunterkunft zuständig. Laut Bereichsleiter Benjamin Dietrich habe die Übergabe „reibungslos funktioniert“. Sein Unternehmen bewacht 74 Flüchtlingsunterkünfte. Alle 1800 Mitarbeiter müssten neben dem regulären ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, werden vom Ordnungsamt überprüft und intensiv eingearbeitet. „Wir machen Schulungen, soweit es der Dienstplan zulässt und wir achten sehr darauf, wer mit wem zusammenkommt“, sagt Dietrich. Die Probleme mit den Vorgängern wollte er nicht kommentieren, er sprach nur von „qualitativen Unterschieden“. Die Blankenfelder Unterkunft sei nicht die erste, die man von den Vorgängern übernommen habe.

Von Christian Zielke

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